Mansio Christi, Mai 2022

Lightkeeper (Band 5)

Worte des Knechtes – Jesaja 50 (26. Mai)

„Wer von euch den HERRN fürchtet, / der höre auf die Stimme seines Knechtes. Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, / der vertraue auf den Namen des HERRN / und verlasse sich auf seinen Gott.“ (Jes 50, 10)

„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“ (Joh 10, 27-28)

Während Gott in den ersten Versen noch einmal von seiner Macht spricht, mit der er immer noch bei seinem Volk ist, kommt in den weiteren Versen der Knecht zu Wort, der das Volk retten wird. Jesus selbst kündigt sein Kommen und sein Leiden an. Er macht deutlich, dass er nicht als herrlicher und herrschaftlicher König einherschreiten, sondern wie ein Schüler – und vor Gott sind wir alle wie Schüler – auftreten wird. Er will eins mit uns sein und wird sich als Mensch ganz auf diesen Gott verlassen um der erste zu sein, der auf dem Weg der Gnade zur Gerechtigkeit erlangt.

Der wahre Knecht Gottes – Jesaja 49 (24. + 25. Mai)

„Hört auf mich, ihr Inseln, / merkt auf, ihr Völker in der Ferne! Der HERR hat mich schon im Mutterleib berufen; / als ich noch im Schoß meiner Mutter war, hat er meinen Namen genannt. Er machte meinen Mund wie ein scharfes Schwert, / er verbarg mich im Schatten seiner Hand. Er machte mich zu einem spitzen Pfeil / und steckte mich in seinen Köcher. Er sagte zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, / an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will. Ich aber sagte: Vergeblich habe ich mich bemüht, / habe meine Kraft für Nichtiges und Windhauch vertan. Aber mein Recht liegt beim HERRN / und mein Lohn bei meinem Gott.“ (Jes 49, 1-4)

Gott spricht hier von der Unmöglichkeit eines Menschen, sich dem Auftrag Gottes zu entziehen. Jeder von uns geht zum von Gott vorbestimmten Ziel vor – bewusst oder unbewusst. Die Wege, die wir dabei in diesem Leben beschreiten, können freilich höchst unterschiedlich sein. Die eine kennt von klein auf ihre Bestimmung und weicht ein Leben lang kein haarbreit davon ab, der andere schwankt, verirrt sich, stolpert und stürzt ein ums andere Mal und Menschen sagen über ihn vielleicht: "Welch ein Looser, der wird es nie schaffen!“ Doch beide sind Knechte Gottes, ganz egal ob sie nun eine regelmäßige Beziehung zu ihm pflegen oder ihn ignorieren. Auch König Kyros, ein Heide wie aus dem Lehrbuch, war letzten Endes ein treuer Knecht Gottes, denn Gott hatte ihn dazu bestimmt.

Etwas ganz Neues beginnt! – Jesaja 48 (22. + 23. Mai)

„Hört dies, Haus Jakob, / die sich nach dem Namen Israels nennen / und aus den Wassern Judas hervorgegangen sind, die schwören beim Namen des HERRN / und den Gott Israels bekennen, / aber nicht in Wahrheit und Gerechtigkeit!“ (Jes 48, 1)

Wieder beklagt Gott die Blindheit und Uneinsichtigkeit seines Volks durch den Mund des Propheten. Immer wieder habe er ihnen durch Prophezeiungen gezeigt, dass er Gott sei, dem die ganze Welt gehorche, doch sie hätten es nicht verstanden, sondern wären weiterhin ihren Götzen nachgelaufen.

Gott triumphiert! – Jesaja 46 - 47 (20. + 21. Mai)

„Du hast dich geplagt / um deine vielen Berater; sollen sie doch auftreten und dich retten, / sie, die den Himmel deuten und die Sterne betrachten, / die dir an jedem Neumond verkünden, was über dich kommt.“ (Jes 46, 13)

Gott spricht sein Urteil über Babel aus und verkündet dessen bereits beschlossenen Untergang. Er hat dieses Reich nur benutzt um sein untreu gewordenes Volk zu züchtigen.

In diesen beiden Kapiteln stecken viele auch heute gültige Wahrheiten.

Gott rettet! – Jesaja 45 (18. + 19. Mai)

„Wendet euch mir zu und lasst euch erretten, alle Enden der Erde, denn ich bin Gott und sonst niemand!“ (Jes 45, 22)

Gott wendet sich an die Nationen, die sein Volk bedrohen. Sie werden Israel, dem von ihm geretteten Volk, Untertan sein.

Gott gibt! – Jesaja 44 (16. + 17. Mai)

„Fürchte dich nicht, Jakob, mein Knecht, du, Jeschurun, den ich erwählt habe!“ (Jes 44, 2)

Der einzige Gott – Jesaja 43 (14. + 15. Mai)

„Wenn aber der Unbeschnittene die Forderungen des Gesetzes beachtet, wird dann nicht sein Unbeschnittensein als Beschneidung angerechnet werden? Der leiblich Unbeschnittene, der das Gesetz erfüllt, wird dich richten, weil du trotz Buchstabe und Beschneidung ein Übertreter des Gesetzes bist. Denn Jude ist nicht, wer es nach außen hin ist, und Beschneidung ist nicht, was sichtbar am Fleisch geschieht, sondern Jude ist, wer es im Verborgenen ist, und Beschneidung ist, was am Herzen durch den Geist, nicht durch den Buchstaben geschieht. Der Ruhm eines solchen Juden kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.“ (Röm 2, 26-29)

Diese Verse im Römerbrief erklären, warum das Kapitel 43 im Buch Jesaja heute für alle Gläubigen gilt, auch wenn dort explizit Israel genannt wird. Alle von Gott zu Christus gerufenen Menschen bilden heute das neue Israel!

Und nun schauen wir uns die Verse des Kapitels 43 genauer an, die ich von den Dächern rufen möchte.

Der Retter kommt – Jesaja 42 (13. Mai)

„Singt dem HERRN ein neues Lied“ (Jes 42, 10)

Gott kündigt den Messias an, seinem Volk und der ganzen Welt. Gott kündigt an, dass dieser Retter sanftmütig, bescheiden und barmherzig sein wird. Der Knecht, den der Herr aussenden wird, unterscheidet sich damit fundamental von allen selbsternannten Rettern vor ihm und nach ihm.

Die Nichtigkeit der Götzen – Jesaja 40 + 41 (10. – 12. Mai)

„Wisst ihr nicht, hört ihr nicht? / Wurde euch nicht kundgetan von Anbeginn? Habt ihr nicht begriffen / die Fundamente der Erde?“ (Jes 40, 21)

Gott kündigt Erkenntnis und Rettung für sein Volk an. Eine Stimme aus der Wüste wird das Eintreffen des Herrn bei seinem Volk ankündigen. Wir wissen heute, dass damit Johannes der Täufer gemeint war.

König Hiskija – Jesaja 36 – 39 (5. Mai – 9. Mai)

Lag der Fokus bei den ersten zwölf Kapitel auf dem Volk Gottes, so weitete sich der Blick in den Kapiteln 13 bis 35 auf die ganze Welt, einschließlich Israel als Nation. In den Kapitel 36 bis 39 erzählt uns nun Jesaja etwas von König Hiskija. Ein historischer Abriss scheint in einem prophetischen Buch – ab Kapitel 40, dem zweiten Teil des Buches Jesaja, folgen dann die Prophezeiungen zur Rettung des Volkes Israel – etwas deplatziert und regt gerade deshalb zu einer etwas genaueren Betrachtung an.

Unterkategorien