Gottesdienste in Corona-Zeiten

Lightkeeper (Band 1)

„Das Ersehnte aller Heidenvölker wird kommen; und ich werde dieses Haus mit Herrlichkeit erfüllen, (…) Die letzte Herrlichkeit dieses Hauses wird größer sein als die erste, spricht der HERR der Heerscharen; und an diesem Ort will ich Frieden geben!, spricht der Herr der Heerscharen.“ (Haggai 2,7-9)

„Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,20)

Welch ein Versprechen. Vorausgegangen war die Aufforderung des Herrn an Serubbabel, die übrigen Propheten, den Hohepriester und das ganze Volk – eine Aufforderung, die gleichzeitig ein Versprechen war: „Bleibt stark und arbeitet am Tempel, denn ich bin bei euch! Ich habe euch aus Ägypten geführt, denn ich habe großes mit euch vor.“ Und dann die große Zusage, dass der Messias kommen wird und er wird zu allen Völkern kommen.

„So spricht der Herr der Heerscharen: Achtet doch aufmerksam auf eure Wege! Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und habt doch nicht genug; ihr kleidet euch und werdet doch nicht warm; und wer einen Lohn verdient, der legt ihn in einen durchlöcherten Beutel!“ (Haggai 1,5+6)

Was bisher her geschah:

Ja, ein Rückblick ist am Beginn dieses Buches der Heiligen Schrift durchaus angebracht, denn der Prophet Haggai spricht, wie Sacharja und der letzte Prophet des Alten Testaments Maleachi zu den aus babylonischer Gefangenschaft nach Juda zurück gekehrten Juden. Wir hatten ja bei Esra und Nehemia gesehen, wie eifrig sie mit dem Tempelbau begonnen hatten und wie schnell sie von diesem Eifer wieder abließen und sich verstärkt ums „Tagesgeschäft“ kümmerten. Das Buch Nehemia ist übersäht mit Lippenbekenntnissen des Volkes Gottes.

„Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin.“ (Joh 17, 14)

Auch in den folgenden Tagen kämpfen die Juden erfolgreich und blutig gegen ihre Feinde im Persischen Reich. Auf die Bitte Esthers und mit der Erlaubnis Ahasveros werden die Söhne Hamans – obwohl schon im Kampf getötet – genau wie ihr Vater hingerichtet. Die Juden töteten 75000 Feinde, ihren Besitz rührten sie aber nicht an, denn der war nach dem Gesetz des Moses unrein.

„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. Ich und der Vater sind eins.“  (Joh 10,27-30)

Herrlich ausgestattet wie ein König verlässt Mordechai Ahasveros. Die Juden aber freuen sich über allen Maßen über ihre fast schon wunderbare Rettung durch Mordechai, den Retter aus ihrem eigenen Volk.

Nachdem sich die Wut des Königs gelegt hat, setzt er Mordechai an die Stelle Hamans, sowohl was dessen Haus, als auch, was dessen königlichen Ämter angeht. Nun war da aber noch das Problem mit dem Gesetz, das die Juden am 13. des Monats Adar zu Vogelfreien erklärte, die jeder Mensch umbringen und berauben durfte.

„Wer [anderen] eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“ (Spr 26,27)

Das Essen ist lecker und der König spricht wieder sehr dem Wein zu. Es ist anzunehmen, dass Haman auch in diesem Punkt seinem Vorbild nacheifert. Mitten im Trinkgelage wiederholt Ahasveros sein Angebot, dass er Esther jeden Wunsch erfüllen würde und sei es das halbe Königreich.

„Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein.“ (Mt 23,11)

Ahasveros ist begeistert und fordert Haman auf, dies genauso mit Mordechai zu machen. Dumm gelaufen!

Nachts kann Ahasveros nicht schlafen und lässt sich aus den Chroniken des Reiches vorlesen. Nichts ist doch beruhigender, als schwarz auf weiß bestätigt zu bekommen, wie großartig man doch ist.

Nun wird er durch die Chronik aber wieder daran erinnert, dass Mordechai ihm kürzlich das Leben gerettet hat und er will wissen, wie dem Mann diese Großtat vergolten wurde. Die Antwort ist ernüchternd – überhaupt nicht.

Was bisher geschah: Der König hat den Agagiter Haman zum höchsten Hofschranzen gemacht. Weil sich Juden und Agagiter spinnefeind sind, verweigert Mordechei ihm die geforderte Ehrerbieten, weshalb Haman vom König fordert, alle Juden des Reiches umbringen zu dürfen. Der König macht ihn daraufhin noch mächtiger und gibt ihm den königlichen Siegelring. Damit kann Haman nach Gutdünken eigene Gesetze erlassen. Mordechai bittet daher seine Nichte Esther, Königin von Persien, sie solle ihren Mann um Gnade für die Juden bitten.

Esther erfährt von den Handlungen ihres Onkels und lässt über ihren Kammerdiener Hatach den Grund in Erfahrung bringen. Mordechai erzählt in allen Einzelheiten und lässt ihr eine Abschrift des Gesetzes von Haman bringen, natürlich mit der Aufforderung, dies vor den König zu bringen und um Gnade für ihr Volk zu bitten.

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Der Evangelist Lukas war Arzt, also Wissenschaftler. Daher ging er auch wissenschaftlich an die Sache ran, als er vom Heiligen Geist den Auftrag erhielt, ein Evangelium zu schreiben: Er sammelte Berichte von Augenzeugen, verglich sie mit den alten Prophezeiungen und brachte die Geschichten und Berichte so in einen sinnvollen Zusammenhang.  Es ist klar, dass er nicht objektiv war – wenn du glaubst, glaubst du und siehst die Dinge anders, als jemand der nicht glaubt, siehst die Zusammenhänge, wo andere nur Träumereien und Zufälle sehen. Aber seine Version des Evangeliums ist sicherlich die am sorgfältigsten recherchierte. Darüber hinaus ist Lukas auch Verfasser der Apostelgeschichte. Das Lukas-Evangelium und die Apostelgeschichte sind damit als journalistische Bearbeitung der sich in jener Zeit ausbreitenden Verkündigung zu verstehen und in der Tat, waren beide Werke eher an die hellenistische Welt, also die Heiden gerichtet. Lukas schrieb beide Werke an seinen Freund Theophilus, einen römischen Christen. Damit sind wir schon fast mitten im ersten Kapitel.

Die Juden waren um 580 vor Christus wieder mal von ihrem Gott abgefallen und opferten den Götzen der Heiden, ihre Könige waren nur noch eitle und machtgierige Herrscher. Das hat sich dann Gott irgendwann nicht mehr länger mit angesehen und seine segnende Hand von ihnen zurück gezogen, so dass Jerusalem von den Babyloniern erobert und zerstört werden konnte. Grob überschlagen ist das nun also 2500 Jahre her und doch brandaktuell. Wenn ich mich nur an die letzten zwei, drei Nachrichten in Radio und TV erinnere, kommen mir mindestens vier bis fünf Namen solcher machtgeiler Herrscher in den Sinn. Und der Götze dem wir heute opfern heißt Mammon. So viel hat sich also gar nicht geändert in diesen 2500 Jahren; mein Gott war sehr geduldig bisher ...

Grund für diesen Brief an die Galater war für Paulus die Nachricht, dass Prediger in Galatien aufgetaucht waren, die jüdische und christliche Lehre vermischten. Diese behaupteten, Gläubige müssten zuerst Juden werden und die Gesetze des Alten Testamentes achten, ehe sie Christen werden könnten. Man müsse also Jude sein und nach den Gesetzen leben, um in den Genuss der Gnade aus Glauben an Jesus Christus kommen zu können.

Der Brief an die Epheser wurde während der ersten Gefangenschaft des Apostel Paulus in Rom geschrieben. Paulus kam auf seiner zweiten und seiner dritten Missionsreise nach Ephesus, bei der dritten blieb er sogar drei Jahre da. Der Epheserbrief verdeutlicht, dass Gott schon vor der Grundlegung der Welt unvorstellbar segensreiche Pläne mit den Gläubigen hatte. Er tat dies aber nicht aus Mitleid für den schwachen Menschen, er verfolgte diese Pläne, weil dies sein Wille war.

Der Lightkeeper informiert über die Hintergründe zu diesem Brief, die in der Apostelgeschichte Kapitel 16 zu finden ist. Paulus hatte in Philippi eine Wahrsagerin geheilt und war dafür – wieder mal – im Gefängnis gelandet. Aber Gott intervenierte; ein Erdbeben zerstörte das Gefängnis und trieb dessen Direktor beinahe in den Selbstmord. Doch zu seinem eigenen Glück, nahm er stattdessen Paulus und seinen Begleiter Silas in sein Haus und Paulus tat, wofür ihn der Herr gesandt hatte: Er verkündete das Evangelium und so wurde die ganze Familie des Mannes errettet. Im Anschluss entstand in Philippi die erste christliche Gemeinde in Europa.

Der Brief an Philipper enthält keine besonderen göttlichen Offenbarungen, er beschreibt mehr, wie der Glaube im täglichen Leben eines Christen praktisch umgesetzt werden kann. Er wird daher oft auch „Brief der Erfahrung“ genannt.

Im heutigen Leben eines Christen kann dieser Brief von unschätzbarem Wert sein. Menschen sind auch heute – wie alle Zeit – auf der Suche nach einem Sinn im Leben, doch die Welt bietet ihnen heute hauptsächlich Zerstreuung und Unterhaltung an. Solche Scheinwelten zerbrechen dann früher oder später an der Realität und der Mensch bleibt, auf sich selbst zurückgefallen, orientierungslos zurück. Das ist nicht das Leben, das Gott für dich vorgesehen hat! Hier kann der Philipperbrief praktische Hinweise geben, wie der Glaube an Jesus Christus, im Alltag Orientierung und Sinn gibt.

Paulus hatte die Kolosser nicht persönlich kennengelernt, als der den Brief verfasste. Die Gemeinde von Kolossa war von Epaphras, einem Mitarbeiter von Paulus, gegründet worden. Trotzdem schrieb Paulus nun persönlich an die Versammung von Kolossa, da sich dort eine Menge Irrlehren aus Rom und Griechenland mit dem christlichen Glauben zu vermischen begangen. Wenn aber nicht mehr Christus allein im Zentrum des Glaubens steht und seine Aussagen mit weltlichen Weisheiten vermischt werden, dann sind Christen verloren. So bedarf es einer dringenden Erklärung des Chefmissionars.

Das Buch Esra zeigt anschaulich, was ein „allmächtiger Gott“ ist: Wenn du dich ihm unterordnest und an ihn glaubst, dann führt er dich. Wenn du nicht an ihn glaubst, dann schiebt und zieht er dich, wie es ihm gefällt. Letzten Endes nutzt er aber alle Dinge die geschehen so, dass sie seine Schöpfung näher ans Ziel bringen. Du kannst den Geist Gottes ignorieren aber du kannst dich ihm nicht entziehen!

Nehemia, ein in Persien geborener Jude, ist Mundschenk im Hause Artasasta. Eines Tages erhält er Besuch aus der alten Heimat und erfährt, dass es dort nicht wirklich gut läuft. Die Mauern Jerusalems sind eingestürzt und auch den dort lebenden Juden geht es schlecht.

Die Ereignisse des Buches Esther fallen in die Regierungszeit des Königs Ahasveros (Xerxes I.), 485-464 v. Chr. Sein Vorgänger hatte die Juden aus der persischen Gefangenschaft entlassen und ihnen den Wiederaufbau ihres Tempels in Jerusalem erlaubt. In diesem Buch stehen nun die Erlebnisse von Esther und Mordokai im MIttelpunkt.

Der Prophet Haggai gehört zusammen mit den Propheten Sacharja und Maleachi zu den letzten Propheten des Alten Testaments. Die Worte dieser drei Propheten richten sich an die aus persischer Gefangenschaft nach Juda zurückgekehrten Juden, die zunächst mit viel Eifer und Gottes Unterstützung an an diesem Projekt arbeiteten, dann aber genauso drastisch in alte Gewohnheiten zurückfielen und sich von ihrem Gott abwandten.

Der Name Sacharja bedeutet "Der Herr gedenkt", womit auch im Wesentlichen beschrieben die Art des Dienstes dieses Propheten beschrieben ist. Während Haggai das Volk beim Tempelbau anspornte, richtete Haggai den Blick auf die nationale Wiederherstellung des Volkes unter der Führung ihres Messias.

Der Prophet Maleachi, der letzte des Alten Testamentes, war so um das Jahr 430 vor Christus aktiv – da zumindest wurde dieses Buch verfasst. Der Name Maleachi „Bote des Herrn“ und genau das ist auch der Inhalt seines Buches. Gott rechnet ab, mit seinem wieder einmal untreu gewordenen Volk. Allerdings wäre es nicht Gott, wenn er nicht wieder auf die in der Zukunft liegende Verheißung aufmerksam machen würde. Gott lässt die von ihm erwählten niemals hängen, es ist ihm wichtig, dass die Gläubigen dies nie vergessen! Aber er lässt sie von Zeit zu Zeit von den Früchten ihres Ungehorsams essen.

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