Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2,14)

Lightkeeper (Band 1)

In einem langen Gebet fassen die Leviten die Geschichte und Beziehung des Volkes zu seinem Gott zusammen:

Am zweiten Tag hießen die Priester und die Leviten das Volk, Laubhütten zu bauen in denen sie die nächste Woche wohnen sollten.

„Seid nicht bekümmert, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke!“ (Neh 8,10)

Im siebten Monat ist es dann endlich soweit: Die Juden können erstmals wieder das Laubhüttenfest in der befestigten Stadt Jerusalem feiern.

Nach Fertigstellung der Mauer werden auch noch die Tore eingesetzt und geschlossen. Nehemia setzt verlässliche Leute als Führungskräfte für die Stadt ein und befiehlt Wachen an die Tore zu stellen und die Tore geschlossen zu halten, bis es draußen zu heiß für einen Angriff der Nachbarn wird. Er sieht sich um und stellt fest, Jerusalem hat jetzt zwar eine Mauer, aber im großen Stadtbezirk innerhalb der Mauer leben nur wenige Menschen und Häuser wurden auch noch keine gebaut.

„Bleibt also standhaft, dann werdet ihr das Leben gewinnen.“ (Luk 21,19)

Der Bau schreitet voran und die Nachbarvölker lassen sich immer neue Intrigen einfallen. Zuerst fordern sie ihn auf, sich mit ihnen zu treffen – er lehnt ab, mit dem Hinweis, dass er während des Mauerbaus in Jerusalem unabkömmlich sei. Dann fordern sie ihn auf, sich mit ihnen zu treffen, weil – so lauteten die Gerüchte – er einen Aufstand plane und selbst König werden wolle sobald die Mauer fertig gestellt sei.

„Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden (…). Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel (…)! Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“ (Mt 6, 19-21)

Da platzt Nehemia der Kragen! Er lässt diese Geschäftemacher zu sich rufen und wirft ihnen – zurecht! – vor, wie die Heiden zu handeln, ja schlimmer noch, denn sie handeln an ihren eigenen Brüdern und Schwestern, wie die Heiden an unterworfenen Feinden. Er fordert sie auf, ihren Schuldnern sofort allen Grund, Boden und alle Häuser zurückzugeben und ein Prozent von allen eingetriebenen Ernteerträgen.

Nachdem der erste Angriff abgewehrt ist, wechselt Nehemia die Strategie. Je eine Hälfte der Helfer wacht verteidigungsbereit und die andere Hälfte baut weiter, allerdings ebenfalls bewaffnet. Außerdem steht der Schophahornbläser bereit. Wo er zum Alarm in sein Horn bläst, da geschieht gerade ein Angriff, so dass alle Soldaten und Bauleute von überall an der Mauer zu diesem Ort laufen und die Stadt dort verteidigen können. Außerdem sollen alle innerhalb der Stadt bleiben, falls nachts ein Angriff stattfinden sollte.

„Mein ist die Rache und die Vergeltung“ (Dtn 32,35)

Den Nachbarvölkern geht der Hintern ganz schön auf Grundeis als sie sehen wie die Bauarbeiten vorausschauen. Im Moment beschränken sie sich aber aufs Lästern – das Singen im finsteren Wald. Nehemia nimmt aber das Grollen der Feinde durchaus wahr. Er betet zu Gott und bittet ihn, ihnen das nicht durchgehen zu lassen, wie er es einst Moses versprochen hat.

Schließlich sehen die Nachbarn der Juden aber ein, dass Mauern von Lästerworten relativ unbeeindruckt sind und beschließen zum Angriff überzugehen, ehe die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Als der Aufmarsch von den Juden bemerkt wird, organisiert Nehemia auch eine Verteidigungstruppe mit Mitgliedern aus allen zwölf Stämmen Israels. Er spricht ihnen Mut zu indem er sie daran erinnert, dass ihr Gott an ihrer Seite steht und dieser mächtiger ist als das größte Heer.

Nehemia 3, 33-38 >>

Nehemia 4, 1-8 >>

„Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.“ (Phil 2,13)

Es wird gebaut und jeder Stamm Israels ist für einen bestimmten Bereich der Mauer oder ein Tor zuständig. Die Juden sind die Bauleute Gottes und jeder ist berufen, seine ihm gegebenen Begabungen für dieses Werk einzubringen. Die geradezu euphorische Aufzählung Nehemias lässt spüren, wie aufbauend es ist, von Gott zur Mitarbeit aufgerufen zu sein.

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“ (Friedrich Schiller)

Den Königen der Nachbarstaaten Israels – die Horoniter und die Ammoniter – gefällt die Unterstützung der Juden durch den persischen König überhaupt nicht, aber sie sehen ein, dass es ihnen besser bekommt, sich erst mal nicht einzumischen.

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Der Evangelist Lukas war Arzt, also Wissenschaftler. Daher ging er auch wissenschaftlich an die Sache ran, als er vom Heiligen Geist den Auftrag erhielt, ein Evangelium zu schreiben: Er sammelte Berichte von Augenzeugen, verglich sie mit den alten Prophezeiungen und brachte die Geschichten und Berichte so in einen sinnvollen Zusammenhang.  Es ist klar, dass er nicht objektiv war – wenn du glaubst, glaubst du und siehst die Dinge anders, als jemand der nicht glaubt, siehst die Zusammenhänge, wo andere nur Träumereien und Zufälle sehen. Aber seine Version des Evangeliums ist sicherlich die am sorgfältigsten recherchierte. Darüber hinaus ist Lukas auch Verfasser der Apostelgeschichte. Das Lukas-Evangelium und die Apostelgeschichte sind damit als journalistische Bearbeitung der sich in jener Zeit ausbreitenden Verkündigung zu verstehen und in der Tat, waren beide Werke eher an die hellenistische Welt, also die Heiden gerichtet. Lukas schrieb beide Werke an seinen Freund Theophilus, einen römischen Christen. Damit sind wir schon fast mitten im ersten Kapitel.

Die Juden waren um 580 vor Christus wieder mal von ihrem Gott abgefallen und opferten den Götzen der Heiden, ihre Könige waren nur noch eitle und machtgierige Herrscher. Das hat sich dann Gott irgendwann nicht mehr länger mit angesehen und seine segnende Hand von ihnen zurück gezogen, so dass Jerusalem von den Babyloniern erobert und zerstört werden konnte. Grob überschlagen ist das nun also 2500 Jahre her und doch brandaktuell. Wenn ich mich nur an die letzten zwei, drei Nachrichten in Radio und TV erinnere, kommen mir mindestens vier bis fünf Namen solcher machtgeiler Herrscher in den Sinn. Und der Götze dem wir heute opfern heißt Mammon. So viel hat sich also gar nicht geändert in diesen 2500 Jahren; mein Gott war sehr geduldig bisher ...

Grund für diesen Brief an die Galater war für Paulus die Nachricht, dass Prediger in Galatien aufgetaucht waren, die jüdische und christliche Lehre vermischten. Diese behaupteten, Gläubige müssten zuerst Juden werden und die Gesetze des Alten Testamentes achten, ehe sie Christen werden könnten. Man müsse also Jude sein und nach den Gesetzen leben, um in den Genuss der Gnade aus Glauben an Jesus Christus kommen zu können.

Der Brief an die Epheser wurde während der ersten Gefangenschaft des Apostel Paulus in Rom geschrieben. Paulus kam auf seiner zweiten und seiner dritten Missionsreise nach Ephesus, bei der dritten blieb er sogar drei Jahre da. Der Epheserbrief verdeutlicht, dass Gott schon vor der Grundlegung der Welt unvorstellbar segensreiche Pläne mit den Gläubigen hatte. Er tat dies aber nicht aus Mitleid für den schwachen Menschen, er verfolgte diese Pläne, weil dies sein Wille war.

Der Lightkeeper informiert über die Hintergründe zu diesem Brief, die in der Apostelgeschichte Kapitel 16 zu finden ist. Paulus hatte in Philippi eine Wahrsagerin geheilt und war dafür – wieder mal – im Gefängnis gelandet. Aber Gott intervenierte; ein Erdbeben zerstörte das Gefängnis und trieb dessen Direktor beinahe in den Selbstmord. Doch zu seinem eigenen Glück, nahm er stattdessen Paulus und seinen Begleiter Silas in sein Haus und Paulus tat, wofür ihn der Herr gesandt hatte: Er verkündete das Evangelium und so wurde die ganze Familie des Mannes errettet. Im Anschluss entstand in Philippi die erste christliche Gemeinde in Europa.

Der Brief an Philipper enthält keine besonderen göttlichen Offenbarungen, er beschreibt mehr, wie der Glaube im täglichen Leben eines Christen praktisch umgesetzt werden kann. Er wird daher oft auch „Brief der Erfahrung“ genannt.

Im heutigen Leben eines Christen kann dieser Brief von unschätzbarem Wert sein. Menschen sind auch heute – wie alle Zeit – auf der Suche nach einem Sinn im Leben, doch die Welt bietet ihnen heute hauptsächlich Zerstreuung und Unterhaltung an. Solche Scheinwelten zerbrechen dann früher oder später an der Realität und der Mensch bleibt, auf sich selbst zurückgefallen, orientierungslos zurück. Das ist nicht das Leben, das Gott für dich vorgesehen hat! Hier kann der Philipperbrief praktische Hinweise geben, wie der Glaube an Jesus Christus, im Alltag Orientierung und Sinn gibt.

Paulus hatte die Kolosser nicht persönlich kennengelernt, als der den Brief verfasste. Die Gemeinde von Kolossa war von Epaphras, einem Mitarbeiter von Paulus, gegründet worden. Trotzdem schrieb Paulus nun persönlich an die Versammung von Kolossa, da sich dort eine Menge Irrlehren aus Rom und Griechenland mit dem christlichen Glauben zu vermischen begangen. Wenn aber nicht mehr Christus allein im Zentrum des Glaubens steht und seine Aussagen mit weltlichen Weisheiten vermischt werden, dann sind Christen verloren. So bedarf es einer dringenden Erklärung des Chefmissionars.

Das Buch Esra zeigt anschaulich, was ein „allmächtiger Gott“ ist: Wenn du dich ihm unterordnest und an ihn glaubst, dann führt er dich. Wenn du nicht an ihn glaubst, dann schiebt und zieht er dich, wie es ihm gefällt. Letzten Endes nutzt er aber alle Dinge die geschehen so, dass sie seine Schöpfung näher ans Ziel bringen. Du kannst den Geist Gottes ignorieren aber du kannst dich ihm nicht entziehen!

Nehemia, ein in Persien geborener Jude, ist Mundschenk im Hause Artasasta. Eines Tages erhält er Besuch aus der alten Heimat und erfährt, dass es dort nicht wirklich gut läuft. Die Mauern Jerusalems sind eingestürzt und auch den dort lebenden Juden geht es schlecht.

Die Ereignisse des Buches Esther fallen in die Regierungszeit des Königs Ahasveros (Xerxes I.), 485-464 v. Chr. Sein Vorgänger hatte die Juden aus der persischen Gefangenschaft entlassen und ihnen den Wiederaufbau ihres Tempels in Jerusalem erlaubt. In diesem Buch stehen nun die Erlebnisse von Esther und Mordokai im MIttelpunkt.

Der Prophet Haggai gehört zusammen mit den Propheten Sacharja und Maleachi zu den letzten Propheten des Alten Testaments. Die Worte dieser drei Propheten richten sich an die aus persischer Gefangenschaft nach Juda zurückgekehrten Juden, die zunächst mit viel Eifer und Gottes Unterstützung an an diesem Projekt arbeiteten, dann aber genauso drastisch in alte Gewohnheiten zurückfielen und sich von ihrem Gott abwandten.

Der Name Sacharja bedeutet "Der Herr gedenkt", womit auch im Wesentlichen beschrieben die Art des Dienstes dieses Propheten beschrieben ist. Während Haggai das Volk beim Tempelbau anspornte, richtete Haggai den Blick auf die nationale Wiederherstellung des Volkes unter der Führung ihres Messias.

Der Prophet Maleachi, der letzte des Alten Testamentes, war so um das Jahr 430 vor Christus aktiv – da zumindest wurde dieses Buch verfasst. Der Name Maleachi „Bote des Herrn“ und genau das ist auch der Inhalt seines Buches. Gott rechnet ab, mit seinem wieder einmal untreu gewordenen Volk. Allerdings wäre es nicht Gott, wenn er nicht wieder auf die in der Zukunft liegende Verheißung aufmerksam machen würde. Gott lässt die von ihm erwählten niemals hängen, es ist ihm wichtig, dass die Gläubigen dies nie vergessen! Aber er lässt sie von Zeit zu Zeit von den Früchten ihres Ungehorsams essen.

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