Gottesdienste in Corona-Zeiten

Offenbarung

Im Epilog der Bibel erhalten wir durch Johannes einen Ausblick auf die Vollendung des Menschen bei der Herrlichkeit und der Ewigkeit Gottes.

Jetzt ist aber dann wirklich Schluss!

In diesem Abschnitt wird davon berichtet, dass auch der letzte Aufstand des Teufels nach 1000 Jahren scheitern wird. Er landet im Feuersee, zusammen mit dem Tod und dem Totenreich. Sie alle stehen für die alte Welt, in der alles einen Anfang und ein Ende hatte und werden nun nicht mehr gebraucht. Sie waren die Zuchtmeister, die den Menschen in seine irdische Existenz banden, die den notwendigen Druck ausübten, damit der Mensch zu unterscheiden lernt, was irdisch ist und was himmlisch ist – sich für das Himmlische entscheiden kann und dabei doch Mensch bleibt; dieses Meisterstück Gottes, das er so sehr liebt, dass er sich selbst aufgab um es zu retten.

In diesem Abschnitt wird vom Ende des Tieres des Meeres und der Erde berichtet. Sie werden mit allen ihren Anhängern in den Feuersee geworfen. Der Drache selbst, also der Teufel, wird für 1000 Jahre gebunden.

Hier werden ganz beiläufig einige Grausamkeiten erwähnt, die das Gericht Gottes scheinbar zu einer bloßen Rache verkommen lässt. Es fällt mir schwer dies irgendwie sauber einzuordnen. Natürlich ist es nur ein Bild, aber offensichtlich braucht dieses Bild selbst ein Bild um begriffen zu werden. Es ist hier vom Verspeisen allen rein Irdischen die Rede. Das ist im Grunde das, was wir jeden Tag tun; Materie wird in Energie umgewandelt. Wir erleben hier also einfach den allerletzten Akt der alten Welt. Das Verspeisen symbolisiert den Abschluss der Reinigung der Erde von aller Sünde, denn Christus wird mit seiner Kirche in einer reinen Welt regieren.

Danach werden die Heiligen Christi, also alle Menschen seiner Kirche auferstehen, um mit ihm im tausendjährigen Friedensreich zu leben. Die Kirche Christi wird Mitregentin sein über eine Welt ohne Krankheit, Elend und Tod.

Offenbarung 19, 17-21 >>

Offenbarung 20, 1-6 >>

„Glückselig sind die, welche zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind!“ (Offb 19, 9)

Jetzt gibt es kein Halten mehr. Alle Heiligen im Himmel, d.h. die ganze Kirche Christi und alle Israeliten, die Jesus als ihren Messias angenommen haben, loben und preisen Gott, denn das Gericht ist vollendet und das Hochzeitsmahl beginnt. Christus und seine Braut, seine Kirche, werden nun auf ewig vereint sein.

Ein anderes Bild für die gleiche Situation. In Kapitel 17 wird die Gegenkirche als Frau dargestellt, so wie Maria (Offb 12) als Bild für die ganze Kirche, die Braut Christi dient. Und so wie in der Bibel Jerusalem als Bild für die Stadt (das Reich) Gottes dient, steht die Stadt Babylon für das Reich Satans, das allerdings nur auf Zeit und nur auf der Erde existieren wird.

Der Knecht Johannes bekommt von einem Engel ein weiteres Bild der Endzeit gezeigt: Ein Frau, prächtig gekleidet und überhäuft mit Schmuck und Edelsteinen reitet auf einem Tier, das an das Tier der Endzeit aus der Erde erinnert; es hat sieben Köpfe und zehn Hörner. Sie ist noch ganz trunken von ihrem – oberflächlichen – Triumpf über die Kirche Christi, deren Mitglieder ja, sofern nicht ohnehin schon vorher ermordet inzwischen entrückt wurden und deshalb von der Erde verschwunden sind.

In Kapitel 14 geht es detailliert um die Entrückung. Es wird vom gläubigen Überrest der Juden, 144000 an der Zahl, gesprochen und von den gläubigen Christen, die das ewige Evangelium ihres Herrn angenommen haben. Das Herauslösen dieser Gläubigen aus der Welt wird mit einer Ernte (Getreide) und mit einer Weinlese umschrieben. Es sind jene Menschen, die sich nicht von der Ersatzreligion des Drachen haben einfangen lassen. Es sind jene Menschen, die der Verführung des breiten Weges widerstanden haben.

Schon das Gericht über die Welt war voller Symbolik; es ist kaum verwunderlich, wenn der große Endkampf zwischen Gut und Böse, der sowohl im Himmel wie in der Welt toben wird noch geheimnisvoller daherkommt, denn der himmlische Bereich steht uns Menschen zwar offen, doch wir können ihn mit unserem beschränkten Verstand nicht begreifen. Wir müssen uns zu Beginn klar machen: Was im Himmel geschieht, das geschieht oder geschah oder wird geschehen jenseits der Zeit. Die Schattenbilder dieser Geschehnisse auf der Erde haben keine klare chronologische Reihenfolge. Sie können nacheinander geschehen, sie können mehrfach auftreten und sich untereinander abwechseln. Ja sie können sich auf unterschiedliche Epochen, Orte, Völker, ja sogar einzelne Personen ganz unterschiedlich auswirken. Bedenke: Das Gericht wirkt über die ganze Welt, aber auch über jeden einzelnen von uns – in allen Zeiten!

Nicht von ungefähr tritt nach sechs Siegeln eine Pause ein. Gott versiegelt die Treuen in seinem Volk und holt die Kirche Christi in sein Reich. Die Jünger Christi, eine unüberschaubare Zahl, sind durch ihren Heiland von Sünde rein und darum bleibt ihnen, so sie zu diesem Zeitpunkt noch leben, das letzte Gericht erspart. Dies ist der Zeitpunkt der Erweckung der Entschlafenen und der Entrückung der Treuen. Sie versammeln sich vor ihrem Herrn.

Das siebte Siegel wird gebrochen, jetzt ist die Stunde des Herrn und es wird still sogar im Himmel. Doch nun macht Gott selbst ein Ende. Die mit sieben Posaunentönen beschriebenen Katastrophen sind nicht mehr natürlichen Ursprungs.

Nun beginnt das Lamm die Siegel zu öffnen. Die ersten vier Siegel beziehen sich auf die apokalyptischen Reiter, die von den vier Wesen über die Welt geschickt werden. Infolge einer plötzlichen Machtverschiebung (weißes Pferd) kommt es zu Konflikten und Kriegen (rotes Pferd), zu großer Not (schwarzes Pferd) und zu einem weltweiten Sterben (fahles Pferd).

Diese vier Zeichen sind spätestens seit dem Ersten Weltkrieg auf diesem Planeten. Wir befinden uns ständig in Kriegen und Krisen, weil irgendwo auf der Welt Macht erodiert. Not und Tod sind seit Alters her die ständigen Begleiter von Krieg und Krise.

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