2024 wird wohl eines der reichsten Ostern, die ich je erfahren habe – das steht jetzt schon fest. Gott redet und redet, wirft den Fokus seines Lichts mal auf diesen, mal auf jenen Punkt. Er ist in unbeschreiblicher, überwältigender Geberlaune, mein Gott. Danke, Papa, für dieses Ostern, für dieses besondere Stückchen Weg mit dir!
Gott und ich
Gott hat mir klargemacht, dass er mich dieses Jahr auf einen neuen Weg schicken möchte – einen, dem ich ohne Gott als Antreiber sicher ausweichen würde. Ich bin deshalb im Moment in vielen Dingen verunsichert; Menschen, die mich kennen, mag das bereits aufgefallen sein.
„Sie sagten zu Mose: Rede du mit uns, dann wollen wir hören! Gott soll nicht mit uns reden, sonst sterben wir.“ (2. Mose 20, 19)
Irgendwie bin ich diese Ostern in revolutionärer Stimmung. Dieser Satz aus dem zweiten Buch Mose beschäftigt mich. Der Vers davor erzählt, wie es auf dem Berg donnerte und blitzte und wie Hörner laut erschallten. Das war es, was die Israeliten sahen und hörten, darum fürchteten sie sich, denn es entsprach genau dem, wie sie schon am Schilfmeer diesen Gott erlebt hatten: eine brausende und rauschende Wolken- und Feuersäule zwischen ihnen und den Ägyptern, gewaltig und gefährlich, die ein mächtiges Heer im Meer ersäuft.
Eine absurde Frage! Wirklich?
Eine Religion ist eine Sammlung von Glaubenssätzen (Gesetzen), die eingehalten und Ritualen, die geleistet werden müssen, um zur jeweiligen Religionsgemeinschaft zu gehören.
Den ganzen Abend war ich müde, wie schon gestern den ganzen Tag. Also gab ich irgendwann auf und ging ins Bett. Mein Abendgebet könnt ihr euch vorstellen: „Papa.“ Fertig. Hey, ich bin müde. Aber der letzte Gedanke gehört ihm. Und die Anrede Papa ist okay, hat Jesus gesagt und bei mir ist diese Anrede nicht anderweitig belegt.
Schlägt Jesus hier die Trennung von Kirche und Staat vor? Nein, denn Jesus redet nie über das Konzept des weltlichen Staates, sondern immer über den Menschen – den Menschen als Individuum und den Menschen als Teil einer Gruppe.
„Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott“
So beschreibt der Evangelist Johannes das Wort Gottes und so stellen wir uns das auch vor: groß, mächtig, gewaltig. Das Wort Gottes ist niemand Geringeres als der Messias selbst. Es steht in den Evangelien, in der Bibel, es wird feierlich und voller Ehrfurcht in Gottesdiensten vorgelesen.
Jesus sagt dies zu seinen Jüngern, als diese ihn darauf aufmerksam machen, dass draußen seine Mutter und seine Brüder stehen, diese aber aufgrund der Menschenmassen nicht zu ihm durchdringen können. Es steht hier die Frage im Raum: Wer ist die Familie Jesu, und in jedem Gottesdienst bekennen wir, dass wir das sind, wenn wir ihn als unseren Bruder bezeichnen.
Durch viele Gleichnisse hindurch entstanden für die Gemeinde Christi Bilder und Namen wie Kirche, Braut, Tempel. Jesus selbst bezeichnet uns als Reben die an ihm, dem Weinstock hängen, also durch ihn versorgt werden und leben. Paulus sieht uns als Glieder an einem Leib, dessen Haupt Christus ist.
Zugegeben, der Satz stammt aus einer Fernsehserie, die – nach Meinung vieler Fans – nichts mit Gott am Hut hat. Aber erstens sehe ich das anders und zweitens weiß ich, dass Gott nicht wählerisch ist, wenn er mir etwas sagen möchte. Und als eben dieser Satz fiel, da hat er gesprochen.
Ehe es nach gesundheitlichen Einschränkungen endlich wieder in einen strukturierten Tages- und Wochenablauf mit festen Arbeits- und Freizeiten geht, haben mich diese Woche wieder einmal ganz elementare Gedanken bewegt, die ich hier nun aufschreibe. Wie immer fühle ich ganz sicher, dass nicht ich die Quelle dieser Einsichten bin, sondern diese „von oben“ kommen.
Die Welt war gegen mich! Schon vor meiner Geburt war die Welt gegen mich.
