Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. (Joh 14,23)

Lightkeeper (Band 2)

„Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes (…) So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft [zum Zeugnis] für das Evangelium des Friedens. Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt, und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist“ (Eph 6, 13-17)

Der heutige Abschnitt hat viel mit dem obigen Epheser 6 zu tun. Es wird beschrieben, wie sich immer mehr Einzelpersonen aber auch ganze Sippen und Stämme um David versammeln. Jede Gruppe bringt ganz bestimmte Fähigkeiten im Kamp um die Rückeroberung des Landes mit. Das gelobte Land ist aber nur ein Bild für das Reich der Himmel, das uns verheißen ist. Ein Reich auf Erden wird mit irdischen Mitteln erobert, also mit Waffen und Gewalt – so haben die Menschen, in deren Hand Gott die Welt einst gab, diese geformt. Insofern ist es natürlich auch richtig, von diesen Schlachten und den Helden dieser Schlachten zu berichten. Das Ergebnis ist, dass die Israeliten das ihnen gelobte Land wieder zurückgewinnen, Zug um Zug, Schlacht um Schlacht, Held um Held.

Die herrenlosen Israeliten pilgern tatsächlich zu David nach Hebron und erheben ihn, der von Gott bei der Schlacht gegen Goliath vor ihren Augen auserwählt wurde, zu ihrem König. Seine erste Amtshandlung: Die Rückeroberung Jerusalems, die zu dieser Zeit Jebus heißt, einleiten. In einem ersten Schritt erobert er mit seiner Armee die Burg Zion. Jerusalem selbst überlässt er der Armee. Als Motivation bietet er dem ersten, der die Jebusiter überwindet den Posten des Verteidigungsministers (Hauptmann, Oberster) an. Eine weise Entscheidung, so sieht er gleich, bei welchem unter den Anführern Mut, Draufgängertum, Können und Führungsqualitäten am ausgewogendsten sind. And the winner is: Joab.

Weil wir die Kapitel 2 – 9 nur überflogen haben hier eine kurze Standortbestimmung: Saul ist der erste König Israels (darauf wird in vorigen Kapiteln aber nicht weiter eingegangen). Er hat vier Söhne gezeugt: Jonathan, Malchischua, Abinadab, Eschbaal. Diese haben ebenfalls Kinder; die Familie Sauls spielt im Weiteren aber keine Rolle mehr, da Saul seinem Gott untreu wurde und die regionalen Götzen anbetete.

In diesen acht Kapiteln geht es um die ganze Geschlechterfolge bis ungefähr zur Hinwegführung nach Babylon. Der Lightkeeper 2 hat einige zusätzliche Informationen, wer das nachlesen möchte, es steht auf den Seiten 212 – 227.

Es ist absolut klar, dass dieses Register für Juden unendlich wichtig ist, denn es ordnet jedem Individuum bis heute einen Platz in Gottes Volk zu, so man seinen Stammbaum kennt. Entweder du kommst aus einem bestimmten Haus oder du hast in dieses Haus hineingeheiratet. Nach dem Gesetz sollten ja Frauen einer Familie, so es keine männlichen Nachkommen gab und so sie selbst zu Erben wurden, innerhalb ihres Stammes heiraten, damit das durch Moses zugeteilte Land in der Familie bleibt.

Es geht natürlich bei Adam los. Wir hatten es hier ja schon öfter davon, dass der Stammbaum für die Juden der damaligen Zeit extrem wichtig war, nicht nur, aber sicher auch, weil sich aus der Zugehörigkeit zu einem Stamm der Anspruch auf ein bestimmtes Fleckchen Land in Israel ableiten ließ. Papst Benedikt XVI. hat sich in „Jesus von Nazareth – Prolog“ die Mühe gemacht und verschiedene Zählarten durchdekliniert, wobei er sich nicht auf Chronika, sondern auf die Evangelien von Matthäus und Lukas bezieht, die für ihre Ahnentafel aber garantiert die Bücher der Chronika zurate gezogen hatten.

Ich halte mich an das, was mir der Lightkeeper darüber sagt: Die Chroniken waren ursprünglich nur ein Buch, das erst bei der griechischen Übersetzung des Alten Testaments aufgeteilt wurde. Das erste Buch geht von Adam bis König David. Im zweiten Buch geht es hauptsächlich ums Südreich, also Juda.

Immer wenn ich in der Bibel auf prophetische Stellen stoße, zu denen auch dieser Psalm gehört, dann frage ich mich: Wann rede ich hier eigentlich über meinen Freund und Bruder Jesus und wann redet Jesus durch mich (falls er denn bei meinem Redeschwall überhaupt einmal zu Wort käme)? Vermutlich werde ich das in diesem Leben nicht mehr erfahren, aber das ist auch nicht wirklich wichtig. Die gemeinsame Zeit mit meinem Gott hier beim Bibelstudium und beim anschließenden Schreiben ist ein unbegreifliches Geschenk. Jesus in dieser Form neben mir zu spüren, ist nichts woran ich mich irgendwann gewöhnen könnte, ist etwas, was mich jedes Mal, wenn es passiert in seiner schieren Größe auf die Knie zwingt. Mein Gott liebt mich und hat Freude daran, es mich spüren zu lassen! Ein Gott mit Liebe zum Detail. Nur eine Angst bleibt mir, diejenige, dass diese Nähe irgendwann nicht mehr da sein könnte und Jesus selbst ist es, der diese Angst beständig zerstreut, wenn er mir immer wieder auf die Pelle rückt, gerade in den Zeiten, in denen ich es nicht erwarte – sonst wäre es ja keine Überraschung. Falls du gerade hart an deinem Glauben arbeitest um selbst Gott näher zu kommen, dann wünsche ich dir auf deinem Gebiet – in deiner Berufung – genau diese Erfahrung!

Dies ist der letzte Psalm dieses Kapitels im Lightkeeper, da sei mir diese persönliche Botschaft an dich erlaubt.

Noch ein paar Worte zu Psalm 41:

„Da sprach ich: Siehe, ich komme, in der Buchrolle steht von mir geschrieben; deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich, und dein Gesetz ist in meinem Herzen.“ (Ps 40,8+9 - dieses Mal Schlachterübersetzung, weil die HFA-Version bei diesem Psalm einfach mutlos und schwach ist)

Wieder ein Psalm mit prophetischen Elementen wie die Verse 8 – 12 belegen. Natürlich spricht David von sich selbst, denn er war ja der angekündigte König, der zu seiner Zeit das Volk Gottes rettete und zu einer Nation formte. In David (er)findet sich auch das weltliche Israel, der Stern seines Hauses schmückt bis heute die Flagge des Landes. Hier wird die Zusage Gottes an Abraham erstmals für die Welt sichtbar. Das Reich Gottes kommt in Israel zur Welt.

Das in Psalm 38 beschriebene Leiden dauerte wohl an und es wurde immer leiser um David. Schließlich redete er nicht einmal mehr mit Gott, wie es die ersten Zeilen dieses Psalms vermuten lassen. David gab auf.

Aber Gott gibt nicht auf.

„Meine Schuld ist mir über den Kopf gewachsen. Wie schwer ist diese Last! Ich breche unter ihr zusammen.“ (Ps 38, 5)

Wir fragen uns: Was war es dieses Mal, denn David ist wieder am Boden zerstört. Er gibt zu, dass er es mal wieder ohne Gott versucht hat, dass er arrogant und überheblich geworden war. Und vor der Zeit Jesu hieß das halt dann, dass irgendwann das Maß voll war und Gott David zwang die Früchte zu essen, die dieser zuvor gesät hatte.

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Die Bücher Mose wurden von Moses während seiner 40-jährigen Wüstenwanderung mit dem Volk Israel aus Ägypten ins von Gott versprochene gelobte Land, von der Sklaverei in die Freiheit. Doch das Volk hatte trotz der mächtigen Zeichen ihres Gottes, die in Ägypten geschehen waren, so ihre Probleme mit Glauben und Vertrauen an den einen Gott, wurden ihm immer wieder untreu, murrten und klagen. Als sie sich dann noch weigerten, dem Befehl Gottes, das Land, das er ihnen versprochen hatte einzunehmen zu folgen, obwohl er ihnen versprach bei ihnen zu sein, was er ja während des ganzen Weges von Ägypten nach Kanaan auch sicht- und hörbar getan hatte, war das der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Gott entschied, dass dieses Volk Sklaven sind und Sklaven bleiben werden. Daher solle keiner über 20 – bis auf Khaleb und Joshua, die treu geblieben waren – das Land besitzen und er würde sie durch die Wüste irren lassen, bis alle gestorben seien und nur noch ihre Kinder und Kindeskinder übrigblieben. Das vierte Buch Mose erzählt von diesen vierzig Jahren.

Das Johannes-Evangelium ist das jüngste; es wurde gegen Ende des ersten Jahrhunderts geschrieben. Johannes fand folgende Situation vor: Die ersten drei Evangelien und damit die historischen Erzählungen über Jesus waren bereits bekannt. Allerdings führte die zu diesem Zeitpunkt noch vielerorts mündliche Überlieferung bereits zur Entstehung von Irrlehren über den christlichen Glauben. Junge christliche Gemeinden mischten das reine Wort der Verkündigung mit Aussagen und Personen ihres alten Götzen-Glaubens. Johannes will daher mit seinem Evangelium die reine Lehre von Jesus Christus, seinem Wort und Werk, abgrenzen von den sich ausbreitenden pseudo-christlichen Sekten.

Die Psalmen (oder auch Psalter), die in diesem Abschnitt behandelt werden, stammen von David und so ungefähr 1012 – 970 vor Christus entstanden. In Lobpreis und Gebeten findet in einer poetischen Sprache eine Trennung zwischen dem Volk Gottes und dem gottlosen Rest der Welt statt. Die meisten Psalmen wurden von König David selbst geschrieben. Zwar richten sich damit die Psalmen zunächst mal nur an die Israeliten selbst, allerdings enthalten sie auch viele messianische Prophezeiungen, werden deshalb häufig im Neuen Testament zitiert und sind deshalb auch für Christen von herausragender Bedeutung.

Während ich bei den anderen Büchern meist die Schlachterbibel in der 2000er-Übersetzung verwende, werde ich für die Psalmen auf die „Hoffnung für Alle“ zurückgreifen. Die Psalmen sprechen uns direkt in unserem Alltag an, darum erscheint mir eine Alltagssprache geeigneter.

Ich halte mich an das, was mir der Lightkeeper darüber sagt: Die Chroniken waren ursprünglich nur ein Buch, das erst bei der griechischen Übersetzung des Alten Testaments in aufgeteilt wurde. Das erste Buch geht von Adam bis König David, das zweite von David. Im zweiten Buch geht es hauptsächlich ums Südreich, also Juda.

Ich würde mal sagen, für den ersten Teil wird es weniger historische Belege geben, als für den zweiten. Aber es die beiden Abschnitte zeigen auch, wie wenig sich Gott um menschliche Befindlichkeiten kümmert – oder wie sehr. Jesus stammt aus dem Haus David und wurde auch in Juda, nämlich in Bethlehem, knapp südlich von Jerusalem geboren. Aufgewachsen ist er aber in Nazareth, also im Nordreich.

Wir werden hier ab sofort und bis einschließlich 15. August über 1. Chronika sprechen, danach bis zum 16. Oktober sind 2. Chronika. Es wird also eine längere Reise werden.

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