Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. (Joh 14,23)

Lightkeeper (Band 1)

„Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende!“ (Lk 10, 2)

Wieder sendet Jesus Jünger aus, die Frohe Botschaft zu verkünden und die Menschen zu heilen – dieses Mal siebzig. Wie schon seine zwölf Apostel davor, sollen sie ziehen nur mit dem, was sie am Leib tragen, allerdings schickt er sie ausdrücklich in die Städte, die er selbst noch auf seinem Weg nach Jerusalem besuchen möchte. Wenn sie in einen neuen Ort kommen, sollen sie dort in einem Haus wohnen, nicht von Haus zu Haus ziehen. Sie sollen/dürfen alles essen und trinken, was man ihnen gibt. Jesus macht ihnen klar, dass sie dies nicht als Almosen verstehen sollen, es ist der Lohn für ihre Verkündigung.

Jesus wird zunehmend ernst. Es zieht ihn auf seine letzte Reise, hinauf nach Jerusalem. Als er in Samaria Halt machen möchte, nehmen die ihn aber nicht auf, als sie hören, dass er auf dem Weg nach Jerusalem ist. Samariter und Juden waren sich nicht ganz grün.

Die Jünger sind außer sich und wollen die Rache Gottes für die Samariter heraufbeschwören, doch Jesus hält sie zurück. Nicht-Juden wurde noch nicht das Evangelium verkündet – nur wenn sie die angebotene Rettung nicht annehmen, werden sie verloren sein.

Jesus ist noch auf dem Rückweg, da kommt ein Vater mit seinem von einem Dämonen besessenen Sohn zur Menschenmasse am Fuß des Berges. Er erhofft sich Heilung des Jungen durch den Meister; der ist aber noch auf dem Berg. Aber nicht weiter schlimm, denn die Apostel sind ja inzwischen von Jesus persönlich zur Verkündigung und zur Heilung berufen worden. Doch es klappt nicht.

„Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“ (Lk 9, 23)

Dieser Abschnitt behandelt die Frage: Wer ist Jesus?

Die Wunder und das Predigen mit Vollmacht hatten sich inzwischen im ganzen Land herumgesprochen und die Leute diskutierten darüber, wer dieser Nazarener denn sei. Im Angebot waren natürlich Wiedergeburten aller großen Propheten der Vergangenheit, insbesondere Elia, der – so berichtet die Bibel – nicht starb, sondern von Gott direkt in den Himmel entrückt wurde. Das war davor nur Henoch aus der direkten Linie Adams vergönnt gewesen. Als Jesus seine Jungs fragt, für wen sie ihn halten, drängelt sich Petrus vor und antwortet: Du bist der Christus Gottes! Jesus fordert sie auf darüber zu schweigen (was einer Bestätigung der Aussage von Petrus gleichkommt) und erklärt ihnen, dass er zuerst sterben und auferstehen müsse, ehe sie das der Welt verkünden dürfen.

Nachdem die Apostel nach ihrer Rückkehr Jesus alle ihre Erlebnisse berichtet haben, entschließt er sich zu einer betriebsinternen Fortbildung in der Pampa. Doch inzwischen ist die Gruppe so berühmt, dass es nicht lange dauert, bis die Massen auch dorthin kommen und es mit der Stille vorbei ist.

Jesus sendet seine Apostel das erste Mal aus, die Frohe Botschaft zu verkündigen und die Menschen zu heilen, wo Heilung nötig ist. Gibt er ihnen leihweise seine Wunderkraft mit? Nein, Jesus selbst sagte zu den Menschen immer wieder: Dein Glaube hat dich geheilt, gehe hin und sündige nicht mehr. Es ist der Glaube an Gott, der Glaube an die Frohe Botschaft unserer Versöhnung mit Gott und der dadurch wirksam gewordenen Gnade, die uns rettet und heilt.

Jesus kommt zurück nach Galiläa wo er von der Menge bereits sehnsüchtig erwartet wird. Jarius, der Oberste der Synagoge kommt zu ihm und fleht ihn weinend an seine Tochter zu heilen, die im Sterben liegt. Jesus sagt zu und macht sich gleich auf den Weg zu seinem Haus – was sich ob der Menschmenge um ihn herum schwierig gestaltet. Plötzlich bleibt er stehen. Jemand habe ihn angefasst um Heilung zu erfahren, stellt er fest und fragt wer das war. Schließlich meldet sich zitternd vor Angst eine Frau und erklärt ihm, dass er ihre letzte Hoffnung für Heilung gewesen sei, nachdem ihr die Ärzte nicht helfen konnten. Allein die Berührung seines Gewandes hätte sie nun geheilt. Jesus ist nicht verärgert! Er bestätigt ihr, dass ihr Glaube sie geheilt hat.

Das ist erstaunlich, erstaunlich und lehrreich zugleich!

„Was habe ich mit dir zu tun, Jesus, du Sohn Gottes, des Höchsten? Ich bitte dich, quäle mich nicht!“ (Lk 8, 28)

Am anderen Ufer des Sees begegnet ihnen ein Mann, der seit Langem von Dämonen besessen ist. Die Dämonen erkennen Jesus, sprechen ihn direkt als Sohn Gottes an und bitten um Gnade. Jesus lässt sich scheinbar auf einen Kompromiss ein und erlaubt ihnen stattdessen in eine nahe Schweineherde zu fahren, die sich daraufhin mit den Dämonen in den See stürzt. Als die Einwohner davon erfahren, fordern sie Jesus auf, ihr Gebiet zu verlassen. Nur der Geheilte möchte mich Jesus ziehen. Doch Jesus bittet ihn hier zu bleiben und allen von dem Wunder zu erzählen.

Das ist keine der üblichen Heilungsgeschichten.

„Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind die, welche das Wort Gottes hören und es tun!“ (Lk 8,21)

Wir stellen uns die Situation vor: Jesus hat eben der Menge das Gleichnis vom Sämann erzählt. Danach erklärt er seinen Jüngern die Bedeutung und gibt ihnen ein weiteres Gleichnis über die Wichtigkeit und spätere Bedeutung des ersten. Dies alles geschieht unmittelbar nacheinander, d.h. die große Menschenmenge ist immer noch dicht um Jesus geschart.

„Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ (LK 8,8)

Jesus zieht durch Israel – alles Volk soll hören, das Gott sein Erlösungswerk hier und jetzt begonnen hat.

Lukas berichtet, dass nicht nur die zwölf Apostel mit ihm unterwegs sind, sondern auch zahlreiche Frauen. Das ist ein wesentlicher Unterschied zwischen den Propheten des Alten Testaments und dem Messias! Und leider ist es auch ein wesentlicher Unterschied zwischen Jesus und so manchem heutigen Kirchenführer …

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Der Evangelist Lukas war Arzt, also Wissenschaftler. Daher ging er auch wissenschaftlich an die Sache ran, als er vom Heiligen Geist den Auftrag erhielt, ein Evangelium zu schreiben: Er sammelte Berichte von Augenzeugen, verglich sie mit den alten Prophezeiungen und brachte die Geschichten und Berichte so in einen sinnvollen Zusammenhang.  Es ist klar, dass er nicht objektiv war – wenn du glaubst, glaubst du und siehst die Dinge anders, als jemand der nicht glaubt, siehst die Zusammenhänge, wo andere nur Träumereien und Zufälle sehen. Aber seine Version des Evangeliums ist sicherlich die am sorgfältigsten recherchierte. Darüber hinaus ist Lukas auch Verfasser der Apostelgeschichte. Das Lukas-Evangelium und die Apostelgeschichte sind damit als journalistische Bearbeitung der sich in jener Zeit ausbreitenden Verkündigung zu verstehen und in der Tat, waren beide Werke eher an die hellenistische Welt, also die Heiden gerichtet. Lukas schrieb beide Werke an seinen Freund Theophilus, einen römischen Christen. Damit sind wir schon fast mitten im ersten Kapitel.

Die Juden waren um 580 vor Christus wieder mal von ihrem Gott abgefallen und opferten den Götzen der Heiden, ihre Könige waren nur noch eitle und machtgierige Herrscher. Das hat sich dann Gott irgendwann nicht mehr länger mit angesehen und seine segnende Hand von ihnen zurück gezogen, so dass Jerusalem von den Babyloniern erobert und zerstört werden konnte. Grob überschlagen ist das nun also 2500 Jahre her und doch brandaktuell. Wenn ich mich nur an die letzten zwei, drei Nachrichten in Radio und TV erinnere, kommen mir mindestens vier bis fünf Namen solcher machtgeiler Herrscher in den Sinn. Und der Götze dem wir heute opfern heißt Mammon. So viel hat sich also gar nicht geändert in diesen 2500 Jahren; mein Gott war sehr geduldig bisher ...

Grund für diesen Brief an die Galater war für Paulus die Nachricht, dass Prediger in Galatien aufgetaucht waren, die jüdische und christliche Lehre vermischten. Diese behaupteten, Gläubige müssten zuerst Juden werden und die Gesetze des Alten Testamentes achten, ehe sie Christen werden könnten. Man müsse also Jude sein und nach den Gesetzen leben, um in den Genuss der Gnade aus Glauben an Jesus Christus kommen zu können.

Der Brief an die Epheser wurde während der ersten Gefangenschaft des Apostel Paulus in Rom geschrieben. Paulus kam auf seiner zweiten und seiner dritten Missionsreise nach Ephesus, bei der dritten blieb er sogar drei Jahre da. Der Epheserbrief verdeutlicht, dass Gott schon vor der Grundlegung der Welt unvorstellbar segensreiche Pläne mit den Gläubigen hatte. Er tat dies aber nicht aus Mitleid für den schwachen Menschen, er verfolgte diese Pläne, weil dies sein Wille war.

Der Lightkeeper informiert über die Hintergründe zu diesem Brief, die in der Apostelgeschichte Kapitel 16 zu finden ist. Paulus hatte in Philippi eine Wahrsagerin geheilt und war dafür – wieder mal – im Gefängnis gelandet. Aber Gott intervenierte; ein Erdbeben zerstörte das Gefängnis und trieb dessen Direktor beinahe in den Selbstmord. Doch zu seinem eigenen Glück, nahm er stattdessen Paulus und seinen Begleiter Silas in sein Haus und Paulus tat, wofür ihn der Herr gesandt hatte: Er verkündete das Evangelium und so wurde die ganze Familie des Mannes errettet. Im Anschluss entstand in Philippi die erste christliche Gemeinde in Europa.

Der Brief an Philipper enthält keine besonderen göttlichen Offenbarungen, er beschreibt mehr, wie der Glaube im täglichen Leben eines Christen praktisch umgesetzt werden kann. Er wird daher oft auch „Brief der Erfahrung“ genannt.

Im heutigen Leben eines Christen kann dieser Brief von unschätzbarem Wert sein. Menschen sind auch heute – wie alle Zeit – auf der Suche nach einem Sinn im Leben, doch die Welt bietet ihnen heute hauptsächlich Zerstreuung und Unterhaltung an. Solche Scheinwelten zerbrechen dann früher oder später an der Realität und der Mensch bleibt, auf sich selbst zurückgefallen, orientierungslos zurück. Das ist nicht das Leben, das Gott für dich vorgesehen hat! Hier kann der Philipperbrief praktische Hinweise geben, wie der Glaube an Jesus Christus, im Alltag Orientierung und Sinn gibt.

Paulus hatte die Kolosser nicht persönlich kennengelernt, als der den Brief verfasste. Die Gemeinde von Kolossa war von Epaphras, einem Mitarbeiter von Paulus, gegründet worden. Trotzdem schrieb Paulus nun persönlich an die Versammung von Kolossa, da sich dort eine Menge Irrlehren aus Rom und Griechenland mit dem christlichen Glauben zu vermischen begangen. Wenn aber nicht mehr Christus allein im Zentrum des Glaubens steht und seine Aussagen mit weltlichen Weisheiten vermischt werden, dann sind Christen verloren. So bedarf es einer dringenden Erklärung des Chefmissionars.

Das Buch Esra zeigt anschaulich, was ein „allmächtiger Gott“ ist: Wenn du dich ihm unterordnest und an ihn glaubst, dann führt er dich. Wenn du nicht an ihn glaubst, dann schiebt und zieht er dich, wie es ihm gefällt. Letzten Endes nutzt er aber alle Dinge die geschehen so, dass sie seine Schöpfung näher ans Ziel bringen. Du kannst den Geist Gottes ignorieren aber du kannst dich ihm nicht entziehen!

Nehemia, ein in Persien geborener Jude, ist Mundschenk im Hause Artasasta. Eines Tages erhält er Besuch aus der alten Heimat und erfährt, dass es dort nicht wirklich gut läuft. Die Mauern Jerusalems sind eingestürzt und auch den dort lebenden Juden geht es schlecht.

Die Ereignisse des Buches Esther fallen in die Regierungszeit des Königs Ahasveros (Xerxes I.), 485-464 v. Chr. Sein Vorgänger hatte die Juden aus der persischen Gefangenschaft entlassen und ihnen den Wiederaufbau ihres Tempels in Jerusalem erlaubt. In diesem Buch stehen nun die Erlebnisse von Esther und Mordokai im MIttelpunkt.

Der Prophet Haggai gehört zusammen mit den Propheten Sacharja und Maleachi zu den letzten Propheten des Alten Testaments. Die Worte dieser drei Propheten richten sich an die aus persischer Gefangenschaft nach Juda zurückgekehrten Juden, die zunächst mit viel Eifer und Gottes Unterstützung an an diesem Projekt arbeiteten, dann aber genauso drastisch in alte Gewohnheiten zurückfielen und sich von ihrem Gott abwandten.

Der Name Sacharja bedeutet "Der Herr gedenkt", womit auch im Wesentlichen beschrieben die Art des Dienstes dieses Propheten beschrieben ist. Während Haggai das Volk beim Tempelbau anspornte, richtete Haggai den Blick auf die nationale Wiederherstellung des Volkes unter der Führung ihres Messias.

Der Prophet Maleachi, der letzte des Alten Testamentes, war so um das Jahr 430 vor Christus aktiv – da zumindest wurde dieses Buch verfasst. Der Name Maleachi „Bote des Herrn“ und genau das ist auch der Inhalt seines Buches. Gott rechnet ab, mit seinem wieder einmal untreu gewordenen Volk. Allerdings wäre es nicht Gott, wenn er nicht wieder auf die in der Zukunft liegende Verheißung aufmerksam machen würde. Gott lässt die von ihm erwählten niemals hängen, es ist ihm wichtig, dass die Gläubigen dies nie vergessen! Aber er lässt sie von Zeit zu Zeit von den Früchten ihres Ungehorsams essen.

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