Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2,14)

Lightkeeper (Band 3)

Israel kommt nicht zur Ruhe. Kapitel 21 berichtet von einer drei Jahre währenden Hungersnot, die über das Land kommt. Gott erklärt David, dies sei die Folge der Blutschuld Sauls gegen die Gibeoniter. Der Fluch wird erst gelöst, nachdem sieben Nachkommen aus dem Hause Sauls von den Gibonitern aufgehängt und später zusammen mit den Gebeinen Sauls und Jonathans bei Sauls Vater Kisch in Zela bestattet wurden.

Zum Ende des Kapitels 19 erfuhren wir, dass das verständliche Heimweh Davids, das ihn dazu brachte, erst mal in seinem Haus vorbeizuschauen, ehe er wieder zu seinem Amtssitz in Jerusalem weiterzog, seine Position beim Volk schwächte. Die Neckereien seiner Leute der Art „David hat uns halt lieber als euch“ waren sicher auch nicht hilfreich.

In einer solchen Situation findet sich dann immer irgendein Hinterbänkler, der seine Chance wittert, auch mal im Mittelpunkt zu stehen – hier ist es Scheba, von dem man vorher noch nie was gehört hat (und danach auch nie wieder was hören wird).

Davids Herz bricht bei dieser Botschaft. Der ganze Sieg ist ihm völlig gleichgültig, lieber wäre er statt seines Sohnes gestorben – jeder Vater wird diese Haltung verstehen.

Nun ist David aber nicht nur Vater seiner Kinder, sondern als König auch sowas wie der Vater seines Volkes. Und sein Volk muss nach dieser Schlacht um den Thron, die quer durch die Königsfamilie geführt wurde vor allem wieder aufgerichtet werden, denn wir wissen von Jesus, dass ein Haus, dass mit sich selbst uneins ist nicht bestehen kann (Mk 3, 25).

David teilt sein Heer in drei Abteilungen auf, eine Abteilung wird Ittai, dem Gatiter unterstellt. Wer ist Ittai? Der war in meiner Zusammenfassung von Kapitel 15 unerwähnt geblieben, daher will ich ihn hier kurz denen vorstellen, die nicht meiner Empfehlung folgen und die Kapitel in der Bibel selbst lesen. Ittai war erst kurze Zeit vorher nach Jerusalem gekommen. David hatte sich gewundert, warum er mit ihm floh, hatte ihn sogar aufgefordert, in die Stadt zurückzukehren und sich das Leben nicht unnötig schwer zu machen. Ittai jedoch schwor diesem König, David, die Treue. David belohnt nun dieses Bekenntnis, indem er sich zu seinem Untertanen Ittai bekennt und ihm große Verantwortung gibt.

Ahitophel möchte Klarschiff machen. Er bittet Absalom, ihn mit einer zwölftausend Mann starken Armee hinter David herzuschicken und das Problem endgültig zu lösen, denn solange der alte König noch lebe, bliebe Land und Volk gespalten. Ahitophel meint es ehrlich und aus militärischer Sicht ist der Plan richtig und erfolgsversprechend; aus der Sicht Gottes wäre er allerdings verheerend. Und so fügt es das Schicksal und Gottes Wille, dass Absalom mehr auf den Rat von Davids eingeschleustem Doppelagenten Husai hört, der erst die waffenfähigen Männer aus ganz Israel in Jerusalem versammeln und dann losschlagen möchte. Der offiziell vorgetragene Grund lautet, dass derzeit alle Helden Israels auf Seiten Davids kämpfen und somit die Moral einer kleineren Gruppe nicht ausreichen würde.

Auf der Flucht kommt David Ziba, ein Knecht Mephiboseths entgegen. Er bringt Last- und Reittiere, sowie reichlich Verpflegung für die Flüchtenden. Auf die Frage Davids, wo denn sein Herr Mephiboseth sei, antwortet Ziba, dass dieser in Jerusalem blieb, weil er sich Hoffnungen auf einen Umsturz in Israel macht in dessen Folge er den Thron seines Vaters Saul zurückerhalten werde.

Absalom hat beim Verlauf dieser Geschichte wohl begriffen, dass er vielleicht das Herz seines Vaters erweichen kann, wenn es um das Reich und Königswürde geht, würde David aber sicher auch auf das Wort Gottes und des Propheten Nathan hören und dann stünden die Chancen schlecht für einen Brudermörder. Daher ersinnt er einen Plan, seinen Vater vom Thron zu stoßen.

Als ob wir nicht grade im letzten Kapitel festgestellt hätten, dass uns unsere Fehler immer wieder einholen!

Joab hat am inkonsequenten Verhalten Davids ablesen können, dass dieser seinen Sohn Absalom trotz dessen Bluttat immer noch liebte und ersinnt nun eine Strategie, dies für seine eigene Karriere zu nutzen.

Kleine Kinder kleine Sorgen, große Kinder große Sorgen! Die Söhne und Töchter Davids werden langsam erwachsen und Amnon finden Gefallen an seiner hübschen Halbschwester Tamar – er wird regelrecht rasend vor Liebestollheit. Mit einer List bringt er sie dazu für ihn in seiner Kammer zu kochen und entehrt sie, indem er sie vergewaltigt. Danach verstößt er sie, was in jener Zeit auch für eine Königstochter nicht nur traumatisch sondern vernichtend war.

Kapitel 11 beschreibt, wie David aus Langeweile zwei Todsünden begeht, d.h., worauf nach dem Gesetz tatsächlich der Tod steht und zwar nicht nur der körperliche, sondern auch der seelische, denn Gott verstößt solche Menschen aus dem Bund, den er mit Moses geschossen hat.

Ab Kapitel 12 ist nun beschrieben, wie Gott auf dieses Versagen des zweiten, von ihm erwählten Königs reagiert.

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Die Apostelgeschichte schließt sich nahtlos an das Lukas-Evangelium an. Der Arzt Lukas, der auch eine Zeitlang Paulus auf dessen Missionsreisen begleitete, versucht hier einem gewissen Theophilus die Anfänge der christlichen Botschaft quasi als Kompendium darzulegen. Aus dem Namen des Angesprochenen erschließt sich, dass sich beide Teile des Werkes vor allem an die „Griechen“ wendet – „Griechen“, das sind im Neuen Testament meist alle Menschen, die nicht Juden sind und die daher völlig ohne Vorwissen, maximal mit falschen Vorstellungen und Vorurteilen, mit dieser Botschaft in Berührung kommen.

Lukas schreibt also an dich und an mich.

Hiob wird in der Bibel in der Zeit der Patriarchen, also irgendwo zwischen Adam und Jakob/Israel verortet. Insofern erscheint es logisch in Hiob den Prototypen eines Gläubigen in einer Zeit zu sehen, als Gott noch nicht über sein Wort verkündet worden war, eine Zeit also in der die geistliche Erweckung der Menschen ihren Anfang nahm, eine Zeit der Familiengötter und Götzenreligionen. Auch in dieser Zeit wirkte Gott ganz offensichtlich in die Geschicke der Menschen hinein, auch wenn diese seine Weisungen eher diffus wahrnahmen. Erstaunlich vielfältig waren daher auch die Religionen, die sich in jener Zeit entwickelten. Alle hatten aber eines gemeinsam: Man opferte dem Gott oder den Göttern, meist um sie gnädig zu stimmen, sei es, um für erhaltenen Segen zu danken oder um befürchteten oder erlebten Fluch abzuwenden.

Judas stellt sich als Bruder des Jakobus vor, es wird daher angenommen, dass dieser Judas wie Jakobus ein Sohn von Maria, der Mutter von Jesus war. Sein Brief richtet sich an keine bestimmte Gemeinde, zumindest ist aus der Anrede kein bestimmter Adressat zu entnehmen.

Der Prophet Samuel lebte in der Zeit der letzten Richter und des ersten Königs von Israel Saul. Er ist das, was man wohl einen Seiteneinsteiger nennt. In jener Zeit war Eli der Hohepriester von Israel und diente daher in der Stiftshütte, die zu jener Zeit in Silo stand. Es war damals üblich, dass das Priesteramt vom Vater auf die Söhne überging, denn alle Priester stammten nach dem Willen und den Weisungen Gottes in direkter Linie von Aron, dem Bruder Moses ab – aus dem Haus Levi. Samuel dagegen stammt aus dem Haus Ephraims. Trotzdem wird Gott ihm den Stab des Hohepriesters geben und nicht den Söhnen Elis. Gott entscheidet halt souverän auf Basis dessen, wie die Situation und ihre Entwicklung zu seinem Plan passt und hält offensichtlich nicht so viel von „das haben wir immer so gemacht“.

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