Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2,14)

Lightkeeper (Band 1)

„Und alles, was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn. Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.“ (Joh 14,13+14)

Gott fordert sein Volk auf von ihm zu bitten und nur von ihm. Die ganzen Götzen und falsche Propheten hätten ihnen nur leere Versprechungen gemacht und er, der Herr, werde sie für diese Irreführung bestrafen. Sein Volk aber wird er wieder aufrichten, den angerichteten Schaden heilen.

„Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir demütig und reitend auf einem Esel, und zwar auf einem Füllen, dem Jungen des Lasttiers“ (Mt 21,5)

Gott droht den umliegenden Heidenvölkern, die sein Volk bedrängen. Er verheißt ihnen, ihnen ihre Macht zu nehmen, sie niederzuwerfen und zu verwüsten. Nichts wird von ihrer Pracht und ihrer Eitelkeit übrigbleiben.

Gott spricht zu Sacharja über seine Pläne für die Zukunft – man könnte sagen, er wiederholt die Kernaussagen der zwei Jahre alten Visionen:

Zwei Jahre später …

Noch immer herrscht der große persische König Darius über sein Weltreich, zu dem auch Juda zählt. Der Tempel in Jerusalem ist fast fertig gebaut und jetzt stellt sich den Juden eine Frage: All die Jahre haben wir viermal im Jahr über das große Leid geweint, das uns durch unseren Ungehorsam gegen Gott zugefahren ist. Ist das denn jetzt immer noch angebracht, wo doch der Tempel bald fertig ist. Also schicken sie ein paar Männer zum Propheten Sacharja, mal nachfragen.

In der achten Vision sieht Sacharja vier Streitwagen und der Herr gibt ihnen den Befehl in alle Welt zu ziehen und den Zorn Gottes, das Gericht, über sie zu bringen.

Da ist nicht viel zu deuten. Die vier Streitwagen dürften für die damals bekannten Weltreiche gestanden haben, die Gott für seine Gerichte über die Juden nutzte, indem er sie gewähren ließ, die aber Götzen anbeteten und deshalb dem Gericht verfallen waren. Auch wenn diese Weltreiche inzwischen untergegangen sind und andere um die Rolle buhlen, die Götzenanbeterei hat nach wie vor Hochkonjunktur – an der Situation hat sich also nichts wesentliches geändert.

„Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.“ (Joh 3,17+18)

Die letzten beiden Visionen beschreiben das in Kapitel 4 bereits erwähnte Gericht über die Welt etwas ausführlicher.

Eine Buchrolle, beidseitig beschrieben, kommt vom Himmel herabgeflogen. Die eine Seite enthält, das Urteil, das jene trifft, die sich gegen ihre Mitmenschen versündigen, die andere Seite ist für jene, die sich gegen Gott versündigen indem sie falsch schwören oder Götzen dienen. Keiner wird Gnade finden vor Gott. In der siebten Vision erscheint eine Frau, die in ein Gefäß eingesperrt ist. Der Engel erklärt, dass es sich hier um die Gesetzlosigkeit handelt, die ins Land Sinear gebracht wird.

„Und du, Bethlehem-Ephrata, du bist zwar gering unter den Hauptorten von Juda; aber aus dir soll mir hervorkommen, der Herrscher über Israel werden soll, dessen Hervorgehen von Anfang, von den Tagen der Ewigkeit her gewesen ist.“ (Mi 5,1)

In der fünften Vision sieht Sacharja einen goldenen Leuchter mit sieben Lampen, das Ölgefäß, das den Leuchter speist und zwei Ölbäume oder Ölbaumzweige zur Rechten und zur Linken des Leuchters. Der Engel, der in jeder Vision zu ihm spricht erklärt ihm, dass Gott nicht durch Kraft und Macht regiert, sondern durch seinen Heiligen Geist. In dem jetzt durch Serubbabel begonnen Werk wird Gott seinen Plan vollenden und er wird die ganze Welt betreffen. Der Engel erklärt weiterhin, dass die beiden Ölbäume die beiden „Söhne des Öls“ sind, die vor dem Herrscher der Welt stehen.

Wieder ein ehrfurchtsgebietendes Bild, das viel mehr spricht, als es den Anschein hat:

„Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner.“ (Joh 15,1)

In der vierten Vision steht der Hohepriester Jerusalems, Jeschua, vor Gott und er steht da in unreinen Kleidern, sprich: Er selbst ist nach dem Gesetz unrein. Dies bemerkt Satan, der Ankläger, natürlich sofort und tut was ein Ankläger eben tut. Doch der Herr denkt nicht dran, sich vor den Karren des Teufels spannen zu lassen. Er gibt Befehl, den Hohepriester mit reinen Festgewändern auszustatten. Danach setzt er ihn als Regenten über sein Land ein. Wieder kündigt Gott hier an, dass der Messias kommen wird. Er nennt ihn hier seinen Knecht, den man Gottes Sohn (Spross) nennen wird und er kündigt an, an einem einzigen Tag die Sünde des Landes auszulöschen.

In diesem Bild gibt es viel zu sehen:

In der zweiten Vision sieht Sacharja vier Hörner und vier Schmiede und bekommt vom Engel erklärt: Die vier Hörner stehen für (vier) Heidenvölker, die Israel unterdrückt, zerstört und das Volk Gottes in der Welt zerstreut und versklavt haben, die vier Schmiede hingegen sind die von Gott gesandten Mächte, die nun diese Heidenvölker niederwerfen.

Wir befinden uns immer noch bei den kürzlich unter der Führung Serubbabels aus babylonischer Gefangenschaft zurückgekehrten Juden. Noch deutlicher als Haggai verkündet Sacharja die Forderung Gottes, das sein Volk zu ihm umkehren solle. Gott zeigt ihm seine weiteren Pläne in Visionen, von denen im ersten Kapitel zwei aufgeschrieben sind:

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Der Evangelist Lukas war Arzt, also Wissenschaftler. Daher ging er auch wissenschaftlich an die Sache ran, als er vom Heiligen Geist den Auftrag erhielt, ein Evangelium zu schreiben: Er sammelte Berichte von Augenzeugen, verglich sie mit den alten Prophezeiungen und brachte die Geschichten und Berichte so in einen sinnvollen Zusammenhang.  Es ist klar, dass er nicht objektiv war – wenn du glaubst, glaubst du und siehst die Dinge anders, als jemand der nicht glaubt, siehst die Zusammenhänge, wo andere nur Träumereien und Zufälle sehen. Aber seine Version des Evangeliums ist sicherlich die am sorgfältigsten recherchierte. Darüber hinaus ist Lukas auch Verfasser der Apostelgeschichte. Das Lukas-Evangelium und die Apostelgeschichte sind damit als journalistische Bearbeitung der sich in jener Zeit ausbreitenden Verkündigung zu verstehen und in der Tat, waren beide Werke eher an die hellenistische Welt, also die Heiden gerichtet. Lukas schrieb beide Werke an seinen Freund Theophilus, einen römischen Christen. Damit sind wir schon fast mitten im ersten Kapitel.

Die Juden waren um 580 vor Christus wieder mal von ihrem Gott abgefallen und opferten den Götzen der Heiden, ihre Könige waren nur noch eitle und machtgierige Herrscher. Das hat sich dann Gott irgendwann nicht mehr länger mit angesehen und seine segnende Hand von ihnen zurück gezogen, so dass Jerusalem von den Babyloniern erobert und zerstört werden konnte. Grob überschlagen ist das nun also 2500 Jahre her und doch brandaktuell. Wenn ich mich nur an die letzten zwei, drei Nachrichten in Radio und TV erinnere, kommen mir mindestens vier bis fünf Namen solcher machtgeiler Herrscher in den Sinn. Und der Götze dem wir heute opfern heißt Mammon. So viel hat sich also gar nicht geändert in diesen 2500 Jahren; mein Gott war sehr geduldig bisher ...

Grund für diesen Brief an die Galater war für Paulus die Nachricht, dass Prediger in Galatien aufgetaucht waren, die jüdische und christliche Lehre vermischten. Diese behaupteten, Gläubige müssten zuerst Juden werden und die Gesetze des Alten Testamentes achten, ehe sie Christen werden könnten. Man müsse also Jude sein und nach den Gesetzen leben, um in den Genuss der Gnade aus Glauben an Jesus Christus kommen zu können.

Der Brief an die Epheser wurde während der ersten Gefangenschaft des Apostel Paulus in Rom geschrieben. Paulus kam auf seiner zweiten und seiner dritten Missionsreise nach Ephesus, bei der dritten blieb er sogar drei Jahre da. Der Epheserbrief verdeutlicht, dass Gott schon vor der Grundlegung der Welt unvorstellbar segensreiche Pläne mit den Gläubigen hatte. Er tat dies aber nicht aus Mitleid für den schwachen Menschen, er verfolgte diese Pläne, weil dies sein Wille war.

Der Lightkeeper informiert über die Hintergründe zu diesem Brief, die in der Apostelgeschichte Kapitel 16 zu finden ist. Paulus hatte in Philippi eine Wahrsagerin geheilt und war dafür – wieder mal – im Gefängnis gelandet. Aber Gott intervenierte; ein Erdbeben zerstörte das Gefängnis und trieb dessen Direktor beinahe in den Selbstmord. Doch zu seinem eigenen Glück, nahm er stattdessen Paulus und seinen Begleiter Silas in sein Haus und Paulus tat, wofür ihn der Herr gesandt hatte: Er verkündete das Evangelium und so wurde die ganze Familie des Mannes errettet. Im Anschluss entstand in Philippi die erste christliche Gemeinde in Europa.

Der Brief an Philipper enthält keine besonderen göttlichen Offenbarungen, er beschreibt mehr, wie der Glaube im täglichen Leben eines Christen praktisch umgesetzt werden kann. Er wird daher oft auch „Brief der Erfahrung“ genannt.

Im heutigen Leben eines Christen kann dieser Brief von unschätzbarem Wert sein. Menschen sind auch heute – wie alle Zeit – auf der Suche nach einem Sinn im Leben, doch die Welt bietet ihnen heute hauptsächlich Zerstreuung und Unterhaltung an. Solche Scheinwelten zerbrechen dann früher oder später an der Realität und der Mensch bleibt, auf sich selbst zurückgefallen, orientierungslos zurück. Das ist nicht das Leben, das Gott für dich vorgesehen hat! Hier kann der Philipperbrief praktische Hinweise geben, wie der Glaube an Jesus Christus, im Alltag Orientierung und Sinn gibt.

Paulus hatte die Kolosser nicht persönlich kennengelernt, als der den Brief verfasste. Die Gemeinde von Kolossa war von Epaphras, einem Mitarbeiter von Paulus, gegründet worden. Trotzdem schrieb Paulus nun persönlich an die Versammung von Kolossa, da sich dort eine Menge Irrlehren aus Rom und Griechenland mit dem christlichen Glauben zu vermischen begangen. Wenn aber nicht mehr Christus allein im Zentrum des Glaubens steht und seine Aussagen mit weltlichen Weisheiten vermischt werden, dann sind Christen verloren. So bedarf es einer dringenden Erklärung des Chefmissionars.

Das Buch Esra zeigt anschaulich, was ein „allmächtiger Gott“ ist: Wenn du dich ihm unterordnest und an ihn glaubst, dann führt er dich. Wenn du nicht an ihn glaubst, dann schiebt und zieht er dich, wie es ihm gefällt. Letzten Endes nutzt er aber alle Dinge die geschehen so, dass sie seine Schöpfung näher ans Ziel bringen. Du kannst den Geist Gottes ignorieren aber du kannst dich ihm nicht entziehen!

Nehemia, ein in Persien geborener Jude, ist Mundschenk im Hause Artasasta. Eines Tages erhält er Besuch aus der alten Heimat und erfährt, dass es dort nicht wirklich gut läuft. Die Mauern Jerusalems sind eingestürzt und auch den dort lebenden Juden geht es schlecht.

Die Ereignisse des Buches Esther fallen in die Regierungszeit des Königs Ahasveros (Xerxes I.), 485-464 v. Chr. Sein Vorgänger hatte die Juden aus der persischen Gefangenschaft entlassen und ihnen den Wiederaufbau ihres Tempels in Jerusalem erlaubt. In diesem Buch stehen nun die Erlebnisse von Esther und Mordokai im MIttelpunkt.

Der Prophet Haggai gehört zusammen mit den Propheten Sacharja und Maleachi zu den letzten Propheten des Alten Testaments. Die Worte dieser drei Propheten richten sich an die aus persischer Gefangenschaft nach Juda zurückgekehrten Juden, die zunächst mit viel Eifer und Gottes Unterstützung an an diesem Projekt arbeiteten, dann aber genauso drastisch in alte Gewohnheiten zurückfielen und sich von ihrem Gott abwandten.

Der Name Sacharja bedeutet "Der Herr gedenkt", womit auch im Wesentlichen beschrieben die Art des Dienstes dieses Propheten beschrieben ist. Während Haggai das Volk beim Tempelbau anspornte, richtete Haggai den Blick auf die nationale Wiederherstellung des Volkes unter der Führung ihres Messias.

Der Prophet Maleachi, der letzte des Alten Testamentes, war so um das Jahr 430 vor Christus aktiv – da zumindest wurde dieses Buch verfasst. Der Name Maleachi „Bote des Herrn“ und genau das ist auch der Inhalt seines Buches. Gott rechnet ab, mit seinem wieder einmal untreu gewordenen Volk. Allerdings wäre es nicht Gott, wenn er nicht wieder auf die in der Zukunft liegende Verheißung aufmerksam machen würde. Gott lässt die von ihm erwählten niemals hängen, es ist ihm wichtig, dass die Gläubigen dies nie vergessen! Aber er lässt sie von Zeit zu Zeit von den Früchten ihres Ungehorsams essen.

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