Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2,14)

Lightkeeper (Band 1)

Mit dem Ring des Königs ist nun Haman selbst in der Lage, ein entsprechendes Gesetz zu erlassen. Zum dreizehnten Tag des Monats Adar werden alle Juden des persischen Reiches für vogelfrei erklärt. Jeder Perser hat damit das Recht ab diesem Datum jeden Juden umzubringen und all seinen Besitz an sich zu reißen. Das Gesetz wird aufgeschrieben, mit dem Siegelring des Königs besiegelt und per Eilboten in allen Provinzen verbreitet.

Ahasveros macht den Agatiter Haman zu einer Art Reichskanzler und setzt ihn über die Fürsten des Reiches. Er war ein richtig hohes Tier und alle Untertanen des Reiches ehrten ihn durch Knicks mit dem Knie, die größten Schleimer fielen gar längsseits auf den Boden vor ihm.

Nach sechs Monaten der Vorbereitung mit allerlei Salben und Ölen beginnt nach persischem Hofzeremoniell das eigentliche Casting beim König. Die Jungfrauen werden zum Frauenhaus des Königs gebracht und dort mit allem ausgestattet, was sie sich wünschen. So gehen sie zum König, in der Hoffnung, dass er sie behält.

Nun war der König unbeweibt und das ist natürlich auch kein Zustand. Also beschloss man, im ganzen Reich nach hübschen Mädchen zu suchen, die als zukünftige Königin in Frage kämen. Diese sollten von Hegai, dem königlichen Kämmerer, nach den Vorschriften des Hofes vorbereitet und dann Ahasveros zur Auswahl präsentiert werden.

„Am siebten Tag, als der König vom Wein fröhlich war…“ (Esther 1, 10)

Gegen Ende der Feierlichkeiten, als die Leber des Königs bereits verzweifelt „Genug!“ lallt, hat Ahasveros eine geistreiche Idee. Er gibt den Befehl, die Königin soll zu ihm kommen. Wenn die Fürsten von all der zur Schau gestellten Pracht noch nicht genug beeindruckt sind, so soll ihnen die Schönheit der Monarchin den Rest geben. Dummerweise hat Vasti keine Lust, wie ein Stück prämiertes Vieh vor der besoffenen Männertruppe präsentiert zu werden – man kann sich ja vorstellen, wie sowas endet – und sagt kaltlächelnd ab.

Wein, Weib und Gesang! Ahasveros, auch bekannt unter dem Namen Xerxes I., ist seit zwei Jahren in Amt und Würden und es ist absolut klar: Bescheidenheit belastet ihn in keinster Weise.

„Gesegnet sei, wer dich segnet, und verflucht, wer dich verflucht!“ (Num 24,9)

Als vor vielen Generationen Israel (Jakob) mit seinem inzwischen mächtig gewordenen Stamm auf dem Weg in das von Gott verheißene Land bei den Moabitern vorbeizog, warb deren König den Propheten Bileam an, damit er Jakobs Sippe verfluche. Aber jeder der drei Versuche endete damit, dass Bileam der Weisung seines Gottes gehorchte und Israel segnete.Mit dieser Handlung handelte sich der König und die verbündeten Ammoniter aber im Gegenzug Gottes Fluch ein. Im weiteren Verlauf erhielten die Juden von ihrem Gott die Anweisung sich von den Moabitern und Ammonitern (die in Sünde gezeugten Nachfahren Lots), abzusondern.

„Es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!“ (Apg 4,12)

Auch alle Priester und Leviten, die seinerzeit mit Serubbabel von Babylon nach Jerusalem heraufgezogen waren, werden noch einmal namentlich aufgezählt. Wer von den Leviten hier nicht steht, wurde schon im Buch Chronik erwähnt.

„Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussende!“ (Mt 9,37+38)

Jetzt geht es darum, aus Jerusalem wieder eine lebendige Stadt zu machen – der Ort braucht Menschen, die in ihm wohnen!

„Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“ (Joh 14,21)

Nachdem die Verfehlungen allen bewusst sind, ist es nun an der Zeit einen neuen Vertrag mit Gott zu schließen, schließlich hat der sie ja wieder mal in ihre Heimat und zu den Wurzeln ihres Glaubens zurückgeführt.

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Der Evangelist Lukas war Arzt, also Wissenschaftler. Daher ging er auch wissenschaftlich an die Sache ran, als er vom Heiligen Geist den Auftrag erhielt, ein Evangelium zu schreiben: Er sammelte Berichte von Augenzeugen, verglich sie mit den alten Prophezeiungen und brachte die Geschichten und Berichte so in einen sinnvollen Zusammenhang.  Es ist klar, dass er nicht objektiv war – wenn du glaubst, glaubst du und siehst die Dinge anders, als jemand der nicht glaubt, siehst die Zusammenhänge, wo andere nur Träumereien und Zufälle sehen. Aber seine Version des Evangeliums ist sicherlich die am sorgfältigsten recherchierte. Darüber hinaus ist Lukas auch Verfasser der Apostelgeschichte. Das Lukas-Evangelium und die Apostelgeschichte sind damit als journalistische Bearbeitung der sich in jener Zeit ausbreitenden Verkündigung zu verstehen und in der Tat, waren beide Werke eher an die hellenistische Welt, also die Heiden gerichtet. Lukas schrieb beide Werke an seinen Freund Theophilus, einen römischen Christen. Damit sind wir schon fast mitten im ersten Kapitel.

Die Juden waren um 580 vor Christus wieder mal von ihrem Gott abgefallen und opferten den Götzen der Heiden, ihre Könige waren nur noch eitle und machtgierige Herrscher. Das hat sich dann Gott irgendwann nicht mehr länger mit angesehen und seine segnende Hand von ihnen zurück gezogen, so dass Jerusalem von den Babyloniern erobert und zerstört werden konnte. Grob überschlagen ist das nun also 2500 Jahre her und doch brandaktuell. Wenn ich mich nur an die letzten zwei, drei Nachrichten in Radio und TV erinnere, kommen mir mindestens vier bis fünf Namen solcher machtgeiler Herrscher in den Sinn. Und der Götze dem wir heute opfern heißt Mammon. So viel hat sich also gar nicht geändert in diesen 2500 Jahren; mein Gott war sehr geduldig bisher ...

Grund für diesen Brief an die Galater war für Paulus die Nachricht, dass Prediger in Galatien aufgetaucht waren, die jüdische und christliche Lehre vermischten. Diese behaupteten, Gläubige müssten zuerst Juden werden und die Gesetze des Alten Testamentes achten, ehe sie Christen werden könnten. Man müsse also Jude sein und nach den Gesetzen leben, um in den Genuss der Gnade aus Glauben an Jesus Christus kommen zu können.

Der Brief an die Epheser wurde während der ersten Gefangenschaft des Apostel Paulus in Rom geschrieben. Paulus kam auf seiner zweiten und seiner dritten Missionsreise nach Ephesus, bei der dritten blieb er sogar drei Jahre da. Der Epheserbrief verdeutlicht, dass Gott schon vor der Grundlegung der Welt unvorstellbar segensreiche Pläne mit den Gläubigen hatte. Er tat dies aber nicht aus Mitleid für den schwachen Menschen, er verfolgte diese Pläne, weil dies sein Wille war.

Der Lightkeeper informiert über die Hintergründe zu diesem Brief, die in der Apostelgeschichte Kapitel 16 zu finden ist. Paulus hatte in Philippi eine Wahrsagerin geheilt und war dafür – wieder mal – im Gefängnis gelandet. Aber Gott intervenierte; ein Erdbeben zerstörte das Gefängnis und trieb dessen Direktor beinahe in den Selbstmord. Doch zu seinem eigenen Glück, nahm er stattdessen Paulus und seinen Begleiter Silas in sein Haus und Paulus tat, wofür ihn der Herr gesandt hatte: Er verkündete das Evangelium und so wurde die ganze Familie des Mannes errettet. Im Anschluss entstand in Philippi die erste christliche Gemeinde in Europa.

Der Brief an Philipper enthält keine besonderen göttlichen Offenbarungen, er beschreibt mehr, wie der Glaube im täglichen Leben eines Christen praktisch umgesetzt werden kann. Er wird daher oft auch „Brief der Erfahrung“ genannt.

Im heutigen Leben eines Christen kann dieser Brief von unschätzbarem Wert sein. Menschen sind auch heute – wie alle Zeit – auf der Suche nach einem Sinn im Leben, doch die Welt bietet ihnen heute hauptsächlich Zerstreuung und Unterhaltung an. Solche Scheinwelten zerbrechen dann früher oder später an der Realität und der Mensch bleibt, auf sich selbst zurückgefallen, orientierungslos zurück. Das ist nicht das Leben, das Gott für dich vorgesehen hat! Hier kann der Philipperbrief praktische Hinweise geben, wie der Glaube an Jesus Christus, im Alltag Orientierung und Sinn gibt.

Paulus hatte die Kolosser nicht persönlich kennengelernt, als der den Brief verfasste. Die Gemeinde von Kolossa war von Epaphras, einem Mitarbeiter von Paulus, gegründet worden. Trotzdem schrieb Paulus nun persönlich an die Versammung von Kolossa, da sich dort eine Menge Irrlehren aus Rom und Griechenland mit dem christlichen Glauben zu vermischen begangen. Wenn aber nicht mehr Christus allein im Zentrum des Glaubens steht und seine Aussagen mit weltlichen Weisheiten vermischt werden, dann sind Christen verloren. So bedarf es einer dringenden Erklärung des Chefmissionars.

Das Buch Esra zeigt anschaulich, was ein „allmächtiger Gott“ ist: Wenn du dich ihm unterordnest und an ihn glaubst, dann führt er dich. Wenn du nicht an ihn glaubst, dann schiebt und zieht er dich, wie es ihm gefällt. Letzten Endes nutzt er aber alle Dinge die geschehen so, dass sie seine Schöpfung näher ans Ziel bringen. Du kannst den Geist Gottes ignorieren aber du kannst dich ihm nicht entziehen!

Nehemia, ein in Persien geborener Jude, ist Mundschenk im Hause Artasasta. Eines Tages erhält er Besuch aus der alten Heimat und erfährt, dass es dort nicht wirklich gut läuft. Die Mauern Jerusalems sind eingestürzt und auch den dort lebenden Juden geht es schlecht.

Die Ereignisse des Buches Esther fallen in die Regierungszeit des Königs Ahasveros (Xerxes I.), 485-464 v. Chr. Sein Vorgänger hatte die Juden aus der persischen Gefangenschaft entlassen und ihnen den Wiederaufbau ihres Tempels in Jerusalem erlaubt. In diesem Buch stehen nun die Erlebnisse von Esther und Mordokai im MIttelpunkt.

Der Prophet Haggai gehört zusammen mit den Propheten Sacharja und Maleachi zu den letzten Propheten des Alten Testaments. Die Worte dieser drei Propheten richten sich an die aus persischer Gefangenschaft nach Juda zurückgekehrten Juden, die zunächst mit viel Eifer und Gottes Unterstützung an an diesem Projekt arbeiteten, dann aber genauso drastisch in alte Gewohnheiten zurückfielen und sich von ihrem Gott abwandten.

Der Name Sacharja bedeutet "Der Herr gedenkt", womit auch im Wesentlichen beschrieben die Art des Dienstes dieses Propheten beschrieben ist. Während Haggai das Volk beim Tempelbau anspornte, richtete Haggai den Blick auf die nationale Wiederherstellung des Volkes unter der Führung ihres Messias.

Der Prophet Maleachi, der letzte des Alten Testamentes, war so um das Jahr 430 vor Christus aktiv – da zumindest wurde dieses Buch verfasst. Der Name Maleachi „Bote des Herrn“ und genau das ist auch der Inhalt seines Buches. Gott rechnet ab, mit seinem wieder einmal untreu gewordenen Volk. Allerdings wäre es nicht Gott, wenn er nicht wieder auf die in der Zukunft liegende Verheißung aufmerksam machen würde. Gott lässt die von ihm erwählten niemals hängen, es ist ihm wichtig, dass die Gläubigen dies nie vergessen! Aber er lässt sie von Zeit zu Zeit von den Früchten ihres Ungehorsams essen.

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