Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2,14)

„Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott.“ (Ps 143,10)

Hier wollte wohl jemand den – angenommen jungen – Leser nicht mit zu viel Text an einem Tag überfordern; anders kann ich mir nicht diese seltsame Aufteilung erklären; dem Textverständnis dient die Aufteilung jedenfalls nicht. Naja, mal sehen was sich heute ergibt.

Im Lightkeeper erfahre ich, dass Jeremia in den Versen 52 – 54 von einem zurückliegenden Ereignis spricht, zu finden in Jeremia 38,6. Wieder zeigt sich, dass man nur eingeschränkt „beliebig“ in diesen Leseplan einsteigen kann. Jeremia hatte davor den König vor der Strafe Gottes gewarnt, die Leute wollten aber nicht hören und töteten den Boten, bzw. warfen ihn in eine Zisterne, damit er die Klappe hält. Mit schlechten Nachrichten bringt man in schweren Zeiten nicht das Volk hinter sich, also ist es einfacher alternative Fakten zu schaffen. Das kommt uns doch bekannt vor, oder?

Doch Gott hat Jeremia aus dieser Situation damals letztendlich geholfen und darauf vertraut der Prophet auch jetzt. Dies ist auch die Hoffnung für Menschen, die in verschiedenen Teilen der Welt Verfolgung wegen ihres Glaubens erleiden oder auch für dich und mich, wenn Menschen uns wegen unserer christlichen Einstellung nicht ernst nehmen und zu übervorteilen suchen: Gott ist bei dir. Er gibt dir die Kraft, das durchzustehen und er wird sich diese Menschen die dir jetzt Unrecht tun zu der von ihm bestimmten Zeit vorknöpfen. „Mein ist die Rache und die Vergeltung, zu der Zeit, da ihr Fuß wanken wird“ (5 Mos 32,35). Darauf baut Jeremia und darum bittet er Gott.

Trotzdem sollten wir als Christen niemals vergessen, was Jesus von uns in solchen Situationen erwartet: „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid“ (Mt 5, 43-45). Natürlich gilt nach wie vor die Androhung von Gottes Gericht all jenen, die gegen seinen Willen handeln - Gott ändert sich nicht und Gott ändert seine Verheißungen nicht. Wir aber sollen vor Gott nicht die Ankläger unserer Verfolger, sondern deren Verteidiger sein. Das ist sicher nicht immer ganz einfach, aber es ist gut, sich von Zeit zu Zeit zu erinnern, dass Gott Jesus in die Welt geschickt hat, damit er genau das auch für uns tut. Wir geben nur weiter, was Gott uns geschenkt hat.

Zu Beginn von Klagelieder 4 sieht Jeremia wieder das Leid seiner Landsleute, das – so stellt er fest, dem Maß ihrer zuvor begangenen Sünden entspricht. Da wird es morgen sicher noch mehr drüber zu erzählen geben.

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