Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2,14)

Offenbarung

Ganze Blockbuster drehen sich um dieses und die nächsten Kapitel!

Gott hält eine beschriftete Buchrolle in seinen Händen, mit sieben Siegeln verschlossen. Sie soll nun zum Ende der Welt(en) Zeit geöffnet werden, doch niemand scheint würdig zu sein. Doch einer der Vierundzwanzig erklärt Johannes, dass der Löwe aus dem Haus Juda (Ex 49, 9) würdig sei.

Die aktuelle Situation ist geklärt, jeder Angesprochene hat nun einen Überblick darüber, was Jesus bei ihm gefunden hat und was er von ihm noch erwartet. Nun ist es an der Zeit, dass Johannes sieht, wie sich das Reich Gottes den Menschen offenbaren wird. Dazu wird er gewissermaßen in den Kronensaal des Himmels eingelassen. Wichtig ist die Formulierung: „eine Tür war geöffnet im Himmel“. Diese Tür steht uns nämlich bereits offen. Christus, der den Schlüssel hat diese Tür so zu schließen, dass sie niemand mehr öffnen kann oder aber so zu öffnen, dass sie niemand mehr schließen kann hat sich vor 2000 Jahren bereits für Letzteres entschieden. Niemand und nichts macht diese Tür wieder zu bis zum Ende des Gerichts und dann bleibt sie zu. Das heißt natürlich nicht, dass in der Zwischenzeit einfach jeder hindurchgehen kann.

An jede der sieben Gemeinden ist eine persönliche Botschaft gerichtet. Jede Botschaft beginnt mit „Ich kenne deine Werke“ ergänzt um die besondere Situation der jeweiligen Gemeinde. Ebenso nimmt Jesus für jede Gemeinde eine andere Position ein.

Ephesus: Der ersten Gemeinde stellt sich Jesus als der Herr über die sieben Gemeinden vor, er, der auf ewig mitten unter seinen Leuten ist. Sie kennen ihren Herrn gut und haben die Gabe die Geister zu unterscheiden. Falsche Lehren sondern sie konsequent aus ihrer Gemeinde aus. Sie könnten die Nummer 1 sein, aber sie haben „ihre erste Liebe verlassen“, d.h., an irgend einem Punkt geschah es, dass die eigenen Werke bzw. der Stolz darauf den Platz im Zentrum eingenommen hat, der aber Jesus vorbehalten ist. Jesus hält aber sehr viel von ihnen und vertraut darauf, dass sie ihren Irrtum selbst erkennen können.

Johannes schreibt an die sieben Gemeinden der römischen Provinz Asia (heutige Türkei). Christus ist ihm in einer Vision erschienen, um ihm zu offenbaren, was „rasch geschehen soll“ und hat ihm den Auftrag gegeben, dies alles an die Menschen weiterzugeben, die bereit sind zu sehen und zu hören.

Das heißt, auch wenn sich die Offenbarung im ersten Teil an die genannten sieben Gemeinden richtet an die er alles was er sieht schicken soll, so sind diese doch wieder nur, wie schon zuvor Israel, das kleine Bild dessen, was die gesamte Christenheit ausmacht und ausmachen wird. An Israel erkennen wir, warum die Menschen einen Christus brauchen, an den sieben Gemeinden erkennen wir erkennen wir unser eigenes Wirken und Scheitern. Die Offenbarung ist damit in jedem einzelnen Wort auch an uns gerichtet.

Der Lightkeeper stellt Johannes als den Johannes, also den Jünger Jesu, Apostel und Verfasser des Johannes-Evangeliums vor. Auch dies wird heute angezweifelt, begründet mit den üblicherweise vorgebrachten Stilbrüchen zwischen Evangelium und Apokalypse, was mich nicht überzeugt. Ebenso erscheint mir wenig überzeugend, dass die Offenbarung mit der Verkündigungstradition des Paulus bricht. Es ist ein prophetisches Werk und muss sich allein aus diesem Grund von den verkündigenden Schriften deutlich unterscheiden. Trotzdem fällt auf, dass sich der Johannes der Apokalypse als „Knecht Johannes“ und nicht, wie im Evangelium, als „Jünger, den Jesus liebt“ vorstellt.

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