Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2,14)

„Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen!“

So beginnt das Glaubensbekenntnis. Hierzu und zu jeder nachfolgenden Zeile bekennt sich jeder Christ. Das heißt, Christen glauben das! Sie glauben, dass es wirklich so ist.

Wenn du darin nur eine traditionelle Gebetsfloskel siehst, hast du kein Problem mit deinem Glauben, denn dann hast du keinen.

Wenn du sagst, du glaubst jedes Wort davon, dann solltest du als nächstes prüfen, ob du auch an die Konsequenzen glaubst, die sich daraus ergeben.

Die tradierte Erkenntnis ist die, dass wir alle Sünder sind, aber ewiges Leben haben, weil Christus quasi die Rechnung für uns bezahlt hat.

Eine viel wichtigere Erkenntnis für unseren Alltag ist aber, dass Gott in jedem einzelnen Moment in diese Welt hineinwirkt. Er ließ zu, dass Jesus am Kreuz starb, er hat ihn wieder auferweckt und zu sich in den Himmel geholt, durch ihn konnte Christus uns zusichern: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“

Gott schaut nicht nur von der Ferne zu, er ist da! Er lenkt auf seine Weise diese Welt und dein Leben, denn alles gehört ihm. Glaubst du das? Denn hier beginnt der schwierige Teil des Glaubens, der praktische.

Gott entscheidet. In letzter Konsequenz heißt das, wann und wie etwas in seiner Kirche (oder auch in der Welt) passiert, das liegt allein in seiner Hand. Und bei einem nüchternen Blick auf die Welt oder in seine Kirche wird unsere Geduld häufig bis aufs Äußerste strapaziert.

Warum hören die Dinge nicht auf, die ganz offensichtlich falsch sind?

Und

Warum geht etwas nicht vorwärts, obwohl es doch ganz offensichtlich richtig ist?

Wir haben keinen Einfluss auf die Entscheidung Gottes. Aber in dem Moment, wo ein richtiger Gedanke das erste Mal ausgesprochen wird, ist er in dieser Welt. Das Einzige, was wir tun können, ist diesen Gedanken lebendig zu halten, die Welt auf diesen Gedanken vorzubereiten, ihm in dieser Welt Raum zu schaffen, damit er wirkt, sobald seine Zeit gekommen ist.

Moses, David und viele der nachfolgenden Propheten verkündeten die Ankunft des Messias, der Vorletzte etwa 400 Jahre bevor es dann wirklich geschah. Das sind lange, unüberschaubare Zeiträume für ein doch relativ kurzes Menschenleben.

Der letzte Prophet, Johannes der Täufer, verkündete die Ankunft des Messias als dieser schon in der Welt war!

„Bereitet dem Herrn die Wege!“

Die Botschaft wurde von den Profis des Glaubens zwar gehört, aber nicht angenommen. Doch der Gedanke über die Rettung der Kinder Gottes war in der Welt und die Menschen, an die er gerichtet ist, hören ihn bis heute und nehmen ihn an.

Vertraut auf Gott!

Glaube ist das Vertrauen auf das Wirken Gottes in unserer Welt, auch dann, wenn wir in unserer Ungeduld dieses Wirken nicht wahrnehmen. In der Zeit des Wartens, des Übergangs, ist Glaube das Ausharren im Gebet und Gebet ist in dieser Zeit das Wachhalten richtiger Gedanken in Wort und Geist.

Wacht und betet. 

-> Fortsetzung des Gedankens in "Tätiger Glaube - die Frucht"

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