Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2,14)

Lightkeeper (Band 1)

Jesus zieht mit seiner Gefolgschaft weiter, um in der Stadt Nain das Evangelium zu verkündigen. Auf dem Weg begegnet ihnen ein Trauerzug. Der einzige Sohn einer Witwe ist gestorben. Das war damals doppelt bitter. Es gab noch keine gesetzliche Rente, die Versorgung einer alleinstehenden Frau war nur durch das Gesetz des Moses geregelt, was, da der Glaube der Menschen zu allen Zeiten schwach war, für diese Frau für den Rest ihres Lebens bittere Armut bedeutete, falls sie nicht reich war. Das waren aber die wenigsten in Israel.

Jesus erkennt die Not.

„Herr, bemühe dich nicht; denn ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach kommst! Darum hielt ich auch mich selbst nicht für würdig, zu dir zu kommen; sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund!“ (Joh 7, 6+7)

Jesus kommt nach Kapernaum. Es hat sich herumgesprochen, dass er Menschen heilt und so schickt ein römischer Hauptmann nach ihm, denn ein Knecht liegt im Sterben. Das ist an sich schon etwas Besonderes. Ein Knecht ist ein Leibeigener im Grunde also ersetzbar wie ein Wagen oder ein Werkzeug. Dem Hauptmann ist dieser Untergebene aber persönlich wichtig – so wichtig, dass er nicht irgendjemand zu Jesus schickt, damit er nicht selber gehen muss, nein, er schickt die Ältesten der Stadt, also gewissermaßen den jüdischen Gemeinderat von Kapernaum. Da er ihnen den Bau der Synagoge bezahlt hat, tun sie ihm auch gerne den Gefallen. Dass Menschen, die es eigentlich besser wissen sollten, andere Menschen nach ihrem Geld und den Gefallen, die sie einem damit getan haben einschätzen ist dagegen nichts Besonderes. Jesus warnt davor aber an dieser Praxis hat sich bis heute nichts geändert.

Wir können also annehmen, dass Jesus nicht mitgeht, weil ihn die Ältesten darum bitten, sondern weil der Hauptmann für seinen Knecht bittet. Doch als dieser hört, dass Jesus tatsächlich kommt, kann er es nicht fassen und schickt ihm Freunde entgegen. Er sei es nicht würdig, dass der Herr in sein Haus komme, so der Hauptmann. Aber wenn er doch einfach nur ein Wort spräche, so würde sein Knecht gesund.

Jesus heilt den Knecht und staunt über den Hauptmann: „Einen so großen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden.“

Die Geschichte trifft den Nagel auf den Kopf. Die Menschen haben sich von Gott abgewandt und tragen heute die Konsequenzen für ihre selbstverschuldete Gottlosigkeit. Wir sind der Gnade Gottes nicht würdig. Und doch verlangt Gott von uns nicht mehr als Vertrauen in ihn um uns wieder als seine Kinder anzunehmen – mehr noch: Er tilgt die von uns angehäufte Schuld, damit wir uns als freie Menschen für ihn entscheiden können.

Joh 7, 1-10 >>

„Was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?“ (Lk 6,41)

Jesus erklärt in Gleichnissen, wie wir Menschen sind. Anknüpfend an den Aufruf, nicht über andere zu urteilen zeigt er an den heutigen Gleichnissen, dass wir unsere eigenen Probleme im Auge behalten und uns vorrangig darum kümmern sollen. Da gibt es genug zu tun.

Die goldene Regel – positiv formuliert, so beginnt der heutige Abschnitt. Jesus erklärt, wie sich die Menschen verhalten, die ihm wirklich nachfolgen: In allen ihren Handlungen wird die Gnade Gottes sichtbar, die er ihnen zuvor hat zuteilwerden lassen. Gott wird es ihnen am jüngsten Tag noch einmal und noch großzügiger vergelten als zuvor.

Jesus beginnt die Ausbildung der Apostel gleich mit der schwersten Lektion. Er erklärt ihnen und der großen Menschenmenge, die staunend und wartend dastehen:

Wer steht im Zentrum des Interesse Gottes?

„Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussende!“ (Mt 9, 37+38)

Jesus weiß, dass er sein Werk auf Erden beginnen und – viel später – beenden wird. In der Zeit dazwischen braucht er „Erntehelfer“. Darum wählt er sich aus den Menschen, die ihm bereits in dieser frühen Phase seines Wirkens folgen zwölf aus, die er in den nächsten drei Jahren zu Vorarbeitern ausbilden wird. Judas Ischariot ist auserwählt, die Geschichte überhaupt erst loszutreten indem er die Prophezeiung erfüllt und ihn verrät. Der Ärmste weiß nichts von seinem bitteren Schicksal.

„Der Sohn des Menschen ist auch Herr über den Sabbat“ (Lk 6, 5)

Wir können ganz sicher sein, dass Jesus wie jeder Jude der damaligen Zeit die Tora und deren Auslegung in- und auswendig konnte. Das Gesetz verbietet am Sabbat jegliche körperliche Tätigkeit, da Gott am siebten Tag der Schöpfung ruhte und dies auch so seinem Volk befohlen hat.

Es ist damit absolut verständlich, wenn sich Pharisäer und Schriftgelehrte darüber aufregen, wenn sich er und seine Jünger am Sabbat Essen auf dem Feld organisieren (Lk 6, 1) oder wenn Jesus an diesem Tag in der Synagoge einen Kranken heilt (Lk 6, 10). Die Gelehrten wissen es einfach besser!

Auf dem Weg sammelt Jesus noch den Zöllner Levi ein und fordert ihn auf, ihm nachzufolgen: einen Zöllner! Die waren im besetzen Israel noch verachteter als die Aussätzigen und das meist zu Recht. Zöllner hatten die Aufgabe Steuern und Abgaben für Rom einzutreiben und sie taten das mit großem Eifer. Dabei hatte sich dann auch schnell ein neues Geschäftsmodell entwickelt: Die Zöllner schlugen auf die von Rom geforderten Abgaben einfach eigene, selbst erfundene Gebühren drauf und bereicherten sich so an ihren Landsleuten. Ein verabscheuungswürdiges Pack also – und Jesus zeigt offensichtlich Sympathie gegenüber diesem Zöllner. Wir können uns lebhaft vorstellen, was in den Menschen vorgeht, die das beobachten.

Nun lehrt Jesus in einem Haus oder einer Synagoge und natürlich sitzen Pharisäer und Schriftgelehrte in der ersten Reihe. Diese sind von überallher gekommen, um den neuen Prediger, der sogar Heilkräfte besitzt, zu hören. Da ist kein Durchkommen mehr für einen Gelähmten, der von seinen Freunden auf einer Trage hergebracht wurde.

Wir erinnern uns beim Wort „Aussatz“ an Aarons Frau Mirjam, deren Strafe für ihr sündiges Reden Aussatz war. Aussatz stand im Alten Testament immer für Sünde. Das galt teilweise für alle äußerlich sichtbaren Krankheiten, aber eben ganz besonders für Aussatz. Und wir müssen uns vor Augen halten, dass Jesus Jude ist und dass er im Israel des Alten Testaments (von den römischen Besatzern Judäa genannt) öffentlich wirkte.

Unterkategorien

Der Evangelist Lukas war Arzt, also Wissenschaftler. Daher ging er auch wissenschaftlich an die Sache ran, als er vom Heiligen Geist den Auftrag erhielt, ein Evangelium zu schreiben: Er sammelte Berichte von Augenzeugen, verglich sie mit den alten Prophezeiungen und brachte die Geschichten und Berichte so in einen sinnvollen Zusammenhang.  Es ist klar, dass er nicht objektiv war – wenn du glaubst, glaubst du und siehst die Dinge anders, als jemand der nicht glaubt, siehst die Zusammenhänge, wo andere nur Träumereien und Zufälle sehen. Aber seine Version des Evangeliums ist sicherlich die am sorgfältigsten recherchierte. Darüber hinaus ist Lukas auch Verfasser der Apostelgeschichte. Das Lukas-Evangelium und die Apostelgeschichte sind damit als journalistische Bearbeitung der sich in jener Zeit ausbreitenden Verkündigung zu verstehen und in der Tat, waren beide Werke eher an die hellenistische Welt, also die Heiden gerichtet. Lukas schrieb beide Werke an seinen Freund Theophilus, einen römischen Christen. Damit sind wir schon fast mitten im ersten Kapitel.

Die Juden waren um 580 vor Christus wieder mal von ihrem Gott abgefallen und opferten den Götzen der Heiden, ihre Könige waren nur noch eitle und machtgierige Herrscher. Das hat sich dann Gott irgendwann nicht mehr länger mit angesehen und seine segnende Hand von ihnen zurück gezogen, so dass Jerusalem von den Babyloniern erobert und zerstört werden konnte. Grob überschlagen ist das nun also 2500 Jahre her und doch brandaktuell. Wenn ich mich nur an die letzten zwei, drei Nachrichten in Radio und TV erinnere, kommen mir mindestens vier bis fünf Namen solcher machtgeiler Herrscher in den Sinn. Und der Götze dem wir heute opfern heißt Mammon. So viel hat sich also gar nicht geändert in diesen 2500 Jahren; mein Gott war sehr geduldig bisher ...

Grund für diesen Brief an die Galater war für Paulus die Nachricht, dass Prediger in Galatien aufgetaucht waren, die jüdische und christliche Lehre vermischten. Diese behaupteten, Gläubige müssten zuerst Juden werden und die Gesetze des Alten Testamentes achten, ehe sie Christen werden könnten. Man müsse also Jude sein und nach den Gesetzen leben, um in den Genuss der Gnade aus Glauben an Jesus Christus kommen zu können.

Der Brief an die Epheser wurde während der ersten Gefangenschaft des Apostel Paulus in Rom geschrieben. Paulus kam auf seiner zweiten und seiner dritten Missionsreise nach Ephesus, bei der dritten blieb er sogar drei Jahre da. Der Epheserbrief verdeutlicht, dass Gott schon vor der Grundlegung der Welt unvorstellbar segensreiche Pläne mit den Gläubigen hatte. Er tat dies aber nicht aus Mitleid für den schwachen Menschen, er verfolgte diese Pläne, weil dies sein Wille war.

Der Lightkeeper informiert über die Hintergründe zu diesem Brief, die in der Apostelgeschichte Kapitel 16 zu finden ist. Paulus hatte in Philippi eine Wahrsagerin geheilt und war dafür – wieder mal – im Gefängnis gelandet. Aber Gott intervenierte; ein Erdbeben zerstörte das Gefängnis und trieb dessen Direktor beinahe in den Selbstmord. Doch zu seinem eigenen Glück, nahm er stattdessen Paulus und seinen Begleiter Silas in sein Haus und Paulus tat, wofür ihn der Herr gesandt hatte: Er verkündete das Evangelium und so wurde die ganze Familie des Mannes errettet. Im Anschluss entstand in Philippi die erste christliche Gemeinde in Europa.

Der Brief an Philipper enthält keine besonderen göttlichen Offenbarungen, er beschreibt mehr, wie der Glaube im täglichen Leben eines Christen praktisch umgesetzt werden kann. Er wird daher oft auch „Brief der Erfahrung“ genannt.

Im heutigen Leben eines Christen kann dieser Brief von unschätzbarem Wert sein. Menschen sind auch heute – wie alle Zeit – auf der Suche nach einem Sinn im Leben, doch die Welt bietet ihnen heute hauptsächlich Zerstreuung und Unterhaltung an. Solche Scheinwelten zerbrechen dann früher oder später an der Realität und der Mensch bleibt, auf sich selbst zurückgefallen, orientierungslos zurück. Das ist nicht das Leben, das Gott für dich vorgesehen hat! Hier kann der Philipperbrief praktische Hinweise geben, wie der Glaube an Jesus Christus, im Alltag Orientierung und Sinn gibt.

Paulus hatte die Kolosser nicht persönlich kennengelernt, als der den Brief verfasste. Die Gemeinde von Kolossa war von Epaphras, einem Mitarbeiter von Paulus, gegründet worden. Trotzdem schrieb Paulus nun persönlich an die Versammung von Kolossa, da sich dort eine Menge Irrlehren aus Rom und Griechenland mit dem christlichen Glauben zu vermischen begangen. Wenn aber nicht mehr Christus allein im Zentrum des Glaubens steht und seine Aussagen mit weltlichen Weisheiten vermischt werden, dann sind Christen verloren. So bedarf es einer dringenden Erklärung des Chefmissionars.

Das Buch Esra zeigt anschaulich, was ein „allmächtiger Gott“ ist: Wenn du dich ihm unterordnest und an ihn glaubst, dann führt er dich. Wenn du nicht an ihn glaubst, dann schiebt und zieht er dich, wie es ihm gefällt. Letzten Endes nutzt er aber alle Dinge die geschehen so, dass sie seine Schöpfung näher ans Ziel bringen. Du kannst den Geist Gottes ignorieren aber du kannst dich ihm nicht entziehen!

Nehemia, ein in Persien geborener Jude, ist Mundschenk im Hause Artasasta. Eines Tages erhält er Besuch aus der alten Heimat und erfährt, dass es dort nicht wirklich gut läuft. Die Mauern Jerusalems sind eingestürzt und auch den dort lebenden Juden geht es schlecht.

Die Ereignisse des Buches Esther fallen in die Regierungszeit des Königs Ahasveros (Xerxes I.), 485-464 v. Chr. Sein Vorgänger hatte die Juden aus der persischen Gefangenschaft entlassen und ihnen den Wiederaufbau ihres Tempels in Jerusalem erlaubt. In diesem Buch stehen nun die Erlebnisse von Esther und Mordokai im MIttelpunkt.

Der Prophet Haggai gehört zusammen mit den Propheten Sacharja und Maleachi zu den letzten Propheten des Alten Testaments. Die Worte dieser drei Propheten richten sich an die aus persischer Gefangenschaft nach Juda zurückgekehrten Juden, die zunächst mit viel Eifer und Gottes Unterstützung an an diesem Projekt arbeiteten, dann aber genauso drastisch in alte Gewohnheiten zurückfielen und sich von ihrem Gott abwandten.

Der Name Sacharja bedeutet "Der Herr gedenkt", womit auch im Wesentlichen beschrieben die Art des Dienstes dieses Propheten beschrieben ist. Während Haggai das Volk beim Tempelbau anspornte, richtete Haggai den Blick auf die nationale Wiederherstellung des Volkes unter der Führung ihres Messias.

Der Prophet Maleachi, der letzte des Alten Testamentes, war so um das Jahr 430 vor Christus aktiv – da zumindest wurde dieses Buch verfasst. Der Name Maleachi „Bote des Herrn“ und genau das ist auch der Inhalt seines Buches. Gott rechnet ab, mit seinem wieder einmal untreu gewordenen Volk. Allerdings wäre es nicht Gott, wenn er nicht wieder auf die in der Zukunft liegende Verheißung aufmerksam machen würde. Gott lässt die von ihm erwählten niemals hängen, es ist ihm wichtig, dass die Gläubigen dies nie vergessen! Aber er lässt sie von Zeit zu Zeit von den Früchten ihres Ungehorsams essen.

JSN Epic is designed by JoomlaShine.com