Gottesdienste in Corona-Zeiten

Lightkeeper (Band 3)

Moses fasst die auf den doppelten Ungehorsam des Volkes folgenden 40 Jahre zusammen. Die ersten 38 Jahre bedeutetenVerzicht. Gott führte zwar und war mit seinem Volk, aber er trieb ihnen jeden Gedanken an Eroberung im Vorfeld aus.

Gott setzt seine neue Ordnung in Kraft! Vierzig Jahre lang sind die Israeliten nun in einem großen Bogen durch die Wüste gezogen und kommen nun wieder an die Grenzen des ihnen einst versprochenen Landes. Alle die sich gegen Gott widersetzt hatten sind – bis auf Moses, Josua und Kaleb – gestorben. Bei der nun nachgewachsenen Generation will Gott sein Versprechen einlösen. Da auch Moses aufgrund seiner Zweifel nicht das Land betreten soll, wird es nun für ihn Zeit, den Stab des Handelns an die beiden anderen zu übergeben und sich selbst vom Volk mit einer eindringlichen Rede zu verabschieden.

Die Gestrandeten erfahren, dass sie auf der Insel Melite gelandet sind. Die Einheimischen nehmen die Schiffsbrüchigen überaus freundlich auf. Es ist regnerisch und kalt, daher entzünden sie ihnen ein großes Feuer am Strand, so dass sie sich dort aufwärmen können.

Paulus soll nun, eskortiert von einem römischen Hauptmann namens Julius und einigen Soldaten per Schiff nach Rom gebracht werden. Von Lukas, der wieder mit von der Partie ist, wird die genaue Reiseroute auf dem Mittelmeer beschrieben.

Auch Festus erfährt als erstes von der „Akte Paulus“, die ihm sein Vorgänger überlassen hat. Ganz Vertreter der Besatzungsmacht lässt er sich aber nicht auf das Geschwätz der Juden ein und fordert den Hohen Rat auf, gleich mit ihm nach Cäsarea zu kommen und die Anklage (noch einmal) vorzubringen.

Die Kapitel 23 und 24 der Apostelgeschichte lesen sich wie ein Blockbuster aus Hollywood.

Paulus spricht die Menge in hebräischer Sprache an; dies sorgt für Ruhe, da sie ihn als einen der ihren erkennen. Er erklärt ihnen, dass er einer der eifrigsten Juden sei, er selbst habe sogar diese Christen verfolgt. Doch dann, vor den Toren Damaskus‘ habe er Bekanntschaft mit dem Aufstandenen gemacht, der sich ihm in einem gleißenden Licht offenbarte und ihn – zwar sicht- aber nicht hörbar für seine Begleiter – mit einer persönlichen Botschaft bekehrte. Christus habe ihn aufgefordert sich taufen zu lassen und habe ihm den Auftrag gegeben, den Heiden das Evangelium zu verkündigen, da die Juden nicht auf ihn hören würden.

Paulus lässt sich zu einer mit anerkannten, sogar in einem Nasiräer-Gelübde stehenden Juden gemeinsamen Reinigungs- und Opferzeremonie im Tempel überreden – der nächste Fehler. Paulus war den Weisungen seines Herrn treu gefolgt, er hatte nichts falsch gemacht – für ihn als Apostel des Herrn gibt es keinen Grund für eine solche Zeremonie, ja sie schließt sich geradezu aus. Eine Show-Zeremonie zur Beschwichtigung der Massen kann der heiligen Sache daher nicht gerecht werden. Und in der Tat verschlimmert sie die Situation nur.

In Jerusalem ist man dankbar für die erfolgreiche Arbeit des ersten Außenministers der Christenheit, aber auch besorgt. Konservative Kreise des Judentums würden Paulus vorwerfen, er würde Juden dazu verführen, sich nicht mehr an den Bund zu halten, den Gott einst über Moses mit ihnen geschlossen hatte.

Nun gibt es kein Zurück mehr. Zielstrebig zieht die Reisegesellschaft mit Schiffen gen Jerusalem. Da es sich hierbei zumeist um Handelsschiffe handelt, wird die genaue Reiseroute lediglich von deren Handelsrouten bestimmt. Trotzdem bietet sich bei jedem Umsteigen Gelegenheit zum Treffen mit Gemeinden vor Ort zum gemeinsamen Gebet.

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Die Apostelgeschichte schließt sich nahtlos an das Lukas-Evangelium an. Der Arzt Lukas, der auch eine Zeitlang Paulus auf dessen Missionsreisen begleitete, versucht hier einem gewissen Theophilus die Anfänge der christlichen Botschaft quasi als Kompendium darzulegen. Aus dem Namen des Angesprochenen erschließt sich, dass sich beide Teile des Werkes vor allem an die „Griechen“ wendet – „Griechen“, das sind im Neuen Testament meist alle Menschen, die nicht Juden sind und die daher völlig ohne Vorwissen, maximal mit falschen Vorstellungen und Vorurteilen, mit dieser Botschaft in Berührung kommen.

Lukas schreibt also an dich und an mich.

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