Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2,14)

2. Chronika

Gott ist es aber nicht genug, dem jungen König aus der Klemme geholfen zu haben. Er schickt den Propheten Asarja zu ihm und lässt durch ihn sein Versprechen, das er seinerzeit David gegeben hatte, bekräftigen: Alle, die Gott suchen werden, sollen ihn finden und bei ihm Ruhe finden. Darum sollen alle eifrig beim Befolgen des Gesetzes und Erfüllen des Willen Gottes bleiben. Denn, das ist der übliche Seitenhieb beim Bund des Gesetzes, wenn sie den Pfad des Gesetzes und damit ihren Gott verlassen, dann wird auch er sie verlassen.

König Asa räumt auf! Er lässt den Wildwuchs an Götzenaltären in seinem Reich entfernen, auch die Stellen, die sein Vater noch ausgelassen hatte bleiben nicht verschont. Er verbietet seinem Volk jegliche Götzenanbetung und befiehlt die Einhaltung des Gesetzes.

Rehabeams Sohn Abija folgt ihm auf den Thron nach. Doch jetzt beginnen sich die Spannungen zwischen Nord- und Südreich zu verstärken, beide Länder rüsten auf und verstärken ihr Heer. In einem Appell versucht Abija die Bürger des Nordreichs zum Halten des Friedens zu bringen, verhält sich dabei aber nicht sonderlich geschickt.

Doch Rehabeam ist in Charakter und Glaube nicht so stark, wie sein Vater es war. Nach fünf Jahren äußerst erfolgreicher Regentschaft, denkt er, dass er das auch ohne Gott schaffen kann. Das Volk folgt dem schlechten Vorbild des Königs und so kommt es, wie es kommen muss.

Trachtet aber zuerst nach Gottes Gerechtigkeit…

Dies gilt nun nicht mehr im Nordreich. Jerobeam setzt den Gott Abrahams, Isaaks und Mose ab und führt eigene Götter ein. An den alten Kultstätten lässt er Götzen errichten, setzt die Leviten als Priester ab und eigene, heidnische Priester ein. Darum wandern alle im Nordreich angesiedelten Leviten ins Südreich ab; ihnen folgen zahlreiche Israeliten, die an Gott festhalten wollen.

„Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt!“ (Ex 20,12)

Jetzt geht es abwärts mit Israel. Gleich nach der Krönung von Rehabeam, dem Sohn Salomos, verbünden sich die zehn Stämme im Norden des Reichens mit Jerobeam, einem ehemals unterlegenen Feind Salomos und fordern Erleichterungen bei den Abgaben und den Pflichten. Die Ältesten und ehemaligen Berater von Salomo raten ihm zur Milde, seine Kumpels in seinem Alter aber raten ihm, jeglichen Widerstand im Keim zu ersticken und noch härtere Geschütze als einst sein Vater aufzufahren.

Die Gerüchteküche besingt in der ganzen Region die Weisheit des Königs Salomo. Daher kommt die Königin von Saba, bepackt mit zahlreichen Gewürzen, Stoffen und anderen wertvollen Geschenken um sich selbst zu überzeugen. Um es kurz zu machen: Sie ist vollkommen platt!

Der Mann kann ihr auf alle ihre Fragen gute Antworten geben, alle Diener des Palastes machen einen ausgezeichneten Eindruck, das ganze Ambiente ist perfekt. Die Königin lobpreist Salomo und dessen Gott, der – wohlgemerkt! – nicht ihr eigener ist. Beseelt und glücklich kehrt sie nach Saba zurück.

Gott hält das Versprechen, das er Salomo bei dessen Amtsantritt gegeben hatte. Die Regentschaft des Königs verläuft sowohl für das Land als auch für den König selbst sehr erfolgreich. Salomo erweitert seine Besitztümer über die bestehenden Grenzen seines Landes hinaus und erwirtschaftet aus den anfallenden Tributzahlungen großen Gewinn.

Der Abschluss der siebentägigen Tempeleinweihung ist im Grunde schnell erzählt: Noch einmal fährt Gott – dieses Mal in Form von die ganzen Opfer verzehrendem Feuer – vom Himmel herab. Er hat Gefallen an dem Treiben und der demonstrierten Treue seines Knechtes Salomo und seines Volkes und lässt es sie wissen. In der Nacht erscheint er dann dem König persönlich. Er versichert ihm, dass er sein Gebet ge- und erhört hat und er auch die Gebete seines Volkes erhören wird, solange sie sich an den Bund des Gesetzes halten. Sollten sie den Bund brechen, so würde er sie allerdings von ihrem Land vertreiben und unter die Heiden zerstreuen lassen. Ihr ganzer Stolz, der Tempel des Herrn, würde dann zerstört und der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Der mit Moses geschlossene Bund lässt keinen Spielraum für Interpretationen.

Mir fiel beim Lesen dieses Kapitels die Sache mit dem Feuer auf:

„denn es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt“ (2. Chr 6, 36)

Der Tag der Tempelweihe. Ganz Israel hat sich vor dem Tempel versammelt, als König Salomo zum Volk spricht. In seiner Rede dankt er zuerst Gott, der alle seine Zusagen gehalten habe und erinnert noch einmal daran, dass dieser Tempel der Plan seines Vaters war, der alles vorbereitet hatte, aber – seinem Gott gehorchend – den Bau seinem Sohn überließ. Salomo ehrt also Gott und seinen Vater.

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