Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. (Joh 14,23)

Numeri (4. Mose)

Im letzten Kapitel sehen die Männer des Stammes Manasse die Felle davon schwimmen. Die Töchter Zelophachs hatten ja ebenfalls einen Erbteil zugesichert bekommen, weil es keine männlichen Erben gab. Wenn nun diese Frauen aber einen Mann aus einem anderen Stamm heiraten würden, so würde ja deren Land an den anderen Stamm fallen. Das Erbteil des Stammes Manasse würde so nachträglich kleiner werden. Kurz: Die Nachkommen von Manasse gönnen ihren Brüdern aus den anderen Stämmen nicht die Butter auf dem Brot.

Die letzten drei Kapitel dieses Buches geht es dann aber wirklich nur noch ums Verteilen. Dabei wirft Kapitel 36 einen interessanten Aspekt auf den Konflikt zwischen Gesetz und Gnade. Darum bekommt Kapitel 36 am 16. März einen eigenen Artikel von mir spendiert.

Eine Zusammenfassung des gesamten vierten Buches füllt die ersten 49 von insgesamt 56 Versen dieses Kapitels. War das wirklich nötig? Natürlich lautet die Antwort „Ja!“ aber was ist die Lehre aus diesem Kapitel?

Der Weg der Israeliten durch die Wüste ist ein Bild für deinen und meinen Weg durch das irdische Leben zu Gott.

Das Volk Israel steht am Jordan und Gott hat befohlen, den Fluss nach Westen zu überqueren um das gelobte Land in Besitz zu nehmen. Doch der Stamm Rubens und der Stamm Gads wollen mit ihrem Vieh hier bleiben und Städte bauen und kommen mit dieser Bitte vor Moses. Der ist wenig begeistert von der Idee.

„Es ist unvermeidlich, dass Anstöße [zur Sünde] kommen; wehe aber dem, durch welchen sie kommen! Es wäre für ihn besser, wenn ein großer Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde, als dass er einem dieser Kleinen einen Anstoß [zur Sünde] gibt.“ (Lk 17,2)

Gott hat noch eine Rechnung mit den Midianitern offen! Wir erinnern uns an die Taktik des Königs Balak: Man lud die Israeliten zu den eigenen heidnischen Festen ein und diese kamen, feierten und opferten dem heidnischen Götzen-Gott; einige nahmen sich sogar midianitische Frauen. Gott blieb nichts anderes übrig, als sein eigenes Volk für diese grobe Untreue zu bestrafen, denn er ist gerecht. Nun aber beauftragt er die Kinder Israels Rache dafür zu nehmen. Leider sind die israelitischen Krieger mal wieder nicht konsequent, denn die Kinder und ausgerechnet auch die Frauen nehmen sie mit zurück in ihr Lager. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

„Ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt“ (Mt 5,34)

Überraschung! In diesem Kapitel geht’s ums schwören. Wie bindend ist es denn nun, wenn jemand ein Gelübde oder einen Eid ablegt? Hier kommt natürlich im Buch Numeri der Grundton des Alten Testaments wieder voll zum Tragen, nämlich der, dass der Mann das Oberhaupt der Familie ist und Frau und Kinder im Gehorsam zu leisten haben. Dabei bitte nicht vergessen, was auch schon im Alten Testament über die Liebe gesagt wird. Gott geht es hier um Ordnung und Verantwortung, nicht ums Herrschen und Beherrscht-Werden.

Wenn es, wie in den nächsten beiden Kapiteln wieder mal ums Opfern und um die Feiern geht, dann sollten wir Christen uns immer wieder vergegenwärtigen: Dies alles sind Symbole zur Hinführung des vollkommenen Opfers durch unseren Herrn und der großen Hochzeitsfeier, wenn der Bräutigam Christus und seine Braut, die Kirche der Gläubigen, wieder im Reich Gottes vereint sein werden. Natürlich wurde dies alles an anderen Stellen schon einmal erwähnt. Während es beim ersten Mal aber um die aufgestellten Regeln an sich ging, stehen hier die Vorgänge zwischen Erbe (Num 26+27) und Laubhüttenfest (Num 29). Das Laubhüttenfest ist das Symbol für das tausendjährige Reich Gottes auf Erden nach dem Tag des Gerichts. Hier stehen die Dinge also bereits aus der Sicht Gottes, für den das vollendete Reich bereits Wirklichkeit ist. Unser himmlischer Vater sieht die Schöpfung und jeden einzelnen von uns vom Ende, von ihrer/unserer Vollendung her!

„Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben“ (Joh 14,16)

Gott zeigt Moses das Land, das die Israeliten besitzen sollen. Danach will er ihn zu sich holen; er hatte ja bereits beim „Haderwasser“ angekündigt, Aaron und Moses sollten nicht ins gelobte Land einziehen und Aaron war bereits gerufen worden. Jetzt ist also Moses dran.

Was tut Moses nun?

Er fragt sich, wie es mit den Israeliten weitergehen soll, wenn ihr Hirte geht. Er bittet Gott, einen Nachfolger zu bestimmen. Der Herr benennt Joshua, der bereits durch seine große Treue zu Gott gezeigt hatte, dass Gottes Geist in ihm ist – die Entscheidung ist also wenig überraschend. Gott kennt halt seine Schäfchen …

Einmal mehr zeigt sich die geistliche Nähe zwischen Moses und dem wahren Hirten, Jesus Christus, dem Sohn Gottes.

Num 27, 12-23 >>

Die Töchter Zelophchads treten vor Moses. Ihr Vater war in der Wüste gestorben, allerdings als ganz normaler Sünder, nicht als Verschwörer in der Rotte Korahs, die ja von Gott direkt ins ewige Feuer hinabgestoßen wurden. Nun hatte der Vater aber keine Söhne und das Erbteil am gelobten Land wurde ja anhand der wehrfähigen Männer ermittelt, lag hier also bei Null. Damit waren sie nicht einverstanden und baten auch um einen Erbteil.

„Jedem Einzelnen von uns aber ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe des Christus.“ (Eph 4,7)

Noch einmal erhält Moses den Auftrag das Volk durchzuzählen, alle Männer über 20 Jahren sollen erfasst werden. Während dieser Zählung werden noch einmal die Verluste genannt, die durch Auflehnung gegen Gott entstanden sind, also jene 250, die direkt ins ewige Feuer gingen.

Doch der Grund der Zählung ist ein überaus praktischer und auch erfreulicher.

Was ich noch sagen wollte ...

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