Mansio Christi

Psalmen (4)

Psalm 105 + 106 (26. – 30. Oktober)

Die letzten beiden Psalmen des vierten Buches machen deutlich in welcher Zeit das Buch entstand, das bei den Juden Talmud und bei den Christen Altes Testament genannt wird: Der Buchdruck war noch nicht erfunden, die Schriftrollen wurden noch handschriftlich vervielfältigt und waren daher nicht nur aufgrund des darin verkündeten Inhaltes kostbar.

Psalm 104 (23. – 25. Oktober)

„Lobe den HERRN, meine Seele!“ (Ps 104,1)

Es ist das Lied, das ich an meinem ersten Urlaubstag im oberen Wald (im Geiste) hörte und es ist das Lied, das jede Seele singt, die die Schönheit der Schöpfung erkennt.

Psalm 103 (21. + 22. Oktober)

Auf den ersten Blick ist Psalm 103 ein Lobpreis auf Gott, wie es viele im Buch der Psalmen gibt. Auf den zweiten Blick offenbart dieser Psalm, dass der Psalmist – hier David – das Evangelium „geschaut“ hat.

Psalm 102 (18. – 20. Oktober)

„Denn meine Tage sind in Rauch aufgegangen, und meine Gebeine glühen wie ein Brand. Mein Herz ist geschlagen und verdorrt wie Gras; ja, ich habe vergessen, mein Brot zu essen.“ (Psalm 102)

Die Eindrücke aus dem Buch Hiob rücken ins Bewusstsein beim Lesen des Psalms 102. Ein Mensch, am Ende seiner Kraft und Weisheit fleht zu Gott. Und genau als solches Bitt- und Flehgebet ist der Psalm auch gemeint. Leiden und sich verlassen fühlen sind genauso Bestandteil unseres Glaubens, wie die Hoffnung, Freude, Liebe. Jesus macht uns in seinen Lehren darauf aufmerksam, dass es sich bei unserer Nachfolgerschaft um keine romantische Schön-Wetter-Religion handelt, wenn er sagt „Wer mir folgen will, der nehme sein Kreuz täglich auf sich und folge mir nach“ (Lk 9,23) und etwas später „Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen“ (Joh 15,20)

Psalm 101 (17. Oktober)

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“ (Amtseid des Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland)

Einen solchen Eid leistet der junge König David in Psalm 101 vor Gott. Er schwört Gott, auf seine Wege und Taten zu achten, ebenso darauf, wie sich die ihm Untergebenen in dieser Beziehung halten und verhalten und kein Ungehorsam gegen den Bund mit Gott zu dulden, sowohl in seinem Herzen, wie auch im Herzen des Volkes.

Psalm 100 (16. Oktober)

„Ein Psalm. Zum Dankopfer. Jauchzt dem HERRN, alle Lande! / Dient dem HERRN mit Freude! Kommt vor sein Angesicht mit Jubel! Erkennt: Der HERR allein ist Gott. / Er hat uns gemacht, wir sind sein Eigentum, sein Volk und die Herde seiner Weide. Kommt mit Dank durch seine Tore, / mit Lobgesang in seine Höfe! Dankt ihm, preist seinen Namen! Denn der HERR ist gut, / ewig währt seine Huld und von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.“ (Psalm 100)

Der Hundertste, von der Bibelredaktion jener Zeit sicher ganz bewusst für diese Stelle ausgewählt.

Psalm 99 (15. Oktober)

„Die Macht eines Königs ist das Recht, das er liebt.“ (Ps 99, 4)

Das Wesen unseres Gottes erkennen wir in der Art seines Gesetzes.

Psalm 98 (14. Oktober)

In diesem Lied steht der Lobpreis an sich im Zentrum.

Psalm 97 (13. Oktober)

Auf den ersten Blick ein weiteres Loblied, doch auf den zweiten das Lied vom Gericht.

Psalm 96 (12. Oktober)

Ein weiteres Loblied auf den Herrn, doch mit einer etwas anderen Ausrichtung. Es erzählt davon, was sich im Menschen verändert, der Gott angenommen hat.