Der Lightkeeper informiert über die Hintergründe zu diesem Brief, die in der Apostelgeschichte Kapitel 16 zu finden ist. Paulus hatte in Philippi eine Wahrsagerin geheilt und war dafür – wieder mal – im Gefängnis gelandet. Aber Gott intervenierte;
Philipper
Der Lightkeeper informiert über die Hintergründe zu diesem Brief, die in der Apostelgeschichte Kapitel 16 zu finden ist. Paulus hatte in Philippi eine Wahrsagerin geheilt und war dafür – wieder mal – im Gefängnis gelandet. Aber Gott intervenierte; ein Erdbeben zerstörte das Gefängnis und trieb dessen Direktor beinahe in den Selbstmord. Doch zu seinem eigenen Glück, nahm er stattdessen Paulus und seinen Begleiter Silas in sein Haus und Paulus tat, wofür ihn der Herr gesandt hatte: Er verkündete das Evangelium und so wurde die ganze Familie des Mannes errettet. Im Anschluss entstand in Philippi die erste christliche Gemeinde in Europa.
Der Brief an Philipper enthält keine besonderen göttlichen Offenbarungen, er beschreibt mehr, wie der Glaube im täglichen Leben eines Christen praktisch umgesetzt werden kann. Er wird daher oft auch „Brief der Erfahrung“ genannt.
Im heutigen Leben eines Christen kann dieser Brief von unschätzbarem Wert sein. Menschen sind auch heute – wie alle Zeit – auf der Suche nach einem Sinn im Leben, doch die Welt bietet ihnen heute hauptsächlich Zerstreuung und Unterhaltung an. Solche Scheinwelten zerbrechen dann früher oder später an der Realität und der Mensch bleibt, auf sich selbst zurückgefallen, orientierungslos zurück. Das ist nicht das Leben, das Gott für dich vorgesehen hat! Hier kann der Philipperbrief praktische Hinweise geben, wie der Glaube an Jesus Christus, im Alltag Orientierung und Sinn gibt.
„Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen“ (Phil 2, 13)
Paulus war es unheimlich wichtig, Menschen mit Christus bekannt zu machen. Bei den Philippern war ihm das gelungen. Alle Berichte, die ihn über sie erreichte bestätigten ihm das.
„Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!“ (Mt 25,40)
Paulus schreibt den Philippern, wie gerne und oft er an sie denkt und Gott dafür dankt, sie kennen zu dürfen.
„Denn der Herr ist voll Mitleid und Erbarmen.“ (Jak 5,11)
Dieser Abschnitt bietet keine wesentlichen neuen Erkenntnisse.
Paulus saß ja wieder mal für seinen Glauben im Gefängnis, Rom tat alles um diese „neue Sekte“ loszuwerden.
„Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude völlig werde.“ (Joh 15,11)
Menschen, die im Herrn sind haben nicht nur Grund zur Freude, sie wollen diese Freude auch mit anderen teilen.
Die Kerkerhaft brachte Paulus auch dazu, seine Situation nüchtern zu betrachten. Es könnte ihn jederzeit die Todesstrafe treffen oder er könnte auch freigelassen werden, vielleicht mit der Anordnung nicht mehr zu missionieren – eine Anordnung, der er nicht gehorchen könnte, weil er durch Christus eine höhere Weisung erhalten hatte.
„Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.“ (Joh 10,14)
Das einzige, das für einen Christen zählt ist die Erkenntnis Christi, der Glaube an sein Werk der Erlösung. Für die Gläubigen in Jesus Christus kommt die ganze Kraft aus dem Herrn, der Gläubige erlangt seine Gerechtigkeit nicht aus Taten sondern durch den Glauben an die Erlösung. Und nur diese Rechtfertigung, sich gemein machen mit Jesus, macht uns ihm gleich in Tod und Auferstehung.
„Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.“ (Joh 3,17)
Paulus führt uns den Weg des Christus vor Augen.
„Denn wo euer Schatz ist, das wird auch euer Herz sein.“ (Mt 6,21)
Paulus unterscheidet „Namenschristen“ von den wahren Christen. Namenschristen bekennen zwar lautstark ihren Glauben an Jesus, in ihrem Denken und Handeln streben sie aber irdische Werte an.
