Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2,14)

Psalmen (1+2)

David ist ein erfolgreicher König. Voller Dankbarkeit schreibt er Gott diesen Psalm … und wenn man nur ein ganz klein Wenig genauer hinsieht, sieht man, dass ab der zweiten Hälfte ein anderer mitschreibt, denn wie immer: Wenn du dich Gott öffnest, dann übernimmt er.

„Am wichtigsten ist, dass die Gemeinde beständig im Gebet bleibt. Betet für alle Menschen; bringt eure Bitten, Wünsche, eure Anliegen und euren Dank für sie vor Gott.“ (1. Tim 2,1)

Das Gebet für andere – Fürbitten, Gott um Gutes zu Bitten für die Mitmenschen, ist einer der Markenkerne des Christentums, aber – wie wir in Psalm 20 sehen – kein Alleinstellungsmerkmal. David bittet hier Gott darum, andere zu beschützen und zu segnen damit ihre Vorhaben gelingen.

„Der Himmel verkündet Gottes Hoheit und Macht, das Firmament bezeugt seine großen Schöpfungstaten.“ (Ps 19,2)

David bewundert den Himmel, das All. Wie wunderbar doch alles zusammenspielt. Auch wenn wir heute Naturgesetze und das Zusammenspiel von Elementen und Kräften besser verstehen als David, wissen wir letzten Endes noch immer nicht, woher das Universum kommt und warum es überhaupt zusammenhält. Lediglich aus der Tatsache, dass es das tut, was es tut, leiten wir unsere Annahmen über so geheimnisvolle Dinge wie dunkle Materie und dunkle Energie ab. Es muss doch so sein, wie es unsere Berechnungen sagen, weil es anders nicht funktioniert!

„Darum will ich dich, o HERR, preisen unter den Heiden und deinem Namen lobsingen“ (Ps 18, 50)

1-16: David ist eine weite Strecke mit seinem Gott gegangen und blickt zurück. Gott war immer an seiner Seite, als Freund, Beschützer, Verteidiger, ja sogar als Rächer. David hat sich ganz auf diesen Gott verlassen und dankt seinem Gott für dessen Verlässlichkeit, ja er bekennt seine Liebe zu diesem Gott, der ihn dorthin gebracht hat, wo er jetzt steht.

David hat mal wieder Probleme und tut genau das Richtige: Er betet zu seinem Gott und bittet um Beistand. Innehalten in Zeiten der Bedrängnis um wieder Halt und Orientierung zu finden, ist immer eine weise Entscheidung. Zunächst legt er ihm dar, dass er nach seinem Willen lebt und handelt. Gott sieht ins Herz und weiß, dass er offen und ehrlich spricht. Dann kommt er auf sein Problem zu sprechen: Todfeinde haben ihm umzingelt!

 

„Denn wenn du mit deinem Mund bekennst: »Jesus ist der Herr!«, und wenn du von ganzem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, dann wirst du gerettet werden.“ (Röm 10,9)

Zwar kannte David zu Lebzeiten Jesus noch nicht, aber in Psalm 16 drückt er im Grunde genau das aus, was im Römerbrief Kapitel 10 steht. Glaube im Herzen, das heißt mit allen für dich persönlichen Konsequenzen, daran, dass Jesus für deine Sünden gestorben und für deine Rettung aus den Toten auferstanden ist und bekenne dich auch – in Wort und Tat – zu diesem Glauben.

„Da ist wirklich keiner, der Gutes tut, nicht ein Einziger!“ (Ps 14,3)

David droht den Mächten, die ihn bedrohen mit seinem Gott. Er ist der Gott über die ganze Schöpfung und er sieht, was die Menschen tun. Und er wird sie richten.

David ist mit seinem Herrn unzufrieden! Er zählt ihm bei diesem Gebet auf, was alles nicht stimmt und was ihn bedrückt. Ist das nicht respektlos?

„Sag einfach ›Ja‹ oder ›Nein‹. Alle anderen Beteuerungen zeigen nur, dass du dich vom Bösen bestimmen lässt.“ (Mt 5,37)

Eine Glaubenspraxis für den Alltag, so könnte man diesen Psalm zusammenfassen. Er handelt davon, wie wir reden sollen: Unsere Sprache soll klar sein und genau das ausdrücken, was wir auch sagen wollen.

„Der HERR ist zuverlässig und gerecht, deshalb liebt er alle, die sich an das Recht halten und aufrichtig nach seinem Willen leben; sie werden ihn einst schauen.“ (Ps 11, 7)

Wieder ein Psalm über die Bedrängnis, sowohl die letzte als auch jede persönliche.

Gläubige finden sich immer wieder in dieser Situation. Die Übermacht derer, die das Wort Gottes nicht anerkennen, die also nicht an Gott glauben oder sich einen eigenen Gott – irdisch (Geld, Macht, Prestige,…) oder transzendental („Erdgeister“, Naturgötter, selbst gemachte Götter auf Basis der Bibel, mächtige Aliens, …) – geschaffen haben und anbeten, erscheint unüberwindbar, der Kampf verloren. Sind wir ehrlich, das ist die aktuelle globale Situation; dazu kommen persönliche Bedrängnisse verschiedenster Art, von denen jeder von uns einige zur Auswahl hat. „Gott ist tot!“ hallt es aus den Tempeln der Bedränger und leider ist er es auch in den Herzen vieler Menschen.

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