Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2,14)

Sacharja

„Selig das Volk, das den Jubelruf kennt, HERR, sie gehen im Licht deines Angesichts. Sie freuen sich allezeit über deinen Namen und sie jubeln über deine Gerechtigkeit.“ (Ps 89, 16+17)

Zum Abschluss des Buches Sacharja fährt Gott noch einmal schweres Geschütz auf – im Fernsehen würde dieser Teil vermutlich erst nach 23 Uhr ausgestrahlt werden. Es wird beschrieben, wie die Angreifer/Ungläubigen umkommen werden und es sei an dieser nur erwähnt: Es wird äußerst unappetitlich, da ist von schwersten Erkrankungen der körperlichen und der geistigen Art die Rede. Mich erinnert die geschilderte Szenerie deutlich an „The Walking Dead“.

Im vierzehnten Kapitel wird Gott spezifischer, was auf die Menschen zukommt, wenn der Tag des Gerichts unmittelbar bevorsteht, wie der Tag selbst aussehen wird und die Zeit danach.

„Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.“ (Joh 3, 17+18)

Ein kurzes, aber wieder beeindruckendes Kapitel. Es nimmt Bezug zu den Prophezeiungen des vorherigen Kapitels. Die Juden haben bereut und sich zum Messias bekannt, daraufhin öffnet Gott für alle Bewohner Jerusalems und ganz Juda (das Haus David) die Quelle, die sie von der Sünde reinigt. Es ist der Zweck, für den Jesus vor 2000 Jahren in die Welt kam, aber seine Leute haben ihn damals abgelehnt. Darum müssen sie jetzt auf diesen Tag und ihre Erlösung warten.

„sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben, ja, sie werden um ihn klagen, wie man klagt um den eingeborenen [Sohn], und sie werden bitterlich über ihn Leid tragen, wie man bitterlich Leid trägt über den Erstgeborenen.“ (Sach 12,10)

Dieses Kapitel teilt sich in zwei Abschnitte. Gott erzählt im ersten Abschnitt von der Zeit, an dem sich alle Völker um Jerusalem, um Israel herum gegen sein Volk erheben und es angreifen werden. Es ist dabei durchaus wahrscheinlich, dass dies alle Völker der Welt sein werden, denn in Kapitel 11 wird vom Ende des Bundes Gottes berichtet, den dieser einst über Abraham mit allen Völkern schloss. Wenn man sich die Geschichte der Menschheit der letzten paar tausend Jahre ansieht, erscheint es fast zwangsläufig, dass diese wieder einmal die Juden für ihre Probleme verantwortlich machen werden. Gott selbst wird seinem Volk dann aber zur Seite stehen und die Angreifer vernichten.

„Ich will euch nicht mehr hüten. Was im Sterben liegt, soll sterben; was sich verloren hat, sei verloren; und von den Übriggebliebenen soll einer des andern Fleisch fressen.“ (Sach 11,9)

Ein eigenartiges, verworrenes Kapitel. Ja Sacharja musste hier verwirrst sein, denn er konnte nicht wissen, dass der Auftrag, den Gott ihm hier gibt „Weide die Schlachtschafe“ auf Jesus hinweist. Aber auch verwirrend, weil Sacharja zwischen dem, was Gott ihm sagt und zeigt und dem was er selbst sagt und tut nicht gut unterscheidet – eine Eigenart dieses Propheten.

„Und alles, was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn. Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.“ (Joh 14,13+14)

Gott fordert sein Volk auf von ihm zu bitten und nur von ihm. Die ganzen Götzen und falsche Propheten hätten ihnen nur leere Versprechungen gemacht und er, der Herr, werde sie für diese Irreführung bestrafen. Sein Volk aber wird er wieder aufrichten, den angerichteten Schaden heilen.

„Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir demütig und reitend auf einem Esel, und zwar auf einem Füllen, dem Jungen des Lasttiers“ (Mt 21,5)

Gott droht den umliegenden Heidenvölkern, die sein Volk bedrängen. Er verheißt ihnen, ihnen ihre Macht zu nehmen, sie niederzuwerfen und zu verwüsten. Nichts wird von ihrer Pracht und ihrer Eitelkeit übrigbleiben.

Gott spricht zu Sacharja über seine Pläne für die Zukunft – man könnte sagen, er wiederholt die Kernaussagen der zwei Jahre alten Visionen:

Zwei Jahre später …

Noch immer herrscht der große persische König Darius über sein Weltreich, zu dem auch Juda zählt. Der Tempel in Jerusalem ist fast fertig gebaut und jetzt stellt sich den Juden eine Frage: All die Jahre haben wir viermal im Jahr über das große Leid geweint, das uns durch unseren Ungehorsam gegen Gott zugefahren ist. Ist das denn jetzt immer noch angebracht, wo doch der Tempel bald fertig ist. Also schicken sie ein paar Männer zum Propheten Sacharja, mal nachfragen.

In der achten Vision sieht Sacharja vier Streitwagen und der Herr gibt ihnen den Befehl in alle Welt zu ziehen und den Zorn Gottes, das Gericht, über sie zu bringen.

Da ist nicht viel zu deuten. Die vier Streitwagen dürften für die damals bekannten Weltreiche gestanden haben, die Gott für seine Gerichte über die Juden nutzte, indem er sie gewähren ließ, die aber Götzen anbeteten und deshalb dem Gericht verfallen waren. Auch wenn diese Weltreiche inzwischen untergegangen sind und andere um die Rolle buhlen, die Götzenanbeterei hat nach wie vor Hochkonjunktur – an der Situation hat sich also nichts wesentliches geändert.

Was ich noch sagen wollte ...

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