Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2,14)

Lightkeeper (Band 1)

„Ich bin gekommen, ein Feuer auf die Erde zu bringen, und wie wünschte ich, es wäre schon entzündet!“ (Lk 12, 49)

Das musste dann auch mal in aller Deutlichkeit gesagt werden und Jesus tut es hier. Ja, natürlich, Jesus schenkt seinen Leuten den Frieden mit seinem / mit unserem himmlischen Vater; Jesus macht seine Leute frei von dem Druck, sich irgendetwas verdienen zu müssen. Hast du die Einschränkung in dieser großartigen Zusage entdeckt? Seine Leute! Es gibt auch andere. Wenn dir irgendjemand irgendwann einmal erzählt haben sollte, durch Jesus würden alle Menschen irgendwie gerettet werden und ins Reich Gottes eingehen, so hat er die Wahrheit nicht verstanden.

Was hat Jesus hier mit dieser Hochzeit? Warum sollte es so schwer sein, auf die Rückkehr des Herrn zu warten? Im jüdischen Brauch konnte die Hochzeitsfeier damals bis zu sieben Tage dauern, je nach Geldbeutel des Bräutigams. Damit ist geklärt, warum ein Knecht oder Haushalter nie so genau wissen konnte, wann sein Herr zurückkommt – jeder Zeitpunkt innerhalb der gesamten Hochzeitsfeier, deren Gesamtdauer der Knecht ja auch nicht kannte, wäre möglich gewesen.

Nachdem er seinen Jüngern im letzten Abschnitt die richtige Lebenshaltung erklärt hat, vergleicht er sie mit eben jenem Knecht. Ein schwieriges Unterfangen; sie haben immer noch nicht so richtig begriffen, dass Jesus bald gehen wird und auf welch schreckliche Weise, aber hier erklärt er ihnen bereits, dass sie die ganze Zeit auf seine Rückkehr gefasst sein müssen, denn er wird plötzlich und unerwartet wieder erscheinen, ja genau dann, wenn man ihn nicht erwartet – wie ein Dieb.

Wenn es einen Gott gibt, warum lässt er dann all dieses Unrecht zu? Einer der Zuhörer Jesu möchte die Gelegenheit beim Schopfe packen und fordert Jesus auf, dafür zu sorgen, dass sein Bruder ihm endlich das Erbteil auszahlt. Jesus fragt ihn durch die Blume, ob er noch ganz sauber ist.

Ist sich Gott zu fein, sich um solche irdischen Angelegenheiten zu kümmern? Ist es vielleicht der in Mythen beschriebene ferne Gott, der einmal alles geschaffen hat und jetzt amüsiert aus der Ferne zusieht oder ist da vielleicht überhaupt kein Gott? Das werden sich so manche der Anwesenden gefragt haben, als Jesus jegliche Verantwortung für die (verständliche) Sorge des Menschen ablehnte.

Wieder haben sich viele Menschen um Jesus versammelt und so nutzt er die Gelegenheit für ein paar weitere Lehren – und beginnt damit, das zuvor Gesagte zusammenzufassen: Der von den Pharisäern dargestellte Glauben ist Heuchelei, ihn zum Vorbild zu nehmen führt ins Verderben. Vermutlich dürfte der Pharisäer, der ihn zuvor zum Essen eingeladen hatte, diese gründlich danebengegangene Demonstration seines vorbildlichen Glaubens spätestens an diesem Punkt bereut haben.

Da latscht der Herr seit einiger Zeit durchs Land, verkündigt die Vergebung der Sünden und das Reich Gottes, heilt (unheilbar) Kranke, treibt Dämonen aus und jetzt fängt das Volk an ein Zeichen zu fordern. Wenn du die Wahrheit nicht sehen willst, dann siehst du sie nicht!

Dieses Mal redet Jesus Klartext: Er selbst ist das Zeichen und da sie die ihnen offenbarten Wunder und Verkündigungen nicht annehmen wird er auch das einzige Zeichen bleiben. Er bezeichnet sein eigenes Volk als „böses Geschlecht“, denn offensichtlich weigern sie sich, die von Gott angebotene Änderung in ihrer Beziehung zu ihm anzunehmen.

„Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ (Joh 1, 10+11)

Wir erleben heute eine Frühform der „Fake-News“ nach Art der Obersten. Jesus treibt einen Dämon aus – nicht das erste Mal und wir dürfen davon ausgehen, dass er auch diesem Dämon in einfachen Worten erklärt hat, das Gott in sein Eigentum zurückgekehrt ist und nun seine Kinder zurückfordert. Wahrscheinlich hat er danach seinem Vater für dieses weitere Zeichen seiner Macht gedankt.

Doch die Obersten verkünden eine andere „Wahrheit“: Es sei die Macht des Teufels mit der Jesus die Dämonen austreibe. Ganz klar! Du siehst mit deinen Augen was passiert und es passt nicht in dein Weltbild, was tust du also? Richtig, du erfindest dir eine eigene Wahrheit, in der du der Gute und dein Gegner der Böse ist – der Kampf um die Deutungshoheit hat begonnen.

Die Juden jener Zeit hatten offensichtlich ein eigenartiges Verhältnis zu ihrem Gott; das ist auch nicht verwunderlich, die Pharisäer und Gesetzesgelehrten hatten mit ihrem bis ins Millionstel geregelten Umgang mit Gott gründlich dafür gesorgt, dass keiner sich mehr traute Gott persönlich anzusprechen – jedes falsche Wort hätte direkt in die Hölle führen können. Dass wir heute nicht mehr wissen, wie das hebräische JHWH richtig ausgesprochen wird, hängt vor allem damit zusammen, dass es die Juden überhaupt nicht mehr verwendet haben und stattdessen „unverdächtige“ Ersatzwörter benutzten.

Umso verwunderlicher muss es den Menschen jener Zeit erschienen sein, wenn Jesus sich für einen Moment zurückzog um mit seinem Vater im Himmel zu reden als ob der neben ihm stünde. Es muss eine Mischung aus Neugier, Sehnsucht und blankem Entsetzen vor ihrer eigenen Hilflosigkeit gewesen sein, als sie ihn bitten, doch auch ihnen das Beten zu lehren.

Im heutigen Abschnitt geht es um die beiden „Besonderheiten“ eines Christen:

  1. Er hat bereits zu Lebzeiten das ewige Leben von seinem himmlischen Vater geschenkt bekommen.
  2. Bestückt mit solch einem Übermaß himmlischer Liebe ändert sich seine Sicht- und Verhaltensweise bereits in diesem Leben.

„Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende!“ (Lk 10, 2)

Wieder sendet Jesus Jünger aus, die Frohe Botschaft zu verkünden und die Menschen zu heilen – dieses Mal siebzig. Wie schon seine zwölf Apostel davor, sollen sie ziehen nur mit dem, was sie am Leib tragen, allerdings schickt er sie ausdrücklich in die Städte, die er selbst noch auf seinem Weg nach Jerusalem besuchen möchte. Wenn sie in einen neuen Ort kommen, sollen sie dort in einem Haus wohnen, nicht von Haus zu Haus ziehen. Sie sollen/dürfen alles essen und trinken, was man ihnen gibt. Jesus macht ihnen klar, dass sie dies nicht als Almosen verstehen sollen, es ist der Lohn für ihre Verkündigung.

Jesus wird zunehmend ernst. Es zieht ihn auf seine letzte Reise, hinauf nach Jerusalem. Als er in Samaria Halt machen möchte, nehmen die ihn aber nicht auf, als sie hören, dass er auf dem Weg nach Jerusalem ist. Samariter und Juden waren sich nicht ganz grün.

Die Jünger sind außer sich und wollen die Rache Gottes für die Samariter heraufbeschwören, doch Jesus hält sie zurück. Nicht-Juden wurde noch nicht das Evangelium verkündet – nur wenn sie die angebotene Rettung nicht annehmen, werden sie verloren sein.

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Der Evangelist Lukas war Arzt, also Wissenschaftler. Daher ging er auch wissenschaftlich an die Sache ran, als er vom Heiligen Geist den Auftrag erhielt, ein Evangelium zu schreiben: Er sammelte Berichte von Augenzeugen, verglich sie mit den alten Prophezeiungen und brachte die Geschichten und Berichte so in einen sinnvollen Zusammenhang.  Es ist klar, dass er nicht objektiv war – wenn du glaubst, glaubst du und siehst die Dinge anders, als jemand der nicht glaubt, siehst die Zusammenhänge, wo andere nur Träumereien und Zufälle sehen. Aber seine Version des Evangeliums ist sicherlich die am sorgfältigsten recherchierte. Darüber hinaus ist Lukas auch Verfasser der Apostelgeschichte. Das Lukas-Evangelium und die Apostelgeschichte sind damit als journalistische Bearbeitung der sich in jener Zeit ausbreitenden Verkündigung zu verstehen und in der Tat, waren beide Werke eher an die hellenistische Welt, also die Heiden gerichtet. Lukas schrieb beide Werke an seinen Freund Theophilus, einen römischen Christen. Damit sind wir schon fast mitten im ersten Kapitel.

Die Juden waren um 580 vor Christus wieder mal von ihrem Gott abgefallen und opferten den Götzen der Heiden, ihre Könige waren nur noch eitle und machtgierige Herrscher. Das hat sich dann Gott irgendwann nicht mehr länger mit angesehen und seine segnende Hand von ihnen zurück gezogen, so dass Jerusalem von den Babyloniern erobert und zerstört werden konnte. Grob überschlagen ist das nun also 2500 Jahre her und doch brandaktuell. Wenn ich mich nur an die letzten zwei, drei Nachrichten in Radio und TV erinnere, kommen mir mindestens vier bis fünf Namen solcher machtgeiler Herrscher in den Sinn. Und der Götze dem wir heute opfern heißt Mammon. So viel hat sich also gar nicht geändert in diesen 2500 Jahren; mein Gott war sehr geduldig bisher ...

Grund für diesen Brief an die Galater war für Paulus die Nachricht, dass Prediger in Galatien aufgetaucht waren, die jüdische und christliche Lehre vermischten. Diese behaupteten, Gläubige müssten zuerst Juden werden und die Gesetze des Alten Testamentes achten, ehe sie Christen werden könnten. Man müsse also Jude sein und nach den Gesetzen leben, um in den Genuss der Gnade aus Glauben an Jesus Christus kommen zu können.

Der Brief an die Epheser wurde während der ersten Gefangenschaft des Apostel Paulus in Rom geschrieben. Paulus kam auf seiner zweiten und seiner dritten Missionsreise nach Ephesus, bei der dritten blieb er sogar drei Jahre da. Der Epheserbrief verdeutlicht, dass Gott schon vor der Grundlegung der Welt unvorstellbar segensreiche Pläne mit den Gläubigen hatte. Er tat dies aber nicht aus Mitleid für den schwachen Menschen, er verfolgte diese Pläne, weil dies sein Wille war.

Der Lightkeeper informiert über die Hintergründe zu diesem Brief, die in der Apostelgeschichte Kapitel 16 zu finden ist. Paulus hatte in Philippi eine Wahrsagerin geheilt und war dafür – wieder mal – im Gefängnis gelandet. Aber Gott intervenierte; ein Erdbeben zerstörte das Gefängnis und trieb dessen Direktor beinahe in den Selbstmord. Doch zu seinem eigenen Glück, nahm er stattdessen Paulus und seinen Begleiter Silas in sein Haus und Paulus tat, wofür ihn der Herr gesandt hatte: Er verkündete das Evangelium und so wurde die ganze Familie des Mannes errettet. Im Anschluss entstand in Philippi die erste christliche Gemeinde in Europa.

Der Brief an Philipper enthält keine besonderen göttlichen Offenbarungen, er beschreibt mehr, wie der Glaube im täglichen Leben eines Christen praktisch umgesetzt werden kann. Er wird daher oft auch „Brief der Erfahrung“ genannt.

Im heutigen Leben eines Christen kann dieser Brief von unschätzbarem Wert sein. Menschen sind auch heute – wie alle Zeit – auf der Suche nach einem Sinn im Leben, doch die Welt bietet ihnen heute hauptsächlich Zerstreuung und Unterhaltung an. Solche Scheinwelten zerbrechen dann früher oder später an der Realität und der Mensch bleibt, auf sich selbst zurückgefallen, orientierungslos zurück. Das ist nicht das Leben, das Gott für dich vorgesehen hat! Hier kann der Philipperbrief praktische Hinweise geben, wie der Glaube an Jesus Christus, im Alltag Orientierung und Sinn gibt.

Paulus hatte die Kolosser nicht persönlich kennengelernt, als der den Brief verfasste. Die Gemeinde von Kolossa war von Epaphras, einem Mitarbeiter von Paulus, gegründet worden. Trotzdem schrieb Paulus nun persönlich an die Versammung von Kolossa, da sich dort eine Menge Irrlehren aus Rom und Griechenland mit dem christlichen Glauben zu vermischen begangen. Wenn aber nicht mehr Christus allein im Zentrum des Glaubens steht und seine Aussagen mit weltlichen Weisheiten vermischt werden, dann sind Christen verloren. So bedarf es einer dringenden Erklärung des Chefmissionars.

Das Buch Esra zeigt anschaulich, was ein „allmächtiger Gott“ ist: Wenn du dich ihm unterordnest und an ihn glaubst, dann führt er dich. Wenn du nicht an ihn glaubst, dann schiebt und zieht er dich, wie es ihm gefällt. Letzten Endes nutzt er aber alle Dinge die geschehen so, dass sie seine Schöpfung näher ans Ziel bringen. Du kannst den Geist Gottes ignorieren aber du kannst dich ihm nicht entziehen!

Nehemia, ein in Persien geborener Jude, ist Mundschenk im Hause Artasasta. Eines Tages erhält er Besuch aus der alten Heimat und erfährt, dass es dort nicht wirklich gut läuft. Die Mauern Jerusalems sind eingestürzt und auch den dort lebenden Juden geht es schlecht.

Die Ereignisse des Buches Esther fallen in die Regierungszeit des Königs Ahasveros (Xerxes I.), 485-464 v. Chr. Sein Vorgänger hatte die Juden aus der persischen Gefangenschaft entlassen und ihnen den Wiederaufbau ihres Tempels in Jerusalem erlaubt. In diesem Buch stehen nun die Erlebnisse von Esther und Mordokai im MIttelpunkt.

Der Prophet Haggai gehört zusammen mit den Propheten Sacharja und Maleachi zu den letzten Propheten des Alten Testaments. Die Worte dieser drei Propheten richten sich an die aus persischer Gefangenschaft nach Juda zurückgekehrten Juden, die zunächst mit viel Eifer und Gottes Unterstützung an an diesem Projekt arbeiteten, dann aber genauso drastisch in alte Gewohnheiten zurückfielen und sich von ihrem Gott abwandten.

Der Name Sacharja bedeutet "Der Herr gedenkt", womit auch im Wesentlichen beschrieben die Art des Dienstes dieses Propheten beschrieben ist. Während Haggai das Volk beim Tempelbau anspornte, richtete Haggai den Blick auf die nationale Wiederherstellung des Volkes unter der Führung ihres Messias.

Der Prophet Maleachi, der letzte des Alten Testamentes, war so um das Jahr 430 vor Christus aktiv – da zumindest wurde dieses Buch verfasst. Der Name Maleachi „Bote des Herrn“ und genau das ist auch der Inhalt seines Buches. Gott rechnet ab, mit seinem wieder einmal untreu gewordenen Volk. Allerdings wäre es nicht Gott, wenn er nicht wieder auf die in der Zukunft liegende Verheißung aufmerksam machen würde. Gott lässt die von ihm erwählten niemals hängen, es ist ihm wichtig, dass die Gläubigen dies nie vergessen! Aber er lässt sie von Zeit zu Zeit von den Früchten ihres Ungehorsams essen.

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