1 Sam 16,1b.6-7.10-13b; Joh 9,1-41; Eph 5,8-14.
Copilot sagt zu diesen drei Stellen folgendes:
„Diese drei Texte gehören zu den stärksten biblischen Erzählungen über Sehen und Nicht‑Sehen, Erwähltsein, Verwandlung und Licht.“
Er gibt mir folgende Themen an die Hand:
- Gott sieht anders als der Mensch
- Licht und Finsternis – ein geistlicher Kampf
- Erwählung und Berufung
- Umkehr der Rollen: Die Schwachen werden zu Zeugen
- Geist Gottes als Quelle der Verwandlung
- Blindheit als geistliche Kategorie
Er fasst die Kernaussage dieser drei Texte wie folgt zusammen:
„Gott öffnet Augen – für uns selbst, für andere, für seine Wirklichkeit. Er ruft uns heraus aus oberflächlichem Sehen und hinein in ein Leben im Licht. Er erwählt nicht die Starken, sondern die, die sich von ihm verwandeln lassen.“
Es ist doch erstaunlich, wie Gott handelt – und zwar über alle Zeiten hinweg! Er ruft immer die von der Gesellschaft Übersehenen in seinen Dienst, macht sie zum Kern – zu Zeugen – seiner Botschaft, seines Handelns am Menschen.
Hat er einfach ein großes Herz für die Ausgestoßenen? Das sicher auch, aber er liebt alle seine Kinder, egal, welche Position sie in der Gesellschaft einnehmen und auch alle gleichermaßen. Die Schwachen sind aber einfach die besseren Zeugen für ihn. Sie können meist nur sehr wenig oder sogar überhaupt nichts aus eigener Kraft in dieser Welt bewegen. Sie sind entweder schon in einer dienenden Lebenssituation, wie der junge David, oder sie sind sogar ganz auf äußere Hilfe angewiesen, genau wie der Blinde. Beides macht sie besonders empfänglich für jede Art von Hinwendung, egal, ob von anderen Menschen oder von dem unbekannten, großen Gott. Sie hören zu, wenn jemand zu ihnen spricht. Sie hören zu, weil ihre Lebenssituation sie zu Zuhörern gemacht hat. Der Geist Gottes trifft bei ihnen auf formbares Material.
Die Starken, das zeigen die Pharisäer im Evangelium ganz deutlich, die wollen über Bedingungen und Voraussetzung verhandeln; die sind gewohnt zu führen und es bereitet ihnen Schwierigkeiten, sich plötzlich führen zu lassen. Ihre Stärke wird ihnen zur Behinderung. Und selbst wenn sie sich von Gott führen ließen, würden sie diese Behinderung nicht loswerden. Die Menschen, die sie als Macher wahrnehmen, würden entweder ihr geschicktes oder ungeschicktes Handeln sehen, sie würden nicht sehen, dass es Gott ist, der sie gerade führt.
Der heilige Franziskus gab all seine Reichtümer auf und lebte fortan als Bettelmönch. Als reicher Schnösel hätte niemand seine Botschaft von Gott ernst genommen. Franziskus gab nicht sein Geld auf, er heilte sich selbst von dieser Behinderung.
Ja, Gott öffnet uns wahrhaftig die Augen. So können wir sehen, was uns voranbringt und was uns aufhält. Leider haben die Dinge in dieser Welt oft eine andere Rolle als im Reich Gottes. Was uns hier voranbringt, hält uns dort nur auf.
Wir entscheiden mit jedem Schritt, den wir tun, in welcher Welt wir vorankommen werden.
