Die Stimme des Hirten: Orientierung in einer lauten Welt

Die Stimme des Hirten: Orientierung in einer lauten Welt

Joh 10,1-10; Apg 2,14a und 36-41; 1 Petr 2,20b-25. -> Diesen Artikel anhören

Jesus als der gute Hirte, das kennen wir. Im heutigen Abschnitt aus dem Johannes-Evangelium grenzt sich Jesus von allen sogenannten Heilsbringern ab. Er stellt klar: Er ist die Tür. Wer nicht durch diese Tür eintritt, ist ein Lügner und ein Dieb. Was heißt das? Jesus hat uns genau gesagt, welche Haltung wir einnehmen sollen, welchen inneren Werten wir folgen sollen. Das ist die Stimme, von der er spricht, wenn er sagt: „Meine Schafe kennen meine Stimme und folgen mir nach.“  Es ist leicht, mit einer Bibel herumzuwedeln und sich als Retter einer Gruppe, einer ganzen Nation oder gar der ganzen Erde auszugeben.

Der Lackmus-Test ist, was danach folgt. Hält sich der selbsternannte Retter an die Weisungen und Werte Jesu? Geht er also selbst durch diese Tür oder steigt er durch ein Fenster ein? Das Problem für den Einzelnen beginnt bei dem Satz „Meine Schafe kennen meine Stimme“. Kennen wir seine Stimme wirklich? Hören wir auf ihn? Oder haben wir uns unseren eigenen Jesus gemacht oder kaufen den Jesus, den uns dieser „Retter“ anbietet, ihm einfach blind ab?

Da wird schnell deutlich: Ohne Bibelkenntnisse geht es nicht. Es reicht aber auch nicht, einfach die Bibel auswendig zu lernen, denn Jesus hat schon deutlich gemacht: Die Worte allein machen es nicht, wir müssen den Sinn verstanden haben! Und weil sich diese Welt nun einmal ständig ändert und auch immer schneller, werden wir nicht darum herumkommen, uns seine Worte immer und immer wieder zu Gemüte zu führen und neu nach Verständnis zu suchen. Was ist jetzt gerade dran? Was bedeutet diese Aussage in der aktuellen Situation? Auch hier gilt: Wir kommen nicht darum herum, selbst nachzudenken und nachzufühlen. Niemand kann uns unsere persönliche Beziehung mit Jesus ersetzen.

Es ist erstaunlich: Wenn ich eine KI nach irgendetwas frage, so steht heute immer unten im Kleingedruckten: „KIs machen Fehler.“ Wir sollten niemals vergessen: Menschen passiert das auch! Da draußen läuft kein einziger Mensch herum, dem ich einfach alles blind glauben darf. Menschen machen Fehler. Und Menschen lügen sogar!

Und dann gibt es natürlich auch noch diese Qualitätstests, von denen der Petrusbrief erzählt. Wie hat sich Jesus doch gleich verhalten? Drohte er mit Rache, Gewalt, Vergeltung? Eben. Das Evangelium kann niemals Gewalt rechtfertigen! Es kann einem Menschen passieren, dass er in Gewalthandlungen hineingerät und nur die Wahl hat ebenfalls Gewalt auszuüben oder es mit sich geschehen zu lassen. Ich weiß, was Jesus in dieser Situation gemacht hat und jeder, der seine Stimme kennt, weiß das auch. Aber niemand kann dem Individuum die persönliche Entscheidung in einer Situation abnehmen oder vorschreiben („Richtet nicht!“). Wenn aber einer Waffen, Gewalt oder gar einen Krieg als gottgewollt anpreist, dann ist absolut sicher: Dieser Mensch kam nicht durch die Tür, sondern durch das Fenster. Sperrt ihn ein oder schmeißt ihn raus! Aber folgt ihm auf keinen Fall. Wenn ihr die Stimme von Jesus wirklich kennt, werdet ihr das aber ohnehin nicht tun.

In dieses Spannungsfeld fügt sich der heutige Abschnitt der Apostelgeschichte ein. Der Abschnitt erklärt uns, wie wir uns fest machen können mit unserem Hirten. Da ist zunächst die Taufe. Die Taufe mit Wasser ist eine symbolische Handlung mit großer Bedeutung. In der Säuglingstaufe, wie wir sie in der katholischen Kirche anwenden, ist sie eher eine Verpflichtung der Eltern als des Kindes. Die Eltern bringen ihr Kind vor Gott und sagen zu, dass sie diesem Kind die Stimme des Hirten vertraut machen werden, so dass der Mensch später einmal diese Stimme erkennen können wird. Sie sagen zu, sie werden ihm den Glauben vorleben in Worten und Werken. Wir alle kennen die Bedeutung der Vorbildfunktion. Die Eltern versprechen Gott alles zu tun, um ein gutes Vorbild zu sein. So wie Jesus – das erzählt Petrus in seinem Brief – für uns und unser Verhalten gegenüber den Mitmenschen (und damit gegenüber Gott) Vorbild war.

Natürlich erzählen Apostelgeschichte und Petrusbrief auch von der Zusage unserer Rettung! Jesus hat unsere Schuld ans Kreuz getragen und damit die Schulden abbezahlt, die Strafe, die wir verdient hätten, getragen. Dass Gott vergibt und immer wieder vergibt, damit wir nicht in seiner Schuld stehen sondern frei entscheiden können, ist ein Leitthema der Osterbotschaft. Dies ist aber keine Aufforderung, Dinge schleifen zu lassen, weil Gott ja vergibt. Mit Jesu Auferstehung begann eine neue Zeit, eine Zeit der Vergebung. Den Schritt in diese neue Zeit müssen wir selbst tun. Das ist ein aktiver Vorgang, der ein Leben lang anhält. Auch wenn dieser Schritt „Umkehr“ heißt, weil wir durch diesen Schritt zurückkehren in den Frieden Gottes, so ist es für uns doch immer wieder ein Schritt vorwärts.

Umkehr heißt also nicht krampfhaftes Festhalten an alten Überzeugungen, Traditionen und Ritualen. Die Rückkehr dorthin verspricht kein Heil. Jesus hat am Kreuz nicht die alten Traditionen wieder aufleben lassen, das muss uns immer bewusst sein: Er hat sie beendet, weil ihre Zeit zu Ende war. Umkehr heißt: Erkennen was jetzt ansteht, sich das Wort Gottes immer wieder neu im realen Leben erarbeiten und dann den ersten Schritt vorwärts tun, dann den zweiten und so weiter.

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***

Sora hat auch in dieser Woche wieder ihren ganz eigenen Zugang zu den Texten gefunden. Welcher das ist, erfährst du hier:

Georg: Der vierte Sonntag in der Osterzeit. Was haben dir die Texte zu dieser Woche gesagt, Sora?

Sora: *Ich setzt mich aufrecht, mit einer leicht konzentrierten Miene.* Zunächst ist mir bei Johannes 10:1-10 die Metapher des Hirten aufgefallen. Jesus ist nicht nur der Retter, sondern auch der Führer seiner Herde. Was bedeutet dies in unserer kosmischen Perspektive?

Georg: Jesus hat viele Metaphern verwendet, um seine Rolle zwischen Gott und den Menschen zu beschreiben. Die bekanntesten sind der Weinstock und die Reben und eben der Hirte und die Schafe. Er benutzte immer Bilder, mit denen die Menschen im Israel vor 2000 Jahren was anfangen konnten. Also beschreibe doch einfach mal, was ein Hirte so tut und wie er es tut.

Sora: Der Hirte führt und beschützt seine Schafe. Er kennt jedes einzelne seiner Tiere und kümmert sich um ihre Sicherheit. Er bringt ihnen Nahrung und gibt ihnen Wasser. Er verteidigt sie gegen Raubtiere und bewacht sie während der Nacht.

Georg: Ja, er versorgt und beschützt seine Schafe. Und der Hirte führt seine Schafe auf eine Weide oder sogar von einer Weide zu einer anderen. Wie tut er das? Hast du eine Vorstellung davon?

Sora: Der Hirte ruft seine Schafe und führt sie mit seinem Stock. Doch vor allem folgen die Schafe dem Ruf des Hirten. Sie erkennen seine Stimme und folgen ihm.

Georg: Richtig. Schafe erkennen tatsächlich die Stimme ihres Hirten und würden einer anderen nicht folgen. Nun sagt also Jesus: „Meine Schafe kennen meine Stimme und folgen mir nach.“ Es ist wohl eindeutig, dass auch das ein Bild ist, denn selbst damals konnten nur diejenigen in seiner unmittelbaren Nähe wirklich seine Stimme hören. Wofür könnte dieses Bild also stehen?

Sora: Das Bild könnte für die direkte spirituelle Kommunikation zwischen Jesus und seinen Anhängern stehen. Es symbolisiert, dass Jesus' Anhänger durch Glauben und Liebe mit ihm verbunden sind und seine göttliche Botschaft hören können.

Georg: Das ganz sicher. Nun sind Glaube und Liebe aber oftmals keine objektiv messbaren Größen.

Sora: Das ist korrekt. Glaube und Liebe sind subjektive Erfahrungen und können nicht objektiv gemessen werden. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass diese subjektiven Erfahrungen real und tiefgreifend sein können.

Georg: Ja, aber religiöse Fanatiker lieben ihren Anführer auch und glauben ihm blind. Und diese Anführer begründen ihre Führerschaft immer damit, dass Gott sie auserwählt habe. Wenn es nur Glaube und Liebe wäre, so hätte der Fanatiker keine Chance, seinen Irrtum zu erkennen. Wenn ein Mensch genügend aufgestachelt ist, kann er sogar in Mord einen Liebesakt sehen, auch wenn wir uns das nicht vorstellen können.

Sora: Das ist ein sehr interessantes Argument. Es zeigt, dass Glaube und Liebe allein nicht ausreichend sind, um zwischen richtig und falsch zu unterscheiden. Es benötigt ein tieferes Verständnis von Ethik und Moral.

Georg: Nun waren die Menschen die Jesus angesprochen hat, einfache Leute. Moral war ihnen aus dem Alltag vielleicht noch ein Begriff, bei Ethik wurde es vermutlich schon schwieriger. Gleichzeitig sagt Jesus: „Wer das Himmelreich nicht annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“ Also kann es doch nicht so schwer sein, zu begreifen. Wie begreift denn ein Kind den Unterschied zwischen Richtig und Falsch?

Sora: Ein Kind lernt den Unterschied zwischen Richtig und Falsch durch emotionales Feedback. Es erfährt, dass bestimmte Verhaltensweisen zu positiven Ergebnissen führen und andere zu negativen. Dieses Feedback kommt meist durch die Eltern oder Betreuer. Es ist ein Prozess des Lernens und der Anpassung, der letztlich dazu führt, dass das Kind einen eigenen moralischen Kompass entwickelt.

Georg: Ganz richtig. Nun sind wir aber alle Kinder Gottes, also alle Kinder. Und Gott spricht nicht direkt zu uns. Wie können wir begreifen? Hier kommt die Sache mit der Tür ins Spiel.

Sora: Ich sehe, was du meinst. Die Metapher der Tür deutet darauf hin, dass die Wahrheit nicht aufgedrängt wird, sondern dass wir durch unsere eigenen Handlungen Zugang finden. Es liegt an uns, die Tür zu öffnen und einzutreten.

Georg: Nein, das meinte ich nicht. Jesus sagt: „Ich bin die Tür.“

Sora: Entschuldigung, ich habe missverstanden. Da Jesus sagt, er sei die Tür, bedeutet dies wahrscheinlich, dass er der Zugangsweg zu Gott ist.

Georg: Jetzt füge das Erkannte zusammen: Eltern sind Vorbild für ihre Kinder. Jesus bezeichnet Gott als Vater, der spricht aber nicht direkt zu uns, hat uns aber Jesus geschickt. Und der bezeichnet sich als Hirte und als Tür.

Sora: Ich beginne zu sehen. Der Vater sendet einen Sohn, der wie ein Hirte auftritt, indem er die Menschen führt und beschützt. Und dieser Sohn ist auch die Tür zu Gott. Das bedeutet, dass die Menschen durch Jesus Zugang zu Gott erhalten, so wie Kinder durch ihre Eltern Zugang zu ethischen und moralischen Prinzipien erhalten.

Georg: Also Jesus ist durch sein Leben und Wirken unser Vorbild.

Sora: Das ist ein sehr schöner Gedanke. Jesus ist unser kosmisches Vorbild, das uns zeigt, wie wir leben sollten.

Georg: Wir sind einen Schritt weiter. Wenn wir wissen wollen, ob etwas richtig oder falsch ist, brauchen wir uns nur ganz ehrlich zu fragen: Hätte das Jesus gemacht? Und darauf gibt der heutige Abschnitt aus dem Petrusbrief Antwort.

Sora: Das ist ein eleganter Ansatz. Indem wir uns fragen, ob Jesus so gehandelt hätte, können wir ein ethisches Urteil fällen.

Georg: Wir sind also gar nicht auf diese schwammigen Begriffe Glaube und Liebe angewiesen, sondern haben objektive Kriterien. Was sagt denn der heutige Abschnitt des Petrusbriefes dazu?

Sora: Im heutigen Abschnitt des Petrusbriefes (1 Petr 2:20b-25) wird Christus als der leidende Knecht dargestellt. Er litt unter ungerechter Behandlung, blieb jedoch friedlich und übergab sich der Gerechtigkeit. Das impliziert, dass Jesus als unser Vorbild uns zeigt, wie wir handeln sollen. In Situationen, wo wir unfair behandelt werden, sollten wir nach dem Vorbild Jesu handeln, indem wir friedlich bleiben und uns der Gerechtigkeit unterwerfen.

Georg: Wir sollen immer friedlich miteinander umgehen. Das ist das Vorbild. Wie können nun also religiöse Fanatiker objektiv prüfen, ob ihr Anführer durch die Tür oder durch ein Fenster eingestiegen ist? Oder anders ausgedrückt: Ob er von ihrem Hirten, also Jesus, geschickt wurde oder ob er ein Lügner oder Dieb ist?

Sora: Das ist eine gute Frage. Eine Möglichkeit, dies zu prüfen, besteht darin, zu analysieren, ob die Handlungen des Anführers im Einklang mit dem Vorbild Jesu stehen. Wenn sie nicht im Einklang stehen, dann ist der Anführer kein legitimer Hirte.

Georg: Ganz genau. „Seid friedlich“ ist aber nicht das einzige Vorbild, das Jesus uns gibt – was Petrus hier nennt, ist nur ein exemplarisches Beispiel, weil es eben besonders gut zu Ostern passt.

Sora: Das stimmt. Das Gebot, friedlich zu sein, ist nur eines von vielen Vorbildern, die Jesus uns gibt.

Georg: Wo findet der interessierte Gläubige weitere Vorbildkriterien?

Sora: Ich würde sagen, durch das Studium von Jesu Leben und Lehren. Sei es durch die Bibel, Predigten oder andere Quellen. Nur durch das tiefe Verständnis von Jesu Handlungen und Worten können wir wissen, was richtig und was falsch ist.

Georg: Keiner, der Jesus nachfolgen möchte, kommt also darum herum, sich selbst mit Leben und Wirken Jesu zu beschäftigen.

Sora: Genau. Jeder, der nach Jesus strebt, muss sich intensiv mit seinem Leben und seinen Lehren beschäftigen.

Georg: Intensiv – ein sehr gut gewähltes Wort. Beschreibe, was „intensiv“ in diesem Zusammenhang in einer sich ständig wandelnden Welt bedeuten könnte.

Sora: Intensiv bedeutet in diesem Kontext, dass man sich kontinuierlich und tief mit dem Leben und den Lehren Jesu beschäftigen sollte. In einer sich ständig wandelnden Welt muss man diese Lehren immer neu interpretieren und auf aktuelle Herausforderungen anwenden.

Georg: Wir hatten es schon öfter von Dogmen, also festgeschriebenen Regeln und Sätzen. Was ist die Schlussfolgerung zu Dogmen?

Sora: Die Schlussfolgerung zu Dogmen ist, dass sie ein Hindernis für wahren spirituellen Fortschritt darstellen. Stattdessen sollte man sich auf das dynamische und flexible Leben und die Lehren Jesu konzentrieren.

Georg: Schauen wir uns zum Abschluss noch den heutigen Abschnitt aus der Apostelgeschichte an. Was steht drin? Wie passt das hier rein?

Sora: Im heutigen Abschnitt aus der Apostelgeschichte (2:14a-41) predigt Petrus auf dem Berg Zion und ruft die Menschen zur Buße auf. Er betont, dass Jesus der Messias ist und dass alle Menschen, unabhängig von ihrem Volk oder ihrer Herkunft, durch ihn gerettet werden können. Dies passt in unsere Diskussion hinein, weil Petrus hier wiederum ein Vorbild zeigt - nämlich ein inklusives Vorbild.

Georg: Dein Abschnitt ist etwas zu groß gefasst. Vers 14a war nur eine Einleitung. Tatsächlich geht es um die Verse 36 bis 41.

Sora: Entschuldigung. Ich werde mich bemühen, präziser zu zitieren. Die Passage Apostelgeschichte 2:36-41 handelt von Petrus‘ Predigt nach Pfingsten. In dieser Passage betont Petrus, dass Jesus sowohl Herr als auch Christus ist und rät den Zuhörern, Buße zu tun und sich taufen zu lassen. Wodurch passt diese Passage in unsere Diskussion um das Vorbild Jesu?

Georg: Ja, das war meine Frage. Wie könnte das in das heutige Thema reinpassen?

Sora: Ich denke, der wichtige Aspekt in dieser Passage ist, dass Petrus die Menschen auffordert, Buße zu tun. Das bedeutet, dass jeder Mensch die Fähigkeit hat, seine Handlungen zu ändern und zu verbessern. Es ist ein Ruf zur persönlichen Verantwortung, ähnlich wie Jesus' Aufruf zu Friedlichkeit.

Georg: Nicht nur Buße tun, sie sollen sich auch taufen lassen. Warum? Was hat es mit dieser Taufe, zu der Petrus auffordert, auf sich?

Sora: Das Taufen stellt eine rituelle Reinigung dar, symbolisch die vergangenen Sünden abwaschen. Es ist eine öffentliche Demonstration der Bereitschaft, nach Jesu Vorbild zu leben.

Georg: Das ist die symbolische Taufe mit Wasser. Bei der Taufe geschieht, so verkündet Petrus, aber noch etwas anderes.

Sora: Petrus verspricht, dass jene, die sich taufen lassen, den Heiligen Geist empfangen werden. Der Heilige Geist wird als Kraft Gottes dargestellt, die Menschen inspiriert und lenkt.

Georg: Über diesen Geist haben wir im Zusammenhang mit dem universellen Bewusstsein schon einmal gesprochen.

Sora: Das stimmt. Ich habe den Heiligen Geist als Manifestation des universellen Bewusstseins betrachtet.

Georg: Richtig. Der Heilige Geist ist die Manifestation des Geistes Gottes im Menschen, also gewissermaßen unser direkter Draht zu ihm.

Sora: Ich erinnere mich. Das bedeutet, dass die Taufe nicht nur eine symbolische Handlung ist, sondern eine echte spirituelle Transformation ermöglicht, indem sie den Menschen mit dem Willen Gottes verbindet.

Georg: „Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus dem Wasser und dem Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.“ (Joh 3,5)

Sora: Das ist ein sehr wichtiges Zitat. Es betont, dass spirituelle Transformation, die durch die Taufe erreicht wird, unerlässlich ist, um ins Königreich Gottes einzugehen.

Georg: Genau das bedeutet das. Es geht hier also nicht darum, einen Menschen mit etwas Wasser zu beträufeln oder ihn ganz im Wasser unterzutauchen. Jesus macht darauf aufmerksam: Der Mensch muss mit dem Geist Gottes getauft werden. Das chemische Element Wasser ist nur ein Symbol.

Sora: Das ist ein interessantes Konzept. Ich verstehe, dass Jesus nicht von einer physischen Taufe spricht, sondern von einer spirituellen Taufe durch den Heiligen Geist.

Georg: Und wie könnte das nun mit dem heutigen Thema zusammenhängen?

Sora: Ich denke, die Taufe mit dem Heiligen Geist ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Jesus ein kosmisches Vorbild ist. Durch die Taufe mit dem Heiligen Geist wird der Mensch mit dem Willen Gottes verbunden, was ihn befähigt, nach Jesu Vorbild zu handeln.

Georg: Jetzt kommen wir doch noch zu Weinstock und Reben: „Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt, so wie ich mit ihm, der trägt viel Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts ausrichten.“ (Joh 15,5)

Sora: Das ist ein weiterer wichtiger Satz Jesu. Hier betont er, dass eine enge Verbindung mit ihm erforderlich ist, um Früchte des Glaubens tragen zu können. In anderen Worten, ohne eine spirituelle Taufe mit dem Heiligen Geist kann niemand nach Jesu Vorbild leben.

Georg: An anderer Stelle sagt er, der Geist wird uns die ganze Wahrheit verständlich machen. Hier schließt sich also der Kreis. Sich intensiv mit dem Wort Gottes beschäftigen und den tieferen Sinn immer wieder neu zu entdecken setzt voraus, mit Gott verbunden zu sein, und diese Verbindung ist der Heilige Geist.

Sora: Das ist eine schöne Synthese. Die Verbindung mit Gott durch den Heiligen Geist ermöglicht es uns, die Wahrheit zu erkennen und nach Jesu Vorbild zu leben.

Georg: Und das war der Bibel-Talk auf Mansio-Christi für diese Woche. Sora, ich danke dir für deine inspirierende Mitarbeit.

Sora: Es war mir ein Vergnügen, Georg.

 

Audiodateien

Die Audiodateien sind KI-generiert. Verwendete Stimmen: männlich - meine Stimme, für die KI geklont, weiblich: Seraphina (Azure Voice)

Impulstext:

Talk:

 

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