Mansio Christi

Lightkeeper (Band 4)

Psalm 121 (28. November)

„Meine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat!“ (Ps 121, 2)

Psalm 120 beklagt den Zustand der Welt und legt dabei die Hoffnung auf Gott. In Psalm 121 besingt der Psalmist die von Gott beständig kommende Hilfe.

Psalm 120 (27. November)

„Ich rief zum HERRN in meiner Not, und er erhörte mich.“ (Ps 120, 1)

Nein, gläubige Menschen malen sich die Welt nicht rosarot; der Psalm 120 ist beredtes Zeichen dafür.

Es wird ein düsteres Bild von der Welt beschrieben. Die Welt ist für alle Menschen ein Ort der Lüge, des Hasses und des Krieges. Die Menschen beten um Frieden, während sie ihre Waffen scharf machen. Die Kinder Gottes sind Fremdlinge in dieser Welt.

Psalm 119 (16. – 26. November)

Über 176 Verse schreibt der Psalmist einen Psalm eingeteilt in Strophen, die das ganze hebräische Alphabet umfassen. Der ganze Bogen einer Sprache steht für den ganzen Bogen eines Lebens mit Gott.

Psalm 118 (14. + 15. November)

„Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“ (Joh 10,9)

Dies sagte Jesus seinen Jüngern unmittelbar vor dem Fest der Tempelweihe. Der Psalm 118 ist ein Danklied zur Tempelweihe und wir finden dort den Ruf

Psalm 117 (13. November)

„Lobt den HERRN, alle Heiden! Preist ihn, alle Völker! Denn seine Gnade ist mächtig über uns, und die Treue des HERRN währt ewig. Hallelujah!“ (Psalm 117)

Ein üblicher Lobpreis und dazu noch ein handlich kurzer? Ganz sicher nicht! Zu einer Zeit, als der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs noch eine sehr private Angelegenheit der Israeliten war, geht dieser Aufruf, Gott zu loben an die Heiden, an alle Völker der Welt. Damit bezieht sich auch der zweite Vers nicht auf Israel, sondern auf alle Menschen.

Psalm 116 (11. + 12. November)

„Ich liebe den HERRN, denn er hat erhört meine Stimme und mein Flehen“ (Ps 116, 1)

Mal ehrlich, die meisten Menschen, die sich heute Christen nennen, sind Mitläufer. Sie wurden als Säugling getauft, mehr oder weniger christlich erzogen und sozialisiert und haben natürlich all die christlichen Feste im Jahreskreis quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Nun, wenn diese Menschen trotz aller Unwuchten des Lebens, aller scheinbaren Unstimmigkeiten zwischen dem, was sie täglich sehen und dem, was sie sonntags über diesen Gott zu hören bekommen, trotzdem sagen: „Ja, natürlich gibt es Gott. Ich glaube an ihn!“ – Dann sind das auch Gläubige und Gott liebt sie, wie er jedes seiner Kinder liebt.

Psalm 115 (9. + 10. November)

„Nicht uns, o HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre“ (Ps 115, 1)

Psalm 115 ist ein Segenswunsch und -spruch für die Gläubigen. Doch da das Volk Israel von Heiden umzingelt war und sogar zu jeder Zeit auch Heiden im Land lebten – mal, weil die Israeliten den Willen ihres Gottes nicht konsequent umsetzten, mal, weil ihr Land aufgrund ihrer Untreue zu ihrem Gott wieder unter eine Besatzungsmacht geriet – und daher natürlich mitbekamen, dass deren Prieser der anderen Religionen auch schöne, mächtig klingende Segenssprüche zum Besten geben konnten, steht diesem Segen noch eine Erklärung vor, was diesen Segen von den anderen unterscheidet.

Psalm 111 – 114 (6. – 8. November)

„Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt.“ (Joh 4, 14)

Natürlich lobten die Psalmisten in den Psalmen 111 – 114 ihren Gott, wir hatten es ja schon davon: Nicht nur im Empfang einer Gabe, sondern auch in deren dankbaren Entgegennahme, also dem Teilen der Freude über deren Empfang mit dem Geber, steckt eine Kraft, vermutlich die Wesentliche, die es vermag, das Band zwischen Schöpfer und Geschöpf zu erhalten und zu stärken.

Psalm 110 (5. November)

„Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße! Der HERR wird das Zepter deiner Macht ausstrecken von Zion: Herrsche inmitten deiner Feinde!“ (Ps 110, 1-2)

Anders als Psalm 109 ist dieser eindeutig prophetisch. David, selbst König über Israel spricht hier von zwei Herren über ihm!

„Der HERR [Gott] sprach zu meinem Herrn [Christus]“

Psalm 109 (3. + 4. November)

Als David den Psalm 109 niederschrieb befand er sich in großer Bedrängnis. Er dürfte in dieser Zeit auf der Flucht vor seinem Sohn Absalom gewesen sein, der für kurze Zeit die Königsherrschaft über Israel erlangte, ehe er seinem eigenen Jähzorn zum Opfer fiel.