Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2,14)

Lightkeeper (Band 2)

"Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden." (Ps 118,22 + Mk 12,10)

Die vier Gefährten ziehen sich in ihr Haus zurück und erflehen Hilfe von Gott. Der hat offensichtlich nur darauf gewartet und schenkt seinem Daniel in der Nacht eine Vision (ein Gesicht), das ihm Traum und Bedeutung erklärt. Glücklich über die Rettung durch seinen Gott lobt und preist er ihn und zieht vor den König um diesem die geforderte göttliche Weisung zu überbringen.

Gott habe dem König eine Vision geschickt, weil dieser sich in seinem Herzen gefragt habe, wie die Zukunft seines Reiches aussehe. Dabei war Gott – wie es so seine Art ist – überaus großzügig und hat ihm nicht nur die unmittelbare, sondern alle verbliebene Zukunft gezeigt.

„Neulich ging ich zu einem Hellseher. Ich klopfte an der Tür. Als von drinnen eine Stimme rief: ‚Wer ist da?‘ bin ich wieder gegangen.“ (Witz aus dem 20. Jahrhundert)

Der König hat schwere Träume! Genau genommen ist es ein Traum, der Nebukadnezar jede Nacht den Schlaft raubt. Also lässt er die besten Hellseher und Wahrsager des Reiches aufmarschieren, damit diese ihm den Traum deuten. Nun weiß der König, dass Wahrsager gute Märchenerzähler sind. Wenn er ihnen zu viel von dem Traum erzählt, werden sie irgendeine Geschichte zusammenspinnen. Also beschließt er ihnen gar nichts zu sagen. Sie sollen ihm den Traum nennen und ihn dann deuten.

Jojakim war der letzte König Judas. Zu seiner Zeit stand das Land bereits unter dem Einfluss Babylons, alle Könige in den Provinzen des untergehenden Israels nach Jojakim wurden direkt vom babylonischen König eingesetzt.

In dieser Zeit also lässt Nebukadnezar die gebildete Jugend des Landes in sein Reich verschleppen. Sie sollen zu Beamten des neuen Weltreiches ausgebildet werden. Das macht Sinn, wenn man eroberte Länder nicht nur ausbeuten, sondern langfristig an sich binden möchte. Unter den Verschleppten befinden sich auch Daniel, Hananja, Misael und Asarja, die zuallererst einmal neue, der babylonischen Kultur und Religion gemäße Namen erhalten. Außerdem sollen sie, wie gesagt, eine dreijährige Ausbildung erhalten und in dieser Zeit auch mit der königlichen Kost versorgt werden. Ausbildung bei freier (königlicher) Kost und Logis. Nicht das schlechteste Schicksal mag man jetzt denken.

Daniel – aus dem Stamm Juda – war unter den ersten vom babylonischen König Nebukadnezar verschleppten Juden. Er gehört damit zur letzten Generation vor dem Untergang Israels und somit zur ersten Generation Israeliten in der Diaspora.

 

„Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen! Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“ (Mt 6, 19-21)

Jakobus warnt zunächst die Reichen, die sich in ihrer Gier an den Löhnen ihrer Arbeiter bereichert haben. Die aktuelle Entwicklung bei der globalen und sozialen Verteilung der Vermögen zeigt wie brandaktuell diese Warnung ist. „Gewinne privatisieren aber Verantwortung sozialisieren“ ist nicht der Weg Gottes! Leben auf Kosten der Zukunft, leben auf Kosten des Nächsten – sei es ein Mitbürger im eigenen Land oder ein Mensch eines anderen Landes in Armut und/oder Krieg – ist nicht der Weg Gottes! Der angehäufte Wohlstand kann nicht in das nächste Leben mitgenommen werden, die angehäufte Schuld bleibt aber in Ewigkeit.

„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln?“ (Mt 7, 16)

Jede Weisheit bringt ihre eigene Sprache hervor. Himmel und Welt sind durch die Sprache getrennt, auch wenn in der Welt für beide teilweise dieselben Wörter verwendet werden.

„Nicht das, was zum Mund hineinkommt, verunreinigt den Menschen, sondern was aus dem Mund herauskommt, das verunreinigt den Menschen.“ (Mt 15,11)

Mit diesem einfachen Satz brachte Jesus es auf den Punkt; die Zeilen 1 – 12 dieses Kapitel greifen diese Aussage auf – die Kraft des Wortes. Was ein Mensch denkt hat Einfluss auf das was er redet – aber was ein Mensch redet beeinflusst auch seine Gedanken. Mit gedachten oder gesprochenen Worten verändern wir uns und die uns umgebende Welt im Positiven wie im Negativen. Das Wort stand am Anfang der Schöpfung, das Wort wird sie auch vollenden.

Nach den vorbereitenden Worten in Kapitel 1 gibt Jakobus nun „Butter bei die Fische“

Unser Herr Jesus Christus hat die Frohe Botschaft allen Menschen verkündet und das Heil allen Menschen versprochen, die an ihn glauben. Darum kann auch der gläubige Christ keinen Unterschied im Ansehen von Personen machen, sie sind alle Kinder Gottes, egal ob arm oder reich. Heute kennt man das Sprichwort: „Nach oben buckeln, nach unten treten!“ Ein Christ erkennt darin eine grundfalsche Haltung.

Jakobus grüßt die zwölf Stämme in der Diaspora. Mit der Niederschlagung Israels durch den babylonischen König, beschrieben am Ende von 2. Chronika, machte Gott nicht nur seine Drohung wahr, sein Volk unter die Heiden zu zerstreuen, wenn es ihm untreu würde, er bereitete damit auch seinen Ruf zur Heimkehr an alle seine Kinder in der Welt vor. Auch wenn die Juden in der Diaspora in Treue zum Gesetz unter sich blieben, wurden sie nach der Auferstehung Christi doch auch zu Stützpunkten Gottes in der heidnischen Welt.

Jakobus, selbst gläubiger Jude, der „bis zum Schluss“ an der Verkündigung der Heils- und Gnadenbotschaft seines Bruders zweifelte, weiß um die Ängste und Verwirrung, welche die Verkündigung des Lichts bei seinen Glaubensbrüdern und -schwestern ausgelöst hat und holt sie an dem Punkt des Glaubens ab, an dem sie sich nun, rund 12 Jahre nach dem Ereignis befinden.

Jakobus stammt aus der Familie Jesu, ist also einer seiner Brüder. Bis zum Tod Jesu am Kreuz war Jakobus gläubiger Verfechter des Alten Bundes, erst nach dessen Auferstehung bekehrte er sich zur Frohen Botschaft und wurde sogar Botschafter.

In diesem Brief wendet er sich an die zwölf Stämme Israels in der Zerstreuung. Dies macht deutlich, dass nach der Niederwerfung Israels durch Nebukadnezar das Volk Gottes nie mehr in einem Land vereint war, auch wenn Jerusalem 70 Jahre später wieder aufgerichtet wurde. Die Zerstreuung seines Volkes in der Welt bleibt die sichtbare Narbe bis zu dem Tag, an dem Gott alle seine Kinder in seinem Reich versammeln will. Die Zerstreuung seines Volkes bereitet, neben dem von den Römern gut ausgebauten Straßennetz, aber auch seinem Wort, also dem Ruf zum Heil durch Christus, den Weg und einen fruchtbaren Boden in der Welt. Ja, auch im Übel der Welt kann man mit bereitem Herzen den guten Plan des Vaters entdecken.

Beim ersten Lesen des Jakobusbriefes, insbesondere nach dem Gruß zu Beginn „an die zwölf Stämme“, dachte ich zunächst – wieder einmal: Ist dieser Brief für die neuen Gemeinden denn überhaupt von Belang?

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Die Bücher Mose wurden von Moses während seiner 40-jährigen Wüstenwanderung mit dem Volk Israel aus Ägypten ins von Gott versprochene gelobte Land, von der Sklaverei in die Freiheit. Doch das Volk hatte trotz der mächtigen Zeichen ihres Gottes, die in Ägypten geschehen waren, so ihre Probleme mit Glauben und Vertrauen an den einen Gott, wurden ihm immer wieder untreu, murrten und klagen. Als sie sich dann noch weigerten, dem Befehl Gottes, das Land, das er ihnen versprochen hatte einzunehmen zu folgen, obwohl er ihnen versprach bei ihnen zu sein, was er ja während des ganzen Weges von Ägypten nach Kanaan auch sicht- und hörbar getan hatte, war das der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Gott entschied, dass dieses Volk Sklaven sind und Sklaven bleiben werden. Daher solle keiner über 20 – bis auf Khaleb und Joshua, die treu geblieben waren – das Land besitzen und er würde sie durch die Wüste irren lassen, bis alle gestorben seien und nur noch ihre Kinder und Kindeskinder übrigblieben. Das vierte Buch Mose erzählt von diesen vierzig Jahren.

Das Johannes-Evangelium ist das jüngste; es wurde gegen Ende des ersten Jahrhunderts geschrieben. Johannes fand folgende Situation vor: Die ersten drei Evangelien und damit die historischen Erzählungen über Jesus waren bereits bekannt. Allerdings führte die zu diesem Zeitpunkt noch vielerorts mündliche Überlieferung bereits zur Entstehung von Irrlehren über den christlichen Glauben. Junge christliche Gemeinden mischten das reine Wort der Verkündigung mit Aussagen und Personen ihres alten Götzen-Glaubens. Johannes will daher mit seinem Evangelium die reine Lehre von Jesus Christus, seinem Wort und Werk, abgrenzen von den sich ausbreitenden pseudo-christlichen Sekten.

Die Psalmen (oder auch Psalter), die in diesem Abschnitt behandelt werden, stammen von David und so ungefähr 1012 – 970 vor Christus entstanden. In Lobpreis und Gebeten findet in einer poetischen Sprache eine Trennung zwischen dem Volk Gottes und dem gottlosen Rest der Welt statt. Die meisten Psalmen wurden von König David selbst geschrieben. Zwar richten sich damit die Psalmen zunächst mal nur an die Israeliten selbst, allerdings enthalten sie auch viele messianische Prophezeiungen, werden deshalb häufig im Neuen Testament zitiert und sind deshalb auch für Christen von herausragender Bedeutung.

Während ich bei den anderen Büchern meist die Schlachterbibel in der 2000er-Übersetzung verwende, werde ich für die Psalmen auf die „Hoffnung für Alle“ zurückgreifen. Die Psalmen sprechen uns direkt in unserem Alltag an, darum erscheint mir eine Alltagssprache geeigneter.

Ich halte mich an das, was mir der Lightkeeper darüber sagt: Die Chroniken waren ursprünglich nur ein Buch, das erst bei der griechischen Übersetzung des Alten Testaments in aufgeteilt wurde. Das erste Buch geht von Adam bis König David, das zweite von David. Im zweiten Buch geht es hauptsächlich ums Südreich, also Juda.

Ich würde mal sagen, für den ersten Teil wird es weniger historische Belege geben, als für den zweiten. Aber es die beiden Abschnitte zeigen auch, wie wenig sich Gott um menschliche Befindlichkeiten kümmert – oder wie sehr. Jesus stammt aus dem Haus David und wurde auch in Juda, nämlich in Bethlehem, knapp südlich von Jerusalem geboren. Aufgewachsen ist er aber in Nazareth, also im Nordreich.

Wir werden hier ab sofort und bis einschließlich 15. August über 1. Chronika sprechen, danach bis zum 16. Oktober sind 2. Chronika. Es wird also eine längere Reise werden.

Der Prediger, der Autor dieses Buches, sagt über sich, er sei weise, wäre König von Israel gewesen und sei ein Sohn Davids. Daher wird dieses Buch heute Salomo zugeschrieben.

Nach Lektüre bin ich mir dessen nicht so sicher. Ich weiß nicht, ob ein König voll Weisheit und Erkenntnis dieses Buch geschrieben hätte – oder falls doch, auch Salomo war letztendlich nur ein Mensch, ob er es wirklich als eigenständiges Buch in der Bibel hätte haben wollen.

Doch das Buch Prediger ist ein weiterer Beweis dafür wie offen und ehrlich die Bibel ist. Sie lässt nichts weg auf dem Weg der Juden mit ihrem Gott.

Jakobus stammt aus der Familie Jesu, ist also einer seiner Brüder. Bis zum Tod Jesu am Kreuz war Jakobus gläubiger Verfechter des Alten Bundes, erst nach dessen Auferstehung bekehrte er sich zur Frohen Botschaft und wurde sogar Botschafter.

In diesem Brief wendet er sich an die zwölf Stämme Israels in der Zerstreuung. Dies macht deutlich, dass nach der Niederwerfung Israels durch Nebukadnezar das Volk Gottes nie mehr in einem Land vereint war, auch wenn Jerusalem 70 Jahre später wieder aufgerichtet wurde. Die Zerstreuung seines Volkes in der Welt bleibt die sichtbare Narbe bis zu dem Tag, an dem Gott alle seine Kinder in seinem Reich versammeln will. Die Zerstreuung seines Volkes bereitet, neben dem von den Römern gut ausgebauten Straßennetz, aber auch seinem Wort, also dem Ruf zum Heil durch Christus, den Weg und einen fruchtbaren Boden in der Welt. Ja, auch im Übel der Welt kann man mit bereitem Herzen den guten Plan des Vaters entdecken.

Beim ersten Lesen des Jakobusbriefes, insbesondere nach dem Gruß zu Beginn „an die zwölf Stämme“, dachte ich zunächst – wieder einmal: Ist dieser Brief für die neuen Gemeinden denn überhaupt von Belang?

Welch unsinnige Frage, schrieb ich doch gerade zum Ende von 2. Chronika davon, dass sich heute viele Menschen in dem Graubereich zwischen Altem und Neuem Bund aufhalten. Der Jakobusbrief wurde etwa 45 n. Chr. Verfasst, also gerade mal so 12 Jahre nach der Kreuzigung und Auferstehung Jesu – im großen Lauf der Weltgeschichte ist das weniger als ein Augenblick. In zwölf Jahren hatte es die Kunde von der Auferstehung eines Menschen aus Nazareth vermutlich gerade einmal um die damals bekannte Welt geschafft, zu kurz um bereits die ganze Welt zu verändern aber gerade genug um bei jenen zwölf in der Diaspora lebenden Stämmen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

War der Messias bereits gekommen? War das Ende der Zeit da? Was hatte er verkündet? Gab es Rettung? Ja, sicher – aber wie? Die jungen Judenchristen standen zwischen Hoffen und Bangen, die Motivation zur Erfassung der neuen Botschaft war sicher danach nie mehr so hoch wie in jenen Tagen. Gleichzeitig gab es da natürlich auch noch sowohl in der Diaspora wie im besetzten Israel die Mehrheit der Juden, die bereits die erste Frage mit einem klaren Nein beantworteten und die am Alten Bund festhielten. Schon bald machten sich Schriftgelehrte auf Missionsreise und lehrten: Du musst dich zum Alten Bund bekennen und die Gesetze einhalten um – erst danach – von Jesus gerettet zu werden. Damit war die Verwirrung komplett.

Die Situation ist heute unter den Gemeinden Christi gar nicht mal so anders! Damals wie heute befindet sich ein Großteil der gläubigen Welt im Übergangsbereich zwischen Altem und Neuem Bund.

Martin Luther prägte das Schlagwort „Rechtfertigung allein aus Glauben“ (etwas anders ausgedrückt: Allein der Glaube rettet), das sich - Kirchenspaltung hin oder her – als Grundregel christlichen Lebens durchgesetzt hat. Aber was bedeutet das? Auch heute halten bibelfeste Christen die Rechtfertigung allein aus Glauben für „zu billig“ um wahr zu sein. Sie sind der festen Überzeugung, dass der Mensch sich seine Rettung erarbeiten muss und sie berufen sich dabei gerade auf den Brief des Jakobus. Damit schreibt Jakobus direkt in unsere Zeit und Situation hinein und qualifiziert sich damit einer besonders gründlichen Begutachtung.

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