Mansio Christi

1. Johannes

1. Johannes 1, 1 – 4 (20. Mai)

„Was von Anfang war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben, was wir angeschaut und was unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens — und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, das bei dem Vater war und uns erschienen ist—, was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei.“ (1. Joh 1, 1-4)

1. Johannes 1, 5 – 10 (21. Mai)

„Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, dass Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist. Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und doch in der Finsternis wandeln, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit; wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.

Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.“ (1. Joh 1, 5 – 10)

1. Johannes 2, 1 – 11 (22. Mai)

„Ich gebe euch jetzt ein neues Gebot: Liebt einander! So wie ich euch geliebt habe, so sollt ihr euch auch untereinander lieben. An eurer Liebe zueinander wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“ (Joh 13,35-35)

Johannes schreibt diesen Brief, um die Gemeinde davor zu bewahren zu sündigen. Zwar haben wir in Jesus Christus einen starken Fürsprecher – den wir auch brauchen, denn der Mensch ist nun einmal ein Sünder – und der uns mit seinem Opfertod bereits von der gerechten Strafe freigekauft hat, doch auch wenn das Halten der Gebote jetzt nicht mehr die Eigenleistung ist, durch die wir gerettet werden, so ist dies jetzt das Zeichen der Gemeinschaft mit Gott.

1. Johannes 2, 12 – 19 (23. Mai)

„Ich schreibe euch, ihr Kinder, weil euch die Sünden vergeben sind um seines Namens willen.“ (1. Joh 2, 12)

Und wieder kündet Johannes von der übermenschlichen Liebe Gottes, der uns in und durch Jesus Christus alle Sünden vergeben hat. Johannes spricht von und zu den Menschen die Christus erkannt haben, der bereits im Anfang war (Joh 1,1), der in die Welt kam, um sie, um das Böse für uns zu überwinden. Euphorisch verkündet er den starken Glauben der Empfänger an das Wort durch den jeder einzelne von ihnen, jeder einzelne von uns, durch und in Christus „den Bösen“ (Satan) überwunden hat.

1. Johannes 2, 20 – 29 (24. Mai)

„Und ihr habt die Salbung von dem Heiligen und wisst alles.“ (1. Joh 2, 20)

Genau darum geht es! Weil wir den Heiligen Geist empfangen haben, sind die Worte die Johannes hier schreibt, nicht das Gerede eines Fanatikers, er fasst in Worte, was wir durch den Heiligen Geist bereits fühlen, da wir es von ihm bereits wissen.

1. Johannes 3 (25. - 27. Mai)

„Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat. Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, dass wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.“ (1. Joh 3, 1-2)

Seht, welch eine Liebe! So beginnt das dritte Kapitel im ersten Johannesbrief und das ist es, wovon die Evangelien und die Himmel uns künden! Nicht mehr als Geschöpf, nicht zur Freude eines fernen, unbekannten Schöpfers existieren wir. Wir sind die geliebten Kinder unseres Gottes, wir sind geliebt von ihm bis in den Tod und darüber hinaus. Das ist es was uns mit Tod und Auferstehung unseres Herrn offenbart wurde.

1. Johannes 4 (28. – 30. Mai)

„Gott ist Liebe“ (1. Joh 4,8) 

„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.“ (1. Kor 13,13), so beschreibt Paulus unsere Situation und mit dem vierten Kapitel im 1. Johannesbrief erfahren wir, warum die Liebe „die größte“ ist: Gott ist die Liebe!

Wir erfahren auch warum in Jesus Christus, der Mensch und Gott ist, keine Sünde war. Gott ist Liebe und Liebe ist das Gegenteil von Sünde. Da Gott Liebe ist, ist keine Sünde in ihm. Darum ist es für uns so wichtig, darauf zu achten, dass wir in Gott bleiben, dass wir in seiner Liebe bleiben, dass wir in der Liebe bleiben.

1. Johannes 5 (31. Mai - 2. Juni)

„Und der Geist ist es, der Zeugnis gibt, weil der Geist die Wahrheit ist.“ (1. Joh 5,6)

Im fünften Kapitel fasst Johannes die Aussagen des Briefes zusammen und fügt einen dritten Aspekt über Gott hinzu, die Wahrheit.