Gottesdienste in Corona-Zeiten

Im Epilog der Bibel erhalten wir durch Johannes einen Ausblick auf die Vollendung des Menschen bei der Herrlichkeit und der Ewigkeit Gottes.

Die alte Welt ist ausgelöscht. Sie wurde in den vergangenen Kapiteln heimgesucht, verwüstet, schließlich verzehrt und verbrannt. Ein neuer Himmel und eine neue Erde erscheinen nun, in Gott vereint, genau so, wie er es sich im Anfang erdacht hatte – ein ewiges Paradies. Das neue Jerusalem, der Tempel Gottes, der wir alle sind, steht für diese neue Welt und die neue Ordnung – Gott selbst in unserer Mitte, in der Gestalt Jesu Christi, der immer Ursprung und Ziel (Anfang und Ende) war.

„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.“ (Mt 18,20)

Nach dem Durcharbeiten der Offenbarung des Johannes ist uns klar: Wann immer sich die Gemeinde versammelt, ist dies mehr als ein Gedenken an unseren Herrn, ist das mehr als Gebet und Lobpreis. Es ist ein Einblick in das himmlische Jerusalem. So wie sich in der Zeit als Christus als Mensch auf Erden war, durch ihn Himmel und Erde vereinten und für eine begrenzte Zeit den Blick auf das Ziel freigaben, so wiederholt sich das in jeder Versammlung der Gemeinde, seien es Gottesdienste mit fester Liturgie, Lobpreis-Gottesdienste oder „einfache“ Bibel- und Gebetskreise, ja sogar bei jeder Nachbarschaftshilfe und anderen Früchten der Nächstenliebe in seinem Namen, vielleicht auch mal ganz ohne Gebet, als Herzensangelegenheit – vielleicht sogar ganz besonders da – überall schauen wir und erleben wir für diesen Moment die Einheit mit unserem Heiland und Gott, verweilen wir im Geiste im himmlischen Jerusalem. Das Reich Gottes kommt nicht, es ist da, es ist in dir!

Das Jahr 2019 geht nun zu Ende. Ich wünsche dir für das Jahr 2020 ganz viele solcher Momente der Einheit mit deinem Gott. Es sind Momente des wahren Lebens.

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