In Zeiten knapper Kassen scheinen immer mehr Menschen zu der Überzeugung zu gelangen, dass der Staat zu viel für die sozial Schwachen in unserer Gesellschaft tut. Es herrscht scheinbar Konsens in der Überzeugung, dass diese Menschen einfach nicht genug tun, um selbst für sich sorgen zu können und daher an ihrer Lage selbst schuld seien. Anders ausgedrückt: Man urteilt: „Ihr seid einfach zu faul. Ihr müsst mehr tun!“
Zugegeben, dieses letzte Jahr mit Bibellese hat sich etwas gezogen. Wenn man weiß, dass etwas enden wird und sogar wann, lässt die Spannung einfach irgendwann nach. Doch jetzt kam das Ende schnell und abrupt. Noch genau zwei Texte wird es geben, einen schon morgen und den letzten dann schon am Freitag. Er umfasst die Kapitel 32 bis 52 in einem Stück, und ohne zu viel zu spoilern muss ich sagen, Paps war sehr eindeutig, was ich da schreiben sollte. Er lag über eine Woche mit düsteren Gedanken bereit, die mich in jedem ruhigen Moment erfassten. Ich fühlte sehr deutlich, es war ihm sehr wichtig, dass auch diese Gedanken nun in die Welt kommen. Irgendwo habe ich mal geschrieben, dass ein Gedanke, ist er mal in der Welt, für alle Zeit in dieser Welt bleiben und wirken wird und nichts kann ihn wieder auslöschen.
Hier schon die den Monaten zugeordneten Karten für 2025. Sie werden mich zu den Bibel-Texten und damit zu den Monatsthemen führen. Wenn du Lust hast, kannst du ja schon mal selbst überlegen, welche Bibelstellen zu diesen Karten nach deinem Empfinden passen würden. Es gibt hier kein Richtig oder Falsch. Der Geist könnte dir mit denselben Karten sogar was ganz anderes mitteilen wollen!
Heute, am 23. Mai 2024, feiern wir in Deutschland 75 Jahre Grundgesetz. Aber was hat das mit Gott zu tun?
Paulus ruft uns zu: „Gehorcht der Staatsgewalt, denn sie ist euch von Gott gegeben!“ Wir haben damit heute so unsere Schwierigkeiten, aber im Grunde hat er recht – auch wenn er sich, da er das heutige Modell der Demokratie gar nicht kannte – unter Staatsgewalt natürlich was ganz anderes vorstellte.
Was ist denn die Staatsgewalt in einer Demokratie? Die aktuell anstehenden Europawahlen, in Baden-Württemberg auch noch zusätzlich die Kommunalwahlen, machen doch deutlich: Wir alle sind die Staatsgewalt!
Jahreslosung 2025
„Prüft alles, und behaltet das Gute!“ (1. Thessalonicher 5,21)
Als ich heute Morgen nach der Jahreslosung für 2025 googelte und auf diese stieß, fühlte es sich an, als ob Gott mich auf diese Jahreslosung vorbereitet hätte mit Ideen und Inspirationen des letzten Jahres, als ob viele der Gedanken auf genau diese Jahreslosung hingeführt hätten. Bei der „Raunachtslegung anderer Art“ im Dezember/Januar flüsterte er mir ein, die Bibellese im alten Stil zu beenden und dies für die Postings im Jahr 2025 zu benutzen.
Wir lesen in der Apostelgeschichte, wie die Jünger verängstigt in einer Stube hocken. Plötzlich bricht ein Tosen vom Himmel her los und der Geist Gottes fällt wie Feuerzungen auf sie herab – auf jeden einzelnen. Da hält sie nichts mehr! Sie gehen raus auf die Straße, verkünden das Evangelium, taufen jeden der das wünscht auf den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist und in jeden Getauften fährt der Geist Gottes. Nicht nur an jenem ersten Pfingstsonntag des neuen, des vollendeten Glaubens an diesen ganz besonderen Gott; seit diesem Tag ist Gott nicht mehr zurückzuhalten. Wer ihn ernsthaft anruft bekommt Antwort, wird aufgenommen.
So steht das natürlich nicht in der Bibel! 😉
In jenen Tagen trat Mose vor die Hebräer. Er redete zu ihnen und sprach: „Gott hat mich zu euch geschickt, um euch aus der Sklaverei der Ägypter zu befreien.“
Die Hebräer erschraken. Voller Furcht riefen sie: „Das ist völlig unmöglich! Seit Menschengedenken dienen wir dem Pharao und das wird sich auch nie ändern!“
Was hat das hier verloren? Für mich viel!
Ich rede hier über eine innere Welt. Ich kann sie nicht sehen, ich kann sie nicht ertasten. Ja, ich kann sie inzwischen oft fühlen, gelegentlich habe ich das Gefühl, sie für einen kurzen Moment geradezu riechen zu können. Doch die Welt um mich herum sagt: Du träumst, wach auf!
Es ist ja kein Geheimnis. Während der Sommerferien bin ich hier in meinem Heimatort viel im oberen Wald unterwegs. Zum einen ist das gut für den Rücken und die Gesundheit allgemein, zum anderen ist dies für mich ein sehr guter Ort der Stille, der inneren Einkehr und damit der Zwiesprache mit Gott. Doch alles in dieser Welt ist einer ständigen Veränderung unterworfen, auch die Orte der Stille.
Paulus sagt es frei heraus:
„Aber was mir Gewinn war, das habe ich um des Christus willen für Schaden geachtet; ja, wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe; und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne“ (Phil 3, 7-8)
In seinen Augen ist alles, was diese Welt und dieses Leben zu bieten hat, Dreck, völlig wertloser Mist, nur noch Wert aus tiefstem Herzen verachtet zu werden.
