Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. (Joh 14,23)

Galater

„Denn drei sind es, die Zeugnis ablegen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins.“ (1 Joh 5,7)

Im letzten Abschnitt des Briefes vor den Grüßen ermahnt Paulus die Galater, sich nicht als Richter aufzuspielen sondern Menschen, die in ihrer Nachfolge Jesu versagt, also gesündigt haben mit Sanftmut wieder auf den rechten Weg zurück zu führen. Auch wenn er das nicht explizit erwähnt, setzt eine solche Vorgehensweise natürlich Vertrauen und Mut der „schwarzen Schäflein“ voraus. Eine Beichte in diesem Kontext ist daher niemals als reines Schuldbekenntnis mit anschließender Ableistung einer Bußübung zu sehen, es ist immer auch ein Ruf nach Hilfe. Hier liegt bis heute auf beiden Seiten einiges im Argen, vor allem, weil ja jeder von uns auf beiden Seiten des Platzes spielt ... 

„Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe.So lasst uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts!“ (Röm 13,12)

Wie es scheint, hatten jene Irrlehrer behauptet, Paulus selbst würde die Beschneidung predigen. Dies weist er hier scharf zurück. Wenn er das täte, würden sie ihn ja nicht mehr verfolgen! Natürlich gab es innerhalb der neu entstehenden christlichen Gemeinden auch Unterschiede zwischen Judenchristen und Heidenchristen. Ein bekehrter Jude, hört ja nicht auf Jude zu sein, nur weil er sich taufen lässt und an den ihm verhießenen Jesus Christus glaubt – er nimmt nur das Geschenk an, das allen Menschen angeboten wird. Heiden allerdings müssen nicht erst Juden werden um in Christus gerettet zu sein; der Herr war da gegenüber Petrus und Paulus sehr deutlich.

„Meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke“ (Eph 6,10)

Es erscheint mir irgendwie angemessen, jetzt erst mal eine Kompakterklärung über das Gesetz der Juden zu geben. Gott ging mit Abraham einen Bund ein; durch Moses gab er den Juden sein Gesetz.

Galater 4 räumt auf mit christlichen Ritualen, lange bevor es diese gab. Das Christentum als solches zeigt Strukturen einer Religion obwohl der Glaube an Jesus Christus keine Religion ist. Ist das Christentum daher eine Irrlehre?

Paulus ist Hochform! Er weiß, dass sich die Galater ein Gesetz wünschen, Rituale, die sie sichtbar abarbeiten können. Ein Gott, der seine Liebe, seine Gnade schenkt entspricht nicht ihrer Jahrhunderte alten religiösen Tradition.

„Und doch vermag kein Bruder den anderen zu erlösen; er kann Gott das Lösegeld nicht geben — zu teuer ist die Erlösung ihrer Seelen. Der Mensch, der in [seiner] Pracht lebt und doch ohne Einsicht ist, er gleicht dem Vieh, das umgebracht wird!“ (Psalm 49, 8+9.21)

In diesem Abschnitt wird Paulus persönlich, „familiär“.


„Und alles, was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn. Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.“ (Joh 14,13+14)

Paulus beginnt diesen Abschnitt mit einem Punkt den er am Ende von Galater 3 aufgegriffen hatte. Die Kinder Abrahams werden zu Erben der Verheißungen Gottes.


„Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert! Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Feinde des Menschen werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden! “ (Mt 10, 34-38)

„Gott aber ist einer.“ (Gal 3,20)

Da viele der heute verwendeten Textstellen bereits gestern verwendet wurden, werde ich heute die Zitiererei etwas einschränken. Außerdem fasse ich mal zwei Tage zusammen.

Wie schon im vorigen Abschnitt beschrieben, setzt Paulus ganz auf den Bund Gottes mit Abraham und den dort gegebenen Verheißungen, Versprechen. Diese habe Gott ganz ohne Bedingungen gegeben und sie seien gültig, denn ein Bund – mit einem Testament bei Menschen vergleichbar – könne nicht mehr geändert werden, nachdem es in Kraft getreten sei. So habe Gott Abraham versprochen aus seinem Samen werde allen Völkern Gnade erwachsen (1 Mose 22,18). Er macht darauf aufmerksam, dass da „deinem Samen“ steht, nicht „deinen Samen“ – es sei also 1 Nachkomme gemeint, nicht viele oder gar alle Nachkommen. Dieser eine Nachkomme sei Jesus und damit auch die durch ihn gewordene Gnade bedingungslos.

„Und [Abram] glaubte dem HERRN, und das rechnete Er ihm als Gerechtigkeit an.“ (1 Mose 15,6)

Zu Beginn des dritten Kapitels ist Paulus ziemlich verzweifelt über die Unverständigkeit der Galater. Er betont noch einmal, die Gnade Gottes könne nicht durch die Werke des Gesetzes verdient werden, sie sei ein Geschenk, das Gott den Menschen durch den Christus gab. Er belegt dies durch Abraham, dem Ur-Vater aller Gläubigen.

Was ich noch sagen wollte ...

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