Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2,14)

Lightkeeper (Band 1)

Ein offizielles Bild von Gott, unserem Vater und das aus berufenem Mund, nämlich von Jesus persönlich!

Wer ist Gott, der Vater? Was müssen wir uns vorstellen? Jesus erklärt es am undankbaren und ungeduldigen Sohn, der ein bisschen wie wir alle ist. Das ist ihm alles zu spießig, er will frei und selbstbestimmt sein. Also sagt er zu seinem Vater: „Vater, gib mir jetzt schon mein Erbe.“ – Der Vater tut es ohne zu zögern und schon ist der Sohn weg, zieht durch die Welt mit Wein, Weib und Gesang, bis das Vermögen verbraucht ist. Nun geht ihm nicht mehr so gut, alle „Freunde“ haben sich mit dem Geld verflüchtigt und er hält sich mit Mühe als Schweinehirte über Wasser.

In Lukas 15 lernen wir die drei Wesen des einen Gottes kennen.

Jesus hockt mal wieder mit Sündern zusammen, die seinen Worten eifrig lauschen – und die gerne mit diesem Lehrer mit Vollmacht zusammen sind. Irgendwie bemerken sie den Ruf Gottes stärker als die Frommen ihrer Zeit. Vielleicht weil sie in ihrem eigenen Wesen und ihrer Lebensweise verunsichert sind und deshalb etwas genauer hinhören?

In diesem Abschnitt erklärt Jesus der riesigen Menge, die hinter ihm herläuft, dass viele von seinen Fans niemals seine Jünger sein werden, weil sie zu dem von ihm angebotenen Wandel gar nicht bereit sind.

Ein Jünger Jesu lässt sein ganzes altes Leben zurück! Alles, das ihm in dieser Welt einmal wichtig war, wird nichtig. Jesus spricht davon, dass der Jünger alles Weltliche um ihn herum, ja sogar an sich selbst hasst.

Das muss erklärt werden, denn heißt es nicht auch „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“?

Bei einer weiteren Einladung Jesu von einem Pharisäer an einem Sabbat macht er den Anwesenden noch einmal ihre falsche Haltung gegenüber dem Sabbat-Gebot deutlich, als er einen Kranken heilt.

Dann beobachtet er aber eine weitere durch Stolz verursachte falsche Herzenshaltung bei den Gästen. Ausnahmsweise erklärt er nicht durch ein Gleichnis, sondern durch eine unmittelbar verständliche Lebensregel, wie das funktioniert: diese Demut, die sich im Alltag durch Bescheidenheit ausdrückt. An anderer Stelle sagt er: Wer sich selbst erhöht wird erniedrigt werden und wer sich erniedrigt wird erhöht werden. Hier erklärt er das am Beispiel des Gerangels um die besten Plätze. Dem Gastgeber erteilt Jesus, mit Blick auf die geladenen Gäste, auch gleich noch eine Lektion über das richtige Einladen.

Auf seiner weiteren Prediger-Reise in Richtung Jerusalem fragt ihn einer der Zuhörer, ob denn viele oder wenige gerettet werden. Bei der Zahl ist er nicht eindeutig, wie wir noch sehen werden, eindeutig ist er aber im Schwierigkeitsgrad und in der Eindeutigkeit: Es ist eine enge Tür, die ins Reich Gottes führt. Und wer am Tag des Gerichts noch nicht durch diese Tür gegangen ist, der wird auch nicht mehr hineinkommen.

Am Sabbat steht er dann wieder in der Synagoge des Ortes und lehrt die Tora, das heißt vermutlich, er verbindet die alten Prophezeiungen mit dem was augenblicklich durch ihn geschieht. Da kommt eine von jahrelanger Krankheit gebeugte Frau in die Synagoge. Jesus ruft sie zu sich und heilt sie.

Der Synagogenvorsteher ist entsetzt! Seiner Meinung nach verbietet das Gesetz jegliche Arbeit, ja im Grunde jegliche Aktivität am Sabbat. Wir hatten es ja schon davon: Es gab einen riesigen Katalog, in dem bis ins Millionstel aufgedröselt war, was alles Arbeit und damit am Sabbat verboten war. Seltsamerweise spricht er seine Empörung aber nicht gegen Jesus, sondern gegen das Volk. Sie sollen sich nur an den anderen sechs Tagen heilen lassen.

Jesus ist noch nicht fertig mit seiner Lektion. Als die Anwesenden sich beschweren, dass Pilatus zwischen ihnen und einigen Galiläern keinen Unterschied macht, sie ihm damit zu verstehen geben, dass sie sich für etwas Besseres halten, stutzt er sie in harten Worten zurecht. Alle Menschen seien gleichermaßen Sünder vor Gott und alle Menschen seien daher gleichermaßen zur Buße aufgerufen. Ohne Umkehr zu Gott erwarte alle dasselbe Gericht.

„Ich bin gekommen, ein Feuer auf die Erde zu bringen, und wie wünschte ich, es wäre schon entzündet!“ (Lk 12, 49)

Das musste dann auch mal in aller Deutlichkeit gesagt werden und Jesus tut es hier. Ja, natürlich, Jesus schenkt seinen Leuten den Frieden mit seinem / mit unserem himmlischen Vater; Jesus macht seine Leute frei von dem Druck, sich irgendetwas verdienen zu müssen. Hast du die Einschränkung in dieser großartigen Zusage entdeckt? Seine Leute! Es gibt auch andere. Wenn dir irgendjemand irgendwann einmal erzählt haben sollte, durch Jesus würden alle Menschen irgendwie gerettet werden und ins Reich Gottes eingehen, so hat er die Wahrheit nicht verstanden.

Was hat Jesus hier mit dieser Hochzeit? Warum sollte es so schwer sein, auf die Rückkehr des Herrn zu warten? Im jüdischen Brauch konnte die Hochzeitsfeier damals bis zu sieben Tage dauern, je nach Geldbeutel des Bräutigams. Damit ist geklärt, warum ein Knecht oder Haushalter nie so genau wissen konnte, wann sein Herr zurückkommt – jeder Zeitpunkt innerhalb der gesamten Hochzeitsfeier, deren Gesamtdauer der Knecht ja auch nicht kannte, wäre möglich gewesen.

Nachdem er seinen Jüngern im letzten Abschnitt die richtige Lebenshaltung erklärt hat, vergleicht er sie mit eben jenem Knecht. Ein schwieriges Unterfangen; sie haben immer noch nicht so richtig begriffen, dass Jesus bald gehen wird und auf welch schreckliche Weise, aber hier erklärt er ihnen bereits, dass sie die ganze Zeit auf seine Rückkehr gefasst sein müssen, denn er wird plötzlich und unerwartet wieder erscheinen, ja genau dann, wenn man ihn nicht erwartet – wie ein Dieb.

Wenn es einen Gott gibt, warum lässt er dann all dieses Unrecht zu? Einer der Zuhörer Jesu möchte die Gelegenheit beim Schopfe packen und fordert Jesus auf, dafür zu sorgen, dass sein Bruder ihm endlich das Erbteil auszahlt. Jesus fragt ihn durch die Blume, ob er noch ganz sauber ist.

Ist sich Gott zu fein, sich um solche irdischen Angelegenheiten zu kümmern? Ist es vielleicht der in Mythen beschriebene ferne Gott, der einmal alles geschaffen hat und jetzt amüsiert aus der Ferne zusieht oder ist da vielleicht überhaupt kein Gott? Das werden sich so manche der Anwesenden gefragt haben, als Jesus jegliche Verantwortung für die (verständliche) Sorge des Menschen ablehnte.

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Der Evangelist Lukas war Arzt, also Wissenschaftler. Daher ging er auch wissenschaftlich an die Sache ran, als er vom Heiligen Geist den Auftrag erhielt, ein Evangelium zu schreiben: Er sammelte Berichte von Augenzeugen, verglich sie mit den alten Prophezeiungen und brachte die Geschichten und Berichte so in einen sinnvollen Zusammenhang.  Es ist klar, dass er nicht objektiv war – wenn du glaubst, glaubst du und siehst die Dinge anders, als jemand der nicht glaubt, siehst die Zusammenhänge, wo andere nur Träumereien und Zufälle sehen. Aber seine Version des Evangeliums ist sicherlich die am sorgfältigsten recherchierte. Darüber hinaus ist Lukas auch Verfasser der Apostelgeschichte. Das Lukas-Evangelium und die Apostelgeschichte sind damit als journalistische Bearbeitung der sich in jener Zeit ausbreitenden Verkündigung zu verstehen und in der Tat, waren beide Werke eher an die hellenistische Welt, also die Heiden gerichtet. Lukas schrieb beide Werke an seinen Freund Theophilus, einen römischen Christen. Damit sind wir schon fast mitten im ersten Kapitel.

Die Juden waren um 580 vor Christus wieder mal von ihrem Gott abgefallen und opferten den Götzen der Heiden, ihre Könige waren nur noch eitle und machtgierige Herrscher. Das hat sich dann Gott irgendwann nicht mehr länger mit angesehen und seine segnende Hand von ihnen zurück gezogen, so dass Jerusalem von den Babyloniern erobert und zerstört werden konnte. Grob überschlagen ist das nun also 2500 Jahre her und doch brandaktuell. Wenn ich mich nur an die letzten zwei, drei Nachrichten in Radio und TV erinnere, kommen mir mindestens vier bis fünf Namen solcher machtgeiler Herrscher in den Sinn. Und der Götze dem wir heute opfern heißt Mammon. So viel hat sich also gar nicht geändert in diesen 2500 Jahren; mein Gott war sehr geduldig bisher ...

Grund für diesen Brief an die Galater war für Paulus die Nachricht, dass Prediger in Galatien aufgetaucht waren, die jüdische und christliche Lehre vermischten. Diese behaupteten, Gläubige müssten zuerst Juden werden und die Gesetze des Alten Testamentes achten, ehe sie Christen werden könnten. Man müsse also Jude sein und nach den Gesetzen leben, um in den Genuss der Gnade aus Glauben an Jesus Christus kommen zu können.

Der Brief an die Epheser wurde während der ersten Gefangenschaft des Apostel Paulus in Rom geschrieben. Paulus kam auf seiner zweiten und seiner dritten Missionsreise nach Ephesus, bei der dritten blieb er sogar drei Jahre da. Der Epheserbrief verdeutlicht, dass Gott schon vor der Grundlegung der Welt unvorstellbar segensreiche Pläne mit den Gläubigen hatte. Er tat dies aber nicht aus Mitleid für den schwachen Menschen, er verfolgte diese Pläne, weil dies sein Wille war.

Der Lightkeeper informiert über die Hintergründe zu diesem Brief, die in der Apostelgeschichte Kapitel 16 zu finden ist. Paulus hatte in Philippi eine Wahrsagerin geheilt und war dafür – wieder mal – im Gefängnis gelandet. Aber Gott intervenierte; ein Erdbeben zerstörte das Gefängnis und trieb dessen Direktor beinahe in den Selbstmord. Doch zu seinem eigenen Glück, nahm er stattdessen Paulus und seinen Begleiter Silas in sein Haus und Paulus tat, wofür ihn der Herr gesandt hatte: Er verkündete das Evangelium und so wurde die ganze Familie des Mannes errettet. Im Anschluss entstand in Philippi die erste christliche Gemeinde in Europa.

Der Brief an Philipper enthält keine besonderen göttlichen Offenbarungen, er beschreibt mehr, wie der Glaube im täglichen Leben eines Christen praktisch umgesetzt werden kann. Er wird daher oft auch „Brief der Erfahrung“ genannt.

Im heutigen Leben eines Christen kann dieser Brief von unschätzbarem Wert sein. Menschen sind auch heute – wie alle Zeit – auf der Suche nach einem Sinn im Leben, doch die Welt bietet ihnen heute hauptsächlich Zerstreuung und Unterhaltung an. Solche Scheinwelten zerbrechen dann früher oder später an der Realität und der Mensch bleibt, auf sich selbst zurückgefallen, orientierungslos zurück. Das ist nicht das Leben, das Gott für dich vorgesehen hat! Hier kann der Philipperbrief praktische Hinweise geben, wie der Glaube an Jesus Christus, im Alltag Orientierung und Sinn gibt.

Paulus hatte die Kolosser nicht persönlich kennengelernt, als der den Brief verfasste. Die Gemeinde von Kolossa war von Epaphras, einem Mitarbeiter von Paulus, gegründet worden. Trotzdem schrieb Paulus nun persönlich an die Versammung von Kolossa, da sich dort eine Menge Irrlehren aus Rom und Griechenland mit dem christlichen Glauben zu vermischen begangen. Wenn aber nicht mehr Christus allein im Zentrum des Glaubens steht und seine Aussagen mit weltlichen Weisheiten vermischt werden, dann sind Christen verloren. So bedarf es einer dringenden Erklärung des Chefmissionars.

Das Buch Esra zeigt anschaulich, was ein „allmächtiger Gott“ ist: Wenn du dich ihm unterordnest und an ihn glaubst, dann führt er dich. Wenn du nicht an ihn glaubst, dann schiebt und zieht er dich, wie es ihm gefällt. Letzten Endes nutzt er aber alle Dinge die geschehen so, dass sie seine Schöpfung näher ans Ziel bringen. Du kannst den Geist Gottes ignorieren aber du kannst dich ihm nicht entziehen!

Nehemia, ein in Persien geborener Jude, ist Mundschenk im Hause Artasasta. Eines Tages erhält er Besuch aus der alten Heimat und erfährt, dass es dort nicht wirklich gut läuft. Die Mauern Jerusalems sind eingestürzt und auch den dort lebenden Juden geht es schlecht.

Die Ereignisse des Buches Esther fallen in die Regierungszeit des Königs Ahasveros (Xerxes I.), 485-464 v. Chr. Sein Vorgänger hatte die Juden aus der persischen Gefangenschaft entlassen und ihnen den Wiederaufbau ihres Tempels in Jerusalem erlaubt. In diesem Buch stehen nun die Erlebnisse von Esther und Mordokai im MIttelpunkt.

Der Prophet Haggai gehört zusammen mit den Propheten Sacharja und Maleachi zu den letzten Propheten des Alten Testaments. Die Worte dieser drei Propheten richten sich an die aus persischer Gefangenschaft nach Juda zurückgekehrten Juden, die zunächst mit viel Eifer und Gottes Unterstützung an an diesem Projekt arbeiteten, dann aber genauso drastisch in alte Gewohnheiten zurückfielen und sich von ihrem Gott abwandten.

Der Name Sacharja bedeutet "Der Herr gedenkt", womit auch im Wesentlichen beschrieben die Art des Dienstes dieses Propheten beschrieben ist. Während Haggai das Volk beim Tempelbau anspornte, richtete Haggai den Blick auf die nationale Wiederherstellung des Volkes unter der Führung ihres Messias.

Der Prophet Maleachi, der letzte des Alten Testamentes, war so um das Jahr 430 vor Christus aktiv – da zumindest wurde dieses Buch verfasst. Der Name Maleachi „Bote des Herrn“ und genau das ist auch der Inhalt seines Buches. Gott rechnet ab, mit seinem wieder einmal untreu gewordenen Volk. Allerdings wäre es nicht Gott, wenn er nicht wieder auf die in der Zukunft liegende Verheißung aufmerksam machen würde. Gott lässt die von ihm erwählten niemals hängen, es ist ihm wichtig, dass die Gläubigen dies nie vergessen! Aber er lässt sie von Zeit zu Zeit von den Früchten ihres Ungehorsams essen.

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