Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2,14)

Lightkeeper (Band 3)

Hiob wird in der Bibel in der Zeit der Patriarchen, also irgendwo zwischen Adam und Jakob/Israel verortet. Insofern erscheint es logisch in Hiob den Prototypen eines Gläubigen in einer Zeit zu sehen, als Gott noch nicht über sein Wort verkündet worden war, eine Zeit also in der die geistliche Erweckung der Menschen ihren Anfang nahm, eine Zeit der Familiengötter und Götzenreligionen. Auch in dieser Zeit wirkte Gott ganz offensichtlich in die Geschicke der Menschen hinein, auch wenn diese seine Weisungen eher diffus wahrnahmen. Erstaunlich vielfältig waren daher auch die Religionen, die sich in jener Zeit entwickelten. Alle hatten aber eines gemeinsam: Man opferte dem Gott oder den Göttern, meist um sie gnädig zu stimmen, sei es, um für erhaltenen Segen zu danken oder um befürchteten oder erlebten Fluch abzuwenden.

Moses segnet die Stämme Israels mit prophetischen Worten, wie dies einst auch Jakob bei seinen Söhnen tat. Dabei handelt es sich zumeist um die Bitte um irdischen Schutz und Segen, die Leviten werden als Priester für den Herrn bestätigt. Für uns wichtig: Jeder Stamm erhält seinen eigenen Segen. Die Stämme Israels stehen heute für die Gesamtheit der christlichen Gemeinschaften, die Kirche Christi. Wir können davon ausgehen, dass auch heute das Wort Gottes für unterschiedliche Gruppen, ja sogar für jeden einzelnen Gläubigen, anders klingt, weil es einen speziell für ihn formulierten Segen, seinen persönlichen Auftrag / seine Prophezeiung enthält. Das ist das Wunder der Heiligen Schrift – ein Text, aufgeschrieben über viele Generationen hinweg und von einer Vielzahl von Propheten, über die Zeiten ergänzt und doch unverändert, wie der Gott, der das Wort gegeben hat, aber die Menge der darin enthaltenen persönlichen Botschaften kann nur dieser Gott zählen. Es sind so viele, wie die Heiligen Gottes selbst.

Das Lied des Moses stellt die Quintessenz der vorangegangenen Kapitel dar, und sicherlich bildeten bestimmte Textstellen die Wurzel eines oder sogar mehrerer Psalmen; wenn man mal von den Psalmen des Moses absieht, die vermutlich älter als dieses Lied sind. Somit bildet das Lied des Moses sicherlich auch die Quintessenz der von ihm verfassten Psalmen ab.

Der erste Gedanke beim Lesen des Liedes des Moses brachte mir aber das uns vertraute Vaterunser ins Bewusstsein. Und weil sich der erste Gedanke zu den Kapiteln 30 und 31 als so fruchtbar erwiesen hat, werde ich dem Konzept des Vertrauens auf eine höhere Weisheit auch dieses Mal folgen:

„Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, dass du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, damit du lebst.“ (Dtn 30,6)

Kapitel 30 verheißt den neuen Bund, den Gott mit seinem Volk eingehen wird, der Bund den Paulus, Petrus und all die Apostel im Namen des Herrn verkünden. In Kapitel 30 wird die Beschneidung des Fleisches zukünftig durch eine Beschneidung des Herzens getauscht, genau die Art Beschneidung, von der Paulus in seinen Briefen spricht.

Die letzten Anweisungen für die Inbesitznahme des versprochenen Landes lauten, Gott auf dem Berg Ebal einen Opferaltar aus natürlichen, unbehauenen Steinen zu errichten, auf den auch das Gesetz geschrieben werden soll. Dies soll zukünftig der Ort der Gottesdienste sein, in denen das Volk opfert und gemeinsam zum Lob des Herrn fröhlich ist.

Zu Beginn verkündet Moses dem Volk noch einmal die Zehn Gebote. Sie dürften den meisten geläufig gewesen sein, aber die Kapitel 6 – 26 erläutern den Umgang mit den Geboten und setzen auch Strafen für Vergehen fest. Es macht daher Sinn erst mal zu erklären, worum es im folgenden langen Vortrag überhaupt geht.

Gott spricht Israel nun persönlich an. In dem versprochenen guten Land gelten seine Weisungen und Gesetze, keine anderen. Gott ist weise, er kennt den Weg und das Ziel und darum ist es weise für den Menschen, Gottes Weisungen anzuerkennen. Sein Volk soll in diesem Punkt allen Völkern leuchtendes Beispiel sein.

Gott spricht jeden von uns in diesem Punkt ganz persönlich an. Gott beginnt die neue Zeit, indem er seine Ordnung (wieder) in Kraft setzt. Weltliche Gesetze, der hilflose Versuch der Menschen, widerstrebende Interessen irgendwie unter einem Hut geregelt zu bekommen, versagen und weichen seinem Gesetz.  

Moses fasst die auf den doppelten Ungehorsam des Volkes folgenden 40 Jahre zusammen. Die ersten 38 Jahre bedeutetenVerzicht. Gott führte zwar und war mit seinem Volk, aber er trieb ihnen jeden Gedanken an Eroberung im Vorfeld aus.

Gott setzt seine neue Ordnung in Kraft! Vierzig Jahre lang sind die Israeliten nun in einem großen Bogen durch die Wüste gezogen und kommen nun wieder an die Grenzen des ihnen einst versprochenen Landes. Alle die sich gegen Gott widersetzt hatten sind – bis auf Moses, Josua und Kaleb – gestorben. Bei der nun nachgewachsenen Generation will Gott sein Versprechen einlösen. Da auch Moses aufgrund seiner Zweifel nicht das Land betreten soll, wird es nun für ihn Zeit, den Stab des Handelns an die beiden anderen zu übergeben und sich selbst vom Volk mit einer eindringlichen Rede zu verabschieden.

Die Gestrandeten erfahren, dass sie auf der Insel Melite gelandet sind. Die Einheimischen nehmen die Schiffsbrüchigen überaus freundlich auf. Es ist regnerisch und kalt, daher entzünden sie ihnen ein großes Feuer am Strand, so dass sie sich dort aufwärmen können.

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Die Apostelgeschichte schließt sich nahtlos an das Lukas-Evangelium an. Der Arzt Lukas, der auch eine Zeitlang Paulus auf dessen Missionsreisen begleitete, versucht hier einem gewissen Theophilus die Anfänge der christlichen Botschaft quasi als Kompendium darzulegen. Aus dem Namen des Angesprochenen erschließt sich, dass sich beide Teile des Werkes vor allem an die „Griechen“ wendet – „Griechen“, das sind im Neuen Testament meist alle Menschen, die nicht Juden sind und die daher völlig ohne Vorwissen, maximal mit falschen Vorstellungen und Vorurteilen, mit dieser Botschaft in Berührung kommen.

Lukas schreibt also an dich und an mich.

Hiob wird in der Bibel in der Zeit der Patriarchen, also irgendwo zwischen Adam und Jakob/Israel verortet. Insofern erscheint es logisch in Hiob den Prototypen eines Gläubigen in einer Zeit zu sehen, als Gott noch nicht über sein Wort verkündet worden war, eine Zeit also in der die geistliche Erweckung der Menschen ihren Anfang nahm, eine Zeit der Familiengötter und Götzenreligionen. Auch in dieser Zeit wirkte Gott ganz offensichtlich in die Geschicke der Menschen hinein, auch wenn diese seine Weisungen eher diffus wahrnahmen. Erstaunlich vielfältig waren daher auch die Religionen, die sich in jener Zeit entwickelten. Alle hatten aber eines gemeinsam: Man opferte dem Gott oder den Göttern, meist um sie gnädig zu stimmen, sei es, um für erhaltenen Segen zu danken oder um befürchteten oder erlebten Fluch abzuwenden.

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