Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2,14)

„Der HERR, der gütig ist, wolle allen denen vergeben, die ihr Herz darauf gerichtet haben, Gott zu suchen“ (2 Chr 30, 18+19)

Kapitel 30 hat einen direkten Bezug zu „Mansio Christi“, dieser Seite hier!

Hiskia ist ganz erfüllt von Gott. Als der Tempel dafür bereitet ist, schickt er Boten aus; sie sollten von über all in Juda, aber auch im Nordreich die Menschen zum großen Fest nach Jerusalem einladen. Das Passah wird zwar einen Monat später gehalten werden, als im Gesetz vorgeschrieben, aber es hatte einfach solange gedauert, den Tempel herzurichten. Wir lesen Hiskia schickt die Boten, aber es ist klar: Es ist Gott, der hier einlädt. Gott macht die Versöhnung mit seinem Volk nicht von einem bestimmten Datum abhängig, sondern von der Bereitschaft der Gläubigen.

Und was steht in der Einladung: Tut Buße und kehrt um zu eurem Gott. Wenn ihr bereit seid für ihn, wird er zu euch stehen.

Was der Geist in Hiskia bewirkt hat, bringt den König nun dazu alle, die ihm zuhören mitzureißen. Glaube, erfüllt sein vom Geist Gottes, ist ansteckend!

Natürlich gibt es viele, die Hiskia bzw. dessen Boten auslachen, andere aber scheinen auf diese Einladung nur gewartet zu haben. Sie demütigen sich vor Gott und machen sich auf den Weg. Wir hatten es an dieser Stelle schon mal davon: „Sich demütigen“ im Sinne der Bibel bedeutet nichts anderes, als sich in Demut Gott (wieder) zuzuwenden, diesen berühmten einen Schritt auf ihn zuzugehen und vor sich selbst zuzugeben, auf Gott und seine Gnade angewiesen zu sein und sie haben zu wollen. Sich demütigen vor Gott heißt im Grunde nichts anderes, als den Unrat im Tempel Gottes, also dem eigenen Leben loswerden zu wollen, es ist der Anfang der Selbstreinigung.

Das ist aber bereits die Art der Demütigung vor Gott, die Jesus uns gelehrt hat. Im alten Israel bedeutete dies eine strenge Bußopfer- und Reinigungszeremonie im Tempel durchzuführen, genau beschrieben im Gesetz. Je nach Art der Sünde/Unreinheit konnte es bis zu 7 Tage dauern, bis man wieder rein gewesen wäre und an der Feier hätte teilnehmen können. Wenn man sich nun gleichzeitig vorstellt, dass es je nach Heimatstadt mehrere Tage dauerte, um nach Jerusalem zu kommen, kann man nachvollziehen, dass viele diese Geduld nicht mehr aufbrachten und sofort mitfeierten – auch, weil das Passah ja nur eine Woche dauert. Hiskia sieht das Dilemma, sieht die Reinheit der Herzen der Feiernden und bittet Gott um Vergebung für den im Übermut begangenen Formfehler. Und weißt du was: Im Reich Gottes gibt es keine himmlische Bußbehörde! Hiskia hat richtig gehandelt. Dank Jesu wissen wir heute, dass sich Gott über jeden umgekehrten Sünder freut, ja dass er ihn freudig empfängt und für ihn und mit ihm feiert. Auch wenn dieses Passahfest lange vor Jesu Opfer am Kreuz stattgefunden hat, Gott freute sich über die verlorenen Schafe, die heimgefunden hatten.

Das gilt heute natürlich noch mehr! Bei deiner Umkehr zu Gott geht es um die Umkehr im Herzen. Alle von außen vorgegebenen Strukturen und Zeremonien, ja sogar die heiligen Sakramente, sollen dir dabei helfen, dein Herz wieder auf Gott auszurichten. Nutze sie dafür und verstehe sie als solche, jedes Einzelne hat seinen Grund und Zweck, keins ist überflüssig. Ja, sogar die vielgescholtenen großen christlichen Kirchenorganisationen sind wichtig, lebenswichtig, für deine Orientierung, höre auf ihre Verkündigung des Wortes, nutze ihre Strukturen, um Gemeinschaft zu finden. Aber keins der genannten Dinge und Einrichtungen ersetzt deine persönliche Versöhnung und Verbindung mit Gott! Glaube, die Einheit mit Gott, geschieht nur in seinem Tempel und der ist nicht aus Stein oder aus Gesetzen und Zeremonien, dieser Tempel bist du. Wenn dir Menschen was anderes erzählen, hör nicht auf sie. Sie kennen vielleicht die Wörter der Bibel, aber sie kennen nicht das Wort Gottes.

Für die Teilnehmer am von Hiskia ausgerufenen Passahfest ist die Nähe Gottes so spürbar, dass sie gar nicht mehr aufhören wollten zu feiern und das Fest um eine weitere Woche verlängern. Wen Gott an sich zieht, der möchte dableiben.

Du rätselst noch, inwiefern „Mansio Christi“ einen Bezug zu Kapitel 30 hat? Was anderes ist diese Seite, als die Nachricht eines Boten? – „Macht euch bereit! Kommt und feiert mit dem HERRN im himmlischen Jerusalem! Der HERR selbst lädt euch ein.“

2. Chronika 30 >>

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