Mansio Christi

Josua

Josua 23 + 24 (9. + 10. April)

„Und Israel diente dem HERRN, solange Josua lebte und die Ältesten, welche Josua überlebten, die auch alle Werke des HERRN kannten, die er an Israel getan hatte.“ (Jos 24, 31)

Josua richtet letzte mahnende Worte an das Volk.

Wie immer an großen Wendemarken der Geschichte der Israeliten bedeutet dies eine Schilderung des Weges Gottes mit seinem Volk von Abraham über Ägypten bis zu diesem Punkt. Hierdurch wird den Israeliten aufgezeigt: Der Herr hält Wort bei jedem seiner Zusagen. Das bedeutet, er wird sie auch weiterhin schützen, wenn sie seine Regeln einhalten, was zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich bedeutet, wenn sie sich nicht durch Heirat und andere Dinges mit den Überrestern der Völker vermischen, mit denen sie Kompromisse eingegangen sind. Im anderen Fall – und der ist dann ja auch eingetreten – wird Gott seine schützende Hand von ihnen nehmen und die Kompromisse werden ihnen zum Fallstrick werden.

Josua 22 (7. + 8. April)

Josua schickt die Kämpfer der zweieinhalb Stämme, die jenseits des Jordan siedeln zurück zu ihren Familien. Es ist Ruhe eingetreten im Volk Israel, der Kampf ist zu Ende. Vor der Überquerung des Jordan beschließen die Kämpfer, diesseits des Flusses einen Altar zur Ehre Gottes zu bauen und lösen damit beinahe einen Bürgerkrieg aus.

Josua 20 – 21 (4. – 6. April)

In diesen Kapiteln werden zunächst, wie von Gott gefordert, sechs Zufluchtsstädte festgelegt. Ganz offensichtlich hat Gott etwas gegen die damals verbreitete und – seltsamerweise – heute in vielen Kulturen der Welt immer noch nicht ganz überwundene Blutrache: Wenn ein Mensch durch die Hand eines anderen ums Leben kommt, so haben nach diesem Rechtsverständnis die Angehörigen das Recht auf Rache, d.h., sie beauftragen jemanden aus der Familie, den Totschläger umzubringen. Ergebnis ist meist eine jahrelange Blutfehde.

Josua 13 – 19 (27. März – 3. April)

Die Eroberung des gelobten Landes zieht sich hin. Wir lesen in diesen Kapiteln, wie nach und nach weitere Landstriche eingenommen und nach dem Los Gottes an die Stämme verteil werden. Hierbei stechen die Erzählungen einzelner Personen und Stämme aus dem üblichen „Und das Los fiel auf…“ hervor.

Josua 10 - 12 (21. – 26. März)

Die nächsten drei Kapitel beschreiben das Wirken Gottes während sein Volk Israel das gelobte Land erobert. Hier ist wieder von viel Gewalt die Rede, doch darf auch hier nicht übersehen werden, dass es sich dabei um ein Bild für die Schlacht beim letzten Gericht handelt. Dass hier eben nicht das Gemetzel, sondern das Wirken Gottes beschrieben wird, kann man an mehreren Punkten sehen. Wobei den Schreibern des Berichts natürlich durchaus zuzutrauen wäre, dass es ihnen darum ging, einen glorreichen Sieg für die Chroniken und den Nationalstolz festzuhalten. Um so wichtiger war es, dass Gott hierbei unübersehbare Akzente setzte, die es aufgrund ihrer Auffälligkeit dann auch in die Chronik schafften:

Josua 9 (19. + 20. März)

Das Volk Israel zieht weiter westwärts, Richtung Mittelmeer. Die Hetiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Hewiter und Jebusiter verbünden sich nun und wollen gemeinsam gegen sie kämpfen. Die Gibeoniter entscheiden sich dagegen für eine List. Sie verkleiden sich so, dass sie den Anschein erwecken, von weit her zu kommen und überreden Josua so und mit zahlreichen Schmeicheleien zu einem Bündnis.

Josua 8 (16. – 18. März)

„Und der HERR sprach zu Josua: Fürchte dich nicht und sei nicht verzagt!“ (Jos 8, 1)

Das Gericht kommt nun über Ai. Gott erklärt Josua sogar eine List und erlaubt den Kämpfern Beute zu machen. Die Stadt wird, genau wie Jericho, niedergebrannt und alle Einwohner getötet.

Danach errichtet Josua auf dem nahen Berg Ebal einen Altar, auf dem das Friedensopfer dargebracht wird. Beim anschließenden Friedensfest verliest er dem Volk das Gesetz des Herrn, das ihnen durch Moses überbracht worden war.

Josua 7 (14. + 15. März)

Gottes Anweisungen haben keinen Spielraum für eigenmächtige Kompromisse, er hatte seinem Volk sogar ausdrücklich gesagt, dass der Bann, den er über Jericho sprechen werde, jeden Israeliten treffe, der sich an etwas Gebannten vergreift. Achan aus dem Stamm Juda schlägt die Warnung in den Wind und lässt einen teuren Pelzmantel und etwas Silber und Gold für den Eigenbedarf mitgehen.

Josua 6 (12. + 13. März)

Natürlich hatte Jericho eine gut befestigte Stadtmauer mit stabilen Toren. Ein herkömmlicher Krieg hätte in diesem Fall – mit Gott oder ohne – eine wochen- vielleicht monatelang andauernde Belagerung bedeutet. Es ist aber kein gewöhnlicher Krieg; der Fall Jerichos und des ganzen Gebietes ist ein Bild für das Gericht, das über die Welt kommt und die Art des Falles der Stadt ein Zeichen für die Macht Gottes. Damit diese Macht für alle sichtbar wird gibt Gott folgende Anweisungen zum Ablauf der Schlacht. An sechs Tagen sollen die Israeliten einmal in Stille um die Stadt herumlaufen. Dabei sollen sieben Priester sieben Schopharhörner vor der Bundeslade hertragen. Am siebten Tag soll das Volk dann siebenmal um die Stadt laufen. Dann soll in die Hörner gestoßen werden und wenn man das siebte Horn, das Horn des Halljahres, hört, soll das Volk zu einem Kriegsgeschrei einstoßen. Dann werden die Stadtmauern einstürzen und die Stadt kann eingenommen werden.

Josua 5 (11. März)

Ehe die Israeliten das Gelobte Land in Besitz nehmen können, muss der Bund mit ihrem Gott – den sie natürlich schon in ihren Herzen tragen – erneuert werden. Alle jetzt lebenden Israeliten (bis auf Josua und Kaleb) sind in der Wüste geboren.