Gottesdienste in Corona-Zeiten

Ein ganzes Bündel zum Zeitpunkt der Verhaftung ca. 500 - 1000 Jahre alter Prophezeiungen erfüllt sich in diesem Kapitel. Die Beschreibung der Verurteilung und Tötung Jesu liest sich wie das Abarbeiten einer uralten, grausamen Check-Liste:

  • Pilatus lässt Jesus foltern und Jesus schweigt beim weiteren Verhör – Jesaja 53,7
  • Die Soldaten verspotten Jesus, verteilen seine Kleider und werfen das Los um sein Gewand – Psalm 22,19
  • Die endgültige Ablehnung durch sein eigenes Volk. – Jesaja 53,3
  • Die Kreuzigung selbst – Psalm 22,17
  • Die Kreuzigung zusammen mit zwei Verbrechern – Jesaja 53,12
  • Die Verhöhnung des Herrn, als man ihm Essig zu trinken gibt – Psalm 69,22
  • Ihm wurde kein Knochen gebrochen (wie den beiden anderen, um deren Tod zu beschleunigen) – Psalm 43,21
  • Ihm wurde stattdessen die Seite durchbohrt – Sacharja 12,10
  • Die Bestattung im Grab eines Reichen – Jesaja 53,9
  • Schon davor erfüllte Judas beim Verrat die Prophezeiungen aus Psalm 41,1 und Sacharja 11,12+13 (steht nur zum Teil im Johannes-Evangelium, ist aber in den anderen zu finden).

Man denkt sich, dass Jesus damit vollauf beschäftigt war. Doch er findet noch Zeit, seinen Lieblingsjünger Johannes, der ihn als einziger seiner Jünger bis ans Kreuz begleitet hat, in die Obhut seiner Mutter (und natürlich auch umgekehrt) zu geben. Und er bestätigt zum Schluss noch, dass er die Check-Liste jetzt komplett abgearbeitet hat, als er nach dem Essigschwamm sagt: „Es ist vollbracht.“

Danach stirbt Jesus.

Mit dem Tod erfüllt sich dann – wenn auch nicht sichtbar noch Jes 43,25 – „Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen, und an deine Sünden will ich nie mehr gedenken!“, denn dafür hat Jesus das alles durchgemacht.

Die Schrift ist nun vollständig durch ihn erfüllt; er kann nun zurück zu seinem Vater. In der Wiederherstellung der Einheit liegt die Erlösung der Welt, der Heilsplan Gottes wird nun wirksam, offenbar.

Die minutiöse Einhaltung der Prophezeiungen hat aber auch eine sehr praktische Bedeutung für die Jünger der näheren und ferneren Zukunft: Jesus hat in den drei Jahren seines Wirkens (übrigens wird auch dieser Zeitraum in Daniel 9 prophezeit) alles getan, was in den alten Schriften über den Messias gesagt worden war. Alle die später von ihm hören würden, könnten damit die Erzählungen überprüfen und selbst feststellen, dass alles passt. Der Glaube der Christen beruht auf Fakten. Dass Jesus von den Römern gekreuzigt wurde steht sogar in Briefen und Berichten jener Zeit, die nicht von Christen oder Juden geschrieben sind. Natürlich kann man die Fakten selbst anzweifeln, natürlich kann man den Christen vorwerfen, sie hätten sich das alles nur zurechtgelegt – wenn man das Ergebnis kennt, kann man aus fast jeder phantasievollen Erzählung eine Prophezeiung dazu machen. Diese Fakten werden jene nicht überzeugen, die nicht glauben. Sie geben den Gläubigen aber Gewissheit in der Erfüllung der Prophezeiungen über Jesu Auferstehung, seinem Wirken danach und der daraus etablierten neuen, viel engeren Beziehung zwischen dem Vater und seinen Kindern.

„Sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein und ich will ihnen ein Herz und einen Wandel geben, dass sie mich allezeit fürchten, ihnen selbst zum Besten und ihren Kindern nach ihnen. Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohlzutun.“ (Jer 32,38-40)

Und es gibt ihnen auch Gewissheit darüber, dass die Bibel auch für alles, was bis zum Tag des Gerichts und darüber hinaus geschieht, das einzige Buch mit Relevanz ist. Andere Bücher, andere Evangelien und Offenbarungen bestätigen entweder die Bibel (genauer: werden durch ihre Übereinstimmung durch die Bibel bestätigt) oder sie sind bedeutungslos.

Gott weiß, wie der Verstand seiner Kinder gestrickt ist und überlässt sie deshalb nicht religiöser Beliebigkeit. Er sagt, was er tut und er macht, was er sagt. Wenn er seinen Sohn ans Kreuz schickt nur um uns das begreiflich zu machen, sollten wir erkennen, wie sehr er uns liebt und dass wir uns hundertprozentig auf seine Zusagen verlassen können.

Joh 19 >>

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