2. Chronika

„Nicht eure, sondern Gottes Sache ist der Kampf!“ (2.Chr 20,15)

Und dann passiert es doch! Trotz aller Treue des Königs und seines Volkes zu ihrem Gott rüsten mehrere mächtige Nachbarstaaten zum gemeinsamen Krieg gegen Juda. Josaphat erkennt, dass seine Leute hier keine Chance haben, egal wie viele Männer zu den Waffen gerufen werden.

Im Schützengraben findet jeder zu Gott, sagt ein Sprichwort. Doch für Josaphat ist das keine radikale Umkehr, er hat sein Leben und seinen Staat auf dem Fundament Gottes aufgebaut. Darum ruft er auch gar nicht zu den Waffen, sondern zum Gebet. Gemeinsam mit seinem Volk betet er zu Gott, erinnert ihn an die Zusage, die er seinen Vätern gegeben hat und bittet um Beistand.

Josaphat kehrt unversehrt aus diesem Feldzug wider den Willen Gottes nach Jerusalem zurück und Gott empfängt ihn mit einem Grußwort aus dem Munde Jehus, das gleichzeitig eine Warnung enthält. Gott wird sich diesen Ungehorsam merken, aber er wird bis auf weiteres die Treue des Königs beim Verbreiten seines Wortes an das Volk anerkennen.

Josaphat nimmt sich das zu Herzen. Er zieht wieder ganz nach Jerusalem und setzt die Missionierung seines Volkes fort, indem er in jeder Stadt Richter einsetzt, die nach dem Wort Gottes richten sollen – unbestechlich und ohne Ansehen der Person.

Weil Ahab von Micha fordert, wenigstens einmal von ihm was Schönes zu hören zu bekommen, stimmt der Prophet auf den Lobgesang der 400 Bediensteten ein – das ist aber nicht das, was Josaphat jetzt braucht, er braucht eine Weisung von seinem Gott, also fordert er diese von Micha ein und er bekommt sie:

Der Kriegszug wird ein Desaster. Das Nordreich wird nach dem Krieg ohne König sein. Gott selbst hat die falschen Propheten zu dieser frohen Prophezeiung verführen lassen, weil er genug von Ahab hat.

Während Josaphats Macht zunimmt, wird Ahab, ein Anbeter der regionalen Götzen, König vom Nordreich (1. Könige 16,29-33). Offensichtlich ist Josaphat der Erfolg zu Kopf gestiegen, denn trotz dieses Wissens verbündet er sich mit ihm und zieht von Jerusalem nach Samaria um. Das kann eigentlich nicht gut gehen.

Nun wird sein Sohn Josaphat König von Juda und er beginnt seine Regentschaft damit, die Grenzen seines Landes mit mehr Soldaten zu sichern, die er in die Grenzstädte schickt. Er lässt die Götzenbilder im Land zerstören und wendet sich wieder ganz bewusst dem Gott Abrahams zu, der sich damit auch wieder dem König zuwendet. Das bleibt den Königen der umliegenden Länder nicht verborgen. Sie lassen Juda in Frieden.

Und dann macht er etwas Neues:

Im sechsunddreißigsten Regierungsjahr erwartet dann König Asa aber doch eine Prüfung. Baesa, König des Nordreichs, blockiert das Südreich, indem er die Stadt Rama zur Festung ausbaut. Asa ist gezwungen zu handeln, doch er ruft nicht seinen Gott an sondern verbündet sich mit Benhadad, dem heidnischen König von Aram an der Nordgrenze des Nordreichs, genauer: Er kauft ihn mit Gold und Silber, sowohl aus eigenen Beständen wie auch vom Tempelschatz. Das heißt, Asa wendet sich im Geist von seinem Gott ab.

Gott ist es aber nicht genug, dem jungen König aus der Klemme geholfen zu haben. Er schickt den Propheten Asarja zu ihm und lässt durch ihn sein Versprechen, das er seinerzeit David gegeben hatte, bekräftigen: Alle, die Gott suchen werden, sollen ihn finden und bei ihm Ruhe finden. Darum sollen alle eifrig beim Befolgen des Gesetzes und Erfüllen des Willen Gottes bleiben. Denn, das ist der übliche Seitenhieb beim Bund des Gesetzes, wenn sie den Pfad des Gesetzes und damit ihren Gott verlassen, dann wird auch er sie verlassen.

König Asa räumt auf! Er lässt den Wildwuchs an Götzenaltären in seinem Reich entfernen, auch die Stellen, die sein Vater noch ausgelassen hatte bleiben nicht verschont. Er verbietet seinem Volk jegliche Götzenanbetung und befiehlt die Einhaltung des Gesetzes.

Rehabeams Sohn Abija folgt ihm auf den Thron nach. Doch jetzt beginnen sich die Spannungen zwischen Nord- und Südreich zu verstärken, beide Länder rüsten auf und verstärken ihr Heer. In einem Appell versucht Abija die Bürger des Nordreichs zum Halten des Friedens zu bringen, verhält sich dabei aber nicht sonderlich geschickt.

Doch Rehabeam ist in Charakter und Glaube nicht so stark, wie sein Vater es war. Nach fünf Jahren äußerst erfolgreicher Regentschaft, denkt er, dass er das auch ohne Gott schaffen kann. Das Volk folgt dem schlechten Vorbild des Königs und so kommt es, wie es kommen muss.

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