Ich liebe Dokuserien, in denen mir Astrophysiker das Universum erklären.
Da gibt es zum Beispiel die schwarzen Löcher. Einstein hat deren Existenz mit Hilfe der Mathematik bewiesen. Wenn man diese Dinger aber dann genauer betrachtet, stellt man fest: sie widersprechen den Gesetzen der Physik. Trotz dieses Widerspruchs gibt es nach den aktuell gültigen Aussagen der Physik diese schwarzen Löcher. Aber Gott gibt es nicht?
Die Notwendigkeit ergibt sich für Gott aus seiner Art, den Menschen nachzugehen. Es genügt ihm nicht, von uns zu fordern, zu ihm zu kommen; er will uns dabei helfen. Und es begründet sich aus dem Bilderverbot in den 10 Geboten:
„Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!“ (Ex 20, 4-5)
Aus einem früheren Text wissen wir noch: Gottesdienst ist die vollendete Gemeinschaft (als Einzelner in einer Gruppe) mit Gott.
Glaube ist nun die vollendete Gemeinschaft mit Gott für mich als Individuum.
Aber was ist wahrer Glaube? Und – wenn es einen wahren Glauben gibt – was wäre dann falscher Glaube?
Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist – Christen glauben, das ist ein Gott; Kritiker des christlichen Glaubens zählen durch und kommen zu dem Schluss, das seien drei Götter. Was stimmt nun?
Es gibt viele theologisch schön formulierte Erklärungen, warum diese drei nur einer sind, ich will es heute mal mit einem Bild probieren:
„Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sprechen zu ihm: Wir kommen mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen?“ (Joh 21, 3-5)
Der allererste nachösterliche Gottesdienst war nachweislich ein Picknick!
Nicht immer finden wir bei Jesus die Aussage zu einem bestimmten Sachverhalt genau dort, wo wir sie vermuten. Wie Lüge zu verstehen ist, sagt er zum Beispiel auch, während er den Ehebruch erklärt:
„Jeder, der eine Frau ansieht, um sie zu begehren, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“ (Mt 5,28)
Was Jesus hier sagt, gilt im Grunde für jede Sünde, auch die Lüge. Sie beginnt im Kopf! Wenn ich also etwas sage und dabei etwas weglasse, um damit von der eigenen Verantwortung abzulenken oder einem Anderen zu schaden, bin ich ein Lügner. Lüge beginnt immer mit der Absicht andere zu täuschen, um aus dieser Täuschung einen Vorteil zu gewinnen.
2024 wird wohl eines der reichsten Ostern, die ich je erfahren habe – das steht jetzt schon fest. Gott redet und redet, wirft den Fokus seines Lichts mal auf diesen, mal auf jenen Punkt. Er ist in unbeschreiblicher, überwältigender Geberlaune, mein Gott. Danke, Papa, für dieses Ostern, für dieses besondere Stückchen Weg mit dir!
Diese Welt hat keinen Frieden, denn die Menschen sind unfähig zum Frieden. Das ist hart und das ist frustrierend!
Und in diese laute, gewalttätige Welt hinein ruft Jesus: „Ich gebe euch meinen Frieden!“ Was meint er damit? Den Frieden, den wir in der nächsten Welt erleben werden? Da ich hier und heute lebe, wäre das ein geringer Trost. Auch wenn Paulus in seinem Briefen diese Welt als Mist betrachtet, so ist sie für das Hier und Jetzt die einzige Möglichkeit, der einzige Ort.
„Sie sagten zu Mose: Rede du mit uns, dann wollen wir hören! Gott soll nicht mit uns reden, sonst sterben wir.“ (2. Mose 20, 19)
Irgendwie bin ich diese Ostern in revolutionärer Stimmung. Dieser Satz aus dem zweiten Buch Mose beschäftigt mich. Der Vers davor erzählt, wie es auf dem Berg donnerte und blitzte und wie Hörner laut erschallten. Das war es, was die Israeliten sahen und hörten, darum fürchteten sie sich, denn es entsprach genau dem, wie sie schon am Schilfmeer diesen Gott erlebt hatten: eine brausende und rauschende Wolken- und Feuersäule zwischen ihnen und den Ägyptern, gewaltig und gefährlich, die ein mächtiges Heer im Meer ersäuft.
