Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2,14)

Lightkeeper (Band 3)

„Der Bogen der Starken ist zerbrochen, aber die Schwachen haben sich mit Kraft umgürtet.“ (1 Sam 2,4)

Das zweite Kapitel beginnt mit dem Lobpreis der Hanna, die Gott nicht nur für die erfüllte Bitte dankt, sondern ihn als gerechten Richter über alle Zeiten hinweg erhebt, der am Ende bei seinem Gericht über die Erde sein Reich errichten und darin herrschen wird.

Der Prophet Samuel lebte in der Zeit der letzten Richter und des ersten Königs von Israel Saul. Er ist das, was man wohl einen Seiteneinsteiger nennt. In jener Zeit war Eli der Hohepriester von Israel und diente daher in der Stiftshütte, die zu jener Zeit in Silo stand. Es war damals üblich, dass das Priesteramt vom Vater auf die Söhne überging, denn alle Priester stammten nach dem Willen und den Weisungen Gottes in direkter Linie von Aron, dem Bruder Moses ab – aus dem Haus Levi. Samuel dagegen stammt aus dem Haus Ephraims. Trotzdem wird Gott ihm den Stab des Hohepriesters geben und nicht den Söhnen Elis. Gott entscheidet souverän auf Basis dessen, wie die Situation und ihre Entwicklung zu seinem Plan passt und hält offensichtlich nicht so viel von „das haben wir immer so gemacht“. Aber schauen wir uns erst einmal die Geschichte an.

Der Prophet ist offensichtlich sehr aufgewühlt über das, was Gott ihm hier gezeigt hat und die sich für das Volk ergebenden Konsequenzen.

Und jetzt beschreibt Gott den Grund seiner Verzweiflung über sein Volk im Detail.

Er tut dies nicht aus gekränktem Stolz, sondern wie bereits gesagt, die Offenlegung ihrer Verfehlungen soll ihrer Heilung dienen. Gott weiß natürlich, dass sie im Moment nicht hören können, aber die Rede eines Propheten, der ja das Wort Gottes verkündet, reicht über die Gegenwart hinaus. Wenn die Zeit gekommen ist, dann wird Gottes Volk verstehen.

„Was soll ich mit dir tun, Ephraim? Was soll ich mit dir tun, Juda?“ (Hos 6, 4)

Aus dem sechsten Kapitel spricht die ganze Verzweiflung Gottes über sein Volk. Er weiß, dass sie sich entschieden haben, er weiß, dass die Katastrophe damit unabwendbar sein wird. Und er wird es zulassen, weil sie es so gewollt haben. Israel ist tot, nicht weil Gott, der Richter, es in seiner Allmacht so entschieden hat, sondern weil Israel sich gegen das von Gott versprochene/verheißene Leben entschieden hat.

Während in den Kapiteln 1 bis 3 Hosea die Untreue des Volkes zu seinem Gott gleichnisartig nachspielt, beginnt mit Kapitel 4 die Rede Gottes an das Volk durch den Mund des Propheten.

Und Gott ist enttäuscht von der Untreue seines Volkes. Er offenbart ihnen nun schonungslos ihren erbärmlichen geistlichen Zustand, der sich mannigfaltig in Vielgötterei und sittlichem Verfall ausdrückt und macht sie mit den daraus resultierenden Konsequenzen vertraut.

Es ist sinnvoll, zunächst die Wirkungszeit des Propheten Hosea zu betrachten, um seine teilweise recht seltsamen Äußerungen in den historischen Kontext einordnen zu können.

Zur Zeit Hoseas war das Königreich Israel, das unter Salomo seine Blütezeit erlebte und zu einem Großreich herangewachsen war, bereits dem Untergang geweiht. Der Einfluss auf die Region war am Schwinden, selbst das Kernland war inzwischen in zwei Reiche zerbrochen, das kleinere Südreich, südlich von Jerusalem, nach dem einflussreichsten Stamm Juda benannt und das größere Nordreich Israel, das zur besseren Unterscheidung zum historischen Gesamtreich oft auch nach dem einflussreichsten Stamm Ephraim benannt wird. Juda war seinem Gott im Großen und Ganzen treu geblieben, Ephraim betete und opferte zu den Götzen der Nachbarreiche, was der eifersüchtigen Gott Jahwe zurecht als „Hurerei“ beschimpft, denn Israel hatte beim Einzug ins gelobte Land ihrem Gott die exklusive Treue geschworen, die der Kernpunkt des damaligen Deals mit Gott bildete.

Der Brief des Judas nimmt mit seinem einzigen Kapitel zu gerade mal 25 Versen die letzten paar Seiten vor der Offenbarung des Johannes ein. Wenn man nicht aufpasst, hat man ihn schnell mal überblättert ohne ihn wahrzunehmen.

Judas stellt sich als Bruder des Jakobus vor, es wird daher angenommen, dass dieser Judas wie Jakobus ein Sohn von Maria, der Mutter von Jesus war. Sein Brief richtet sich an keine bestimmte Gemeinde, zumindest ist aus der Anrede kein bestimmter Adressat zu entnehmen.

Der literarische Gott, der die Handlung in den ersten Kapiteln erst losgetreten hat, schließt sie nun auch ab – er erhält das letzte Wort.

In vielen Fragen macht Gott Hiob klar, mit welchen Kräften er die Welt zusammen und am Laufen hält und damit deutlich, dass Hiob sich mit seinen Vorwürfen weit überhoben hat.

Da waren doch die ganze Zeit nur drei Freunde, oder? Offensichtlich haben wir nicht genau genug hingesehen, denn nun erhebt Elihu, der Jüngste in der Runde, das Wort und schwere Vorwürfe gegen die Anwesenden. Ehe wir seine Rede im Details betrachten, fällt bereits der Name „Elihu“ auf, denn „Eli“ bedeutet „mein Gott“, und kurz nach der Bedeutung des Namens gegoogelt zeigt uns, „Elihu“ bedeutet „Er ist mein Gott“ / „mein Gott ist es“.

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Die Apostelgeschichte schließt sich nahtlos an das Lukas-Evangelium an. Der Arzt Lukas, der auch eine Zeitlang Paulus auf dessen Missionsreisen begleitete, versucht hier einem gewissen Theophilus die Anfänge der christlichen Botschaft quasi als Kompendium darzulegen. Aus dem Namen des Angesprochenen erschließt sich, dass sich beide Teile des Werkes vor allem an die „Griechen“ wendet – „Griechen“, das sind im Neuen Testament meist alle Menschen, die nicht Juden sind und die daher völlig ohne Vorwissen, maximal mit falschen Vorstellungen und Vorurteilen, mit dieser Botschaft in Berührung kommen.

Lukas schreibt also an dich und an mich.

Hiob wird in der Bibel in der Zeit der Patriarchen, also irgendwo zwischen Adam und Jakob/Israel verortet. Insofern erscheint es logisch in Hiob den Prototypen eines Gläubigen in einer Zeit zu sehen, als Gott noch nicht über sein Wort verkündet worden war, eine Zeit also in der die geistliche Erweckung der Menschen ihren Anfang nahm, eine Zeit der Familiengötter und Götzenreligionen. Auch in dieser Zeit wirkte Gott ganz offensichtlich in die Geschicke der Menschen hinein, auch wenn diese seine Weisungen eher diffus wahrnahmen. Erstaunlich vielfältig waren daher auch die Religionen, die sich in jener Zeit entwickelten. Alle hatten aber eines gemeinsam: Man opferte dem Gott oder den Göttern, meist um sie gnädig zu stimmen, sei es, um für erhaltenen Segen zu danken oder um befürchteten oder erlebten Fluch abzuwenden.

Judas stellt sich als Bruder des Jakobus vor, es wird daher angenommen, dass dieser Judas wie Jakobus ein Sohn von Maria, der Mutter von Jesus war. Sein Brief richtet sich an keine bestimmte Gemeinde, zumindest ist aus der Anrede kein bestimmter Adressat zu entnehmen.

Der Prophet Samuel lebte in der Zeit der letzten Richter und des ersten Königs von Israel Saul. Er ist das, was man wohl einen Seiteneinsteiger nennt. In jener Zeit war Eli der Hohepriester von Israel und diente daher in der Stiftshütte, die zu jener Zeit in Silo stand. Es war damals üblich, dass das Priesteramt vom Vater auf die Söhne überging, denn alle Priester stammten nach dem Willen und den Weisungen Gottes in direkter Linie von Aron, dem Bruder Moses ab – aus dem Haus Levi. Samuel dagegen stammt aus dem Haus Ephraims. Trotzdem wird Gott ihm den Stab des Hohepriesters geben und nicht den Söhnen Elis. Gott entscheidet halt souverän auf Basis dessen, wie die Situation und ihre Entwicklung zu seinem Plan passt und hält offensichtlich nicht so viel von „das haben wir immer so gemacht“.

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